#29 Mit Dr. Steffen Würth (Straub Verpackungen) über Unternehmertum & Leistung

Shownotes

Seit über 30 Jahren ist er Geschäftsführer und Gesellschafter bei Straub Verpackungen in Bräunlingen. Im Interview sprechen wir darüber, wie es für ihn war, in das Unternehmen hineinzuwachsen, wie er zu der damit einhergehenden Bekanntheit steht und wie er mit der Verantwortung umgeht. Abseits vom Business ist Steffen seit vielen Jahren Drummer bei der Band BHB - Level 24 (ehem. BregiHouseBand). Was ihm die Musik bedeutet, wie ihn die Zugehörigkeit in der Band geprägt hat und allgemein mehr zu ihm als Person, erfahrt ihr in der Folge.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Anhören. Eure Madlena

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Host, Redaktion und Postproduktion: Madlena Tesic Impressum: https://madmt.de/impressum/

Transkript anzeigen

00:00:00: Woraus begründet sich so eine Unzufriedenheit?

00:00:03: Wir sind immer noch eine Leistungsgesellschaft.

00:00:06: Wir wären nicht da, wo wir heute sind – aber das ist verpölen!

00:00:09: Ich muss einmal sehen wie wir gewachsen sind.

00:00:13: Wir haben das was wir von unseren Vätern übernommen haben in den neunziger Jahren mehr als verdoppelt.

00:00:20: Das System bietet schon alle Chancen und man muss nur wollen.

00:00:24: Und da sind wir wieder beim Punktleistung

00:00:31: Dem Podcast für Menschen mit Vision.

00:00:33: Hier sprechen wir über den Weg zum Erfolg, über persönliches Wachstum und alles was passiert wenn uns erlauben großzudenken.

00:00:45: Hallo und schön dass ihr wieder eingeschaltet habt.

00:00:47: mein heutiger Gast ist Dr.Steffen.

00:00:49: Wirt Steffen ist seit über dreißig Jahren Geschäftsführer bei Straubverpackungen in Bräunlingen und damit verantwortlich für mehrere hundert Mitarbeiter.

00:00:58: Im Interview sprechen wir über genau diese Verantwortung und darüber, wie es war in so ein erfolgreiches Familienunternehmen hineinzuwachsen.

00:01:07: Ich bin mir sicher, dass Steffen schon viele Interviews zu seinem Weg und dem Unternehmen gegeben hat und deswegen war's mir wichtig einfach auch mehr über ihn als Person zu erfahren!

00:01:18: Ich habe mich sehr gefreut, dass er sich darauf eingelassen hat und wünsche euch jetzt ganz viel Spaß beim Interview!

00:01:23: Dann hallo lieber Steffen.

00:01:25: schön, dass du heute mein Gast bist Und ich würde dich zu Beginn einmal bitten, dass du dich vielleicht kurz vorstellen kannst.

00:01:32: Ja, guten Morgen auch von mir!

00:01:33: Freue mich, dass ich zu Gast sein darf heute in deinem Podcast.

00:01:37: Ich bin Steffen Wirt und ich bin Geschäftsführer und Gesellschaftler der Firma Straub in Bräunlingen, der Straubunternehmensgruppe und das schon seit über dreißig Jahren.

00:01:50: und gebürtige Bräuninger und von Haus aus Gelandter Wirtschaftsjurist, aber von Herzen her natürlich ein Wellpappler so wie es gehört für einen Straubianer.

00:02:05: Sehr schön!

00:02:06: Vielleicht kannst du kurz mal zusammenfassen für was die Marke Straub steht und was da alles dazugehört?

00:02:15: Also Straub als Marke steht zunächst einmal für Verpackungen aus Wellpappe in allen möglichen Variationen.

00:02:26: Das heißt, wir sind überall da wo letztendlich Produkte verpackt werden.

00:02:32: Da sind wir vom normalen B-to-B also im normalen Business to Business Bereich Zugange und das letztendlich von Automotive über Pharma, über Chemie, Lebensmittelkonsum also alle möglichen Sparten sind aber auch letztendig in einer bunten Welt.

00:02:52: Inzwischen unterwegs wo wir natürlich nicht nur die normale Brownbox herstellen, wo wir aber tatsächlich auch digital und bunt bedruckt wunderschöne Verkaufs- und derartige ansprechende

00:03:07: Verpackungen

00:03:08: machen.

00:03:08: Wir produzieren Papier auch in der eigenen Papierfabrik.

00:03:11: die ist nicht im Burning, die ist in Norddeutschland und wir haben verschiedene Sparten, wo ich uns dann auch etwas spezialisiert habe also zum Beispiel Antispannungsverpackung oder letztendlich auch verschiedene Einsatzgebiete, Kühlketten können wir wahren.

00:03:28: Wir können dann auch letztendlich sehr viel im Displaybereich machen also überall wo der Werkstoff-Wellpappe als Verpackung oder als verpackungsergänzendes Produkt im Einsatz ist.

00:03:42: da sind wir zu Gange.

00:03:44: Straub selber steht für lange Traditionen.

00:03:49: Wir haben ja unsere Jubiläne, können wir nachher vielleicht noch ein bisschen darüber rein und hoffentlich Zukunft.

00:03:56: Was für ich hier in unserem Neubau, hier an der Hüfinger Straße im Bräunigen dann auch ganz klar manifestiert?

00:04:02: Jetzt blickt Straub ja auf eine sehr lange Geschichte und Tradition zurück.

00:04:07: Ich habe da auch tatsächlich einen sehr spannenden Artikel gelesen rüber was da eigentlich alles dahinter steckt und wo das eigentlich angefangen hat.

00:04:15: die Zeiten ändern sich ja auch total schnell.

00:04:19: Meinst du aber trotzdem, dass das damals schon so erahnbar war?

00:04:24: Was da alles daraus entsteht.

00:04:26: Dass es mal so groß wird und so viel Bedeutung hat?

00:04:30: Nein ich glaube, dass da nicht wirklich ein geplantes Größen oder größten strategisches Projekt dahinter stand kann ich mir nicht vorstellen.

00:04:43: Zum einen sind wir ja über zweihundert Jahre alt hier am Standort in Bräunlingen an der alten Mühle.

00:04:51: Unser Produkt machen wir seit einhundert Jahren, also letztes Jahr hatten wir diese großen Jubiläum zu Tosentfünfundundzwanzig wo wir eine hundertjahre Weltpappe gefeiert haben und wo wir ja dann zweihundert jahre Straub praktisch gefeuert haben.

00:05:07: aber wir feiern dieses Ein noch mal viel, viel größeres Überleben und zwar vierhundert Jahre Unternehmerfamilie Straubwürtt.

00:05:18: Also es ist unsere Familie.

00:05:19: da gab's irgendwann natürlich den Namenwechsel von Straub weil mein Opa oder unser Opa Otto Württ hat die älteste Schraubtochter gereieratet und hat von seinem Schwiegervater dann das Unternehmen übernommen sodass wir immer noch die gleiche Familie sind aber diesen Namenwechsel heute haben.

00:05:34: Aber diese Tradition geht vieren und jahre zurück Und das war alles ja.

00:05:38: über Sechzehn, achtzehn Generationen hinweg war das doch eher handwerklich alles geprägt.

00:05:45: Und ich glaube dass man sicherlich schon immer in den Generationen gedacht hat naja Ich gebe das weiter an denjenigen der in der Familie das Recht dazu hat und es auch macht.

00:05:57: Das Handwerk war ja so geprägelt ob das die Bauernhöfe waren Ob das die Mühlen waren.

00:06:02: Wir waren ja eigentlich zwei Drittel der Zeit waren wir ja Müller Die Straubs Und haben als diesen Müller Handwerksberuf auch ausgeübt und das über Generationen hinweg.

00:06:15: Aber ich glaube nicht, dass man in den Generationen vor hundert, zweihundert, dreihundert oder gar vierhundert Jahren immer gedacht hat, ja später mal im einzwanzigst Jahrhundert erleben dann paar ganz tolle junge dynamische Unternehmer und die machen so ein tolles Unternehmen draus.

00:06:33: Das glaube ich nicht!

00:06:34: Aber ich glaube, wir haben in der Familie eine Historie immer das gemacht.

00:06:38: Und das ist aber typisch, dass man schon nach vorne schaut und natürlich auch nach vorne bringen möchte, aber in einem bestimmten Zeithorizont.

00:06:46: Dann letztendlich jede Generation für sich dann auch über Verantwortliches das Beste daraus zu machen.

00:06:52: In den vierhundert Jahren könnte ich mir vorstellen da waren viele Höhen, aber da waren wahrscheinlich verdammt viel Tiefen mit dabei.

00:06:59: Trotzdem hat das Unternehmer ... dumm und das unternehmerische Gehen, was vielleicht in der Familie dann auch beinhaltet ist immer dazugeführt dass es irgendwie weitergegangen ist.

00:07:11: Und wenn wir heute natürlich nach vorne blicken dann sage ich mir Zukunft kommt von Herkunft.

00:07:19: also man kann wenn man nach vorneblickt eine gewisse Vergangenheit einfach nicht ignorieren.

00:07:25: Das ist jetzt nicht so in der, wie bei Betrachten von Börsenkursen nach dem Motto das war die letzten Jahre.

00:07:30: War das super?

00:07:30: Das wird jetzt wieder glasse.

00:07:32: Dass ich es nicht mehr soll.

00:07:32: Es ist keine Garantie!

00:07:34: Ich sage ja auch immer die Erfolge der Vergangenheit sind nicht die Erfolge der Gegenwart und sie nicht die erfolge Zukunft.

00:07:38: Das ist ein ganz entscheidender Punkt.

00:07:40: aber ich glaube dass wir in der neu zeitlichen Phase und da möchte ich schon dann auch anknüpfen an die letzten hundert Jahre, als unser Urgroßvater in der Weltpappe angefangen hat und als unser Großvater dann diesen Betrieb übernommen hat.

00:08:00: Und unsere Väter, die das dann in den Neunzigzehn-Siebzig übernachten haben ... Mein Kusee Alexander und ich in der Mitte der neunziger Jahre, die Geschäftsführung genommen haben.

00:08:10: Und jetzt Alexander auch schon wieder im Ruhestand ist und ich mit Volker noch eine Zeit das mache, die Verantwortung trage.

00:08:17: Ich glaube dass da schon vieles sich verändert hat weil ... letztendlich auch das Umfeld sich auch unglaublich verändert hat.

00:08:26: Auch das industrielle Umfeld, das gesellschaftliche, letztendlichen auch das konsumentenumfeld die Industrie hat sich verändert und da waren wir natürlich dann auch mit dabei und da konnten wir natürlich auch Fuß fassen mit unserem Produkt was auch immer gebraucht wird unser Produkt für das Wachstum einer Volkswirtschaft.

00:08:42: und ich glaube es war schon eine glückliche Phase und es war vielleicht auch eine gute Entscheidung dass wir vom Müller von traditionsreichen Müller dann zunächst mal zur größten Holzwoll Produktionsunternehmung in Süddeutschland.

00:08:58: Das haben wir jetzt in der Chronik erst schön ausgearbeitet und dann letztendlich vor hundert Jahren in die Weltpappe gekommen sind, ich glaube schon dass das glückliche Fügungen waren und die wir dann auch entsprechend gut nutzen konnten um die Entwicklung, die neuzeitige Entwicklung des Unternehmens natürlich auch entsprechend gestalten zu können.

00:09:17: Jetzt hast du ja auch angesprochen diesen Wandel und ich glaube der passiert heutzutage ja gefühlt immer schneller, gerade auch wenn man auf die Wirtschaft blickt.

00:09:26: Auf die gesellschaftlichen Umstände.

00:09:29: wie viele Mitarbeiter leitet ihr insgesamt?

00:09:34: Wir haben direkt in Bräuning und in Blumberg an den verschiedenen Standorten haben wir rund sixundfünfzig Mitarbeitende Straubianer, wie wir sie eigentlich liebevoll nennen.

00:09:46: Und in der gesamten Gruppe sind wir so was über neunhundert zwischen neun und fünfzig um den Dreherum.

00:09:52: Das heißt, in der Gesamtgruppe das bedeutet dass natürlich dann die Wester hier am Ort natürlich noch mit dabei ist.

00:09:58: Die ist ja eine extra Gesellschaft.

00:10:01: Wir haben aber dann in Frankreich noch einen Engagement.

00:10:04: Wir sind in der Schweiz noch engagiert und haben natürlich unsere Papierfabrik auch noch oben an der holländischen Grenze, sodass wir da die Neunhundheit durchschlagen.

00:10:11: Aber das sind für sich gesehen dann wieder einzelne Units mit eigentlich eigenen Verantwortung, aber natürlich in die Zugruppe gehörend.

00:10:19: Aber wir direkt verantworten sixundfünfzig Kolleginnen und Kollegen, wobei die Zahl gerade am steigen ist weil wir ja auch neue Einstellungen haben für das neue Werk was wir jetzt ja dann langsam anlaufen lassen.

00:10:32: Und was mein Schub braucht es um sechshundertfünftig plus Menschen durch diesen Wandel mitzunehmen?

00:10:40: dass sie da auch sich mitgenommen fühlen und da auch der Blick weiter nach vorne geht.

00:10:46: Also ich kann so was, also dahingehend etwas sagen das wir in den vergangenen dreißig Jahren glaube vieles richtig gemacht haben mit einer bestimmten Straubkultur sag' ich mal.

00:11:03: Das ist eine Geschichte die hat immer gut funktioniert Die ist geprägt durch Faktoren wie Bodenständigkeit, miteinander arbeiten auf Augenhöhe im Endeffekt.

00:11:21: Sorgen für klimatische Themen... Arbeit, wenn Arbeit sein muss.

00:11:25: Aber wir haben auch immer es verstanden, glaube ich, Feste zu feiern miteinander und konnten da auf viele Kreise schließen.

00:11:32: Ich glaube das dieses inner-Straubkulturelle schon etwas war was zumindest in der Vergangenheit von den Kolleginnen und Kollegen auch immer geschätzt wurde.

00:11:43: Es hat sich aber verändert dahingehend dass... Ich habe erst jetzt vor zwei Tagen was gelesen Lese ich gerade unsere Chronik, die jetzt im Herbst auch rauskommen soll.

00:11:56: Zur viernoderigen Jubiläumsfeier.

00:12:00: Es war früher so... Also lese ich Korrektur.

00:12:03: Soll nochmal das letzte Wort oder das letzte Auge drüber gleiten lassen.

00:12:09: und es war tatsächlich so wenn unser Großvater in den Fünfziger, Sechziger Jahren eine Feier gemacht hat.

00:12:17: also hier im Haus gab's dann fast nachts feiern und auch mal Weihnachtsfeiern.

00:12:21: Da waren eigentlich hundert Prozent der Leute da.

00:12:24: Und weil die natürlich logischerweise, wenn der Chef ruft und wenn man mit dem Chef feiert, dann feiern wir.

00:12:30: Das hat sich schon ein bisschen verändert, was wir heute immer machen, mal einen Sommerfest machen oder wir machen auch unseren Weihnachtsfeiern zwischenzeitlich, aber die sind natürlich sehr straubtypisch sehr bodenständig und eigentlich auch klasse, sag ich mal.

00:12:43: Aber wenn wir von sechsundfünfzig Leute einladen, dann kommt vielleicht dreihundert.

00:12:47: und das ist schon Zeitgeist, der sich verändert hat.

00:12:50: Und das hat sich schon etwas verändert und wird sich auch fortsetzen in der Veränderung.

00:12:54: Wir haben noch einen ganz guten Stamm, die so eine Kultur wertschätzen.

00:13:01: Wir hätten nicht umsonst im Monat mindestens ein, zwei, drei, fünfundzwanzigjährige Jubiläen die wir ehren dürfen was wirklich eine Ehre ist, fünf und zwanzig Jahre Ehrung zu machen.

00:13:16: Also kann es so schlimm dann auch nicht gewesen sein wenn man so Silberhochzeitsjahre miteinander verbringt.

00:13:22: aber ich glaube dass sich das in der Zukunft und auch mit den neuen Generationen glaube Wertigkeiten und die Ansprüche doch anders geworden.

00:13:33: Das heißt, was bedarfs letztendlich um sechsundfünfzig Leute bei der Laune zu halten?

00:13:37: Ein großer Teil sind noch wie gesagt auch ältere Kollegen, die Dinge wertschätzen Und die Jüngeren müssen wir ganz einfach versuchen, einfach mitzunehmen.

00:13:48: Aber ich glaube da hat sich schon ein unglaublicher Wandel letztendlichen vollzogen.

00:13:54: Ich würde mal sagen vielleicht kommt ... ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführung, die dann so um die Sechzig ist.

00:14:05: Vielleicht mit diesen Dingen auch nicht mehr ganz so gut zurecht?

00:14:08: Mit diesen neuen Bewegungen vielleicht können jüngere Leute... ...mit jüngeren Leuten auch besser zurechkommen in Zukunft.

00:14:18: Spannende Frage!

00:14:20: Weil eines ist sicher So diese traditionellen Tugenden, das ist so auffällig.

00:14:28: Also wir sagen immer Menschen ins Kinder.

00:14:31: bei uns ist noch nie, also ich habe das noch nie erlebt dass der Lohn zum Beispiel oder das Gehalt unpünktlich gezahlt worden ist.

00:14:39: Wir haben in den ganzen Jahren auch wo ich jetzt bin im ein dreißigsten Jahr Geschäftsführer, wir haben noch nie geschäfts bedingte betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen.

00:14:51: Also wir waren immer so, dass wir immer versucht haben die Leute durchzuziehen.

00:14:55: Und da glauben wir das wir es in Vergangenheit auf jeden Fall Werte gehabt hatten weil es letztendlich auch für Familien ja auch Sicherheit bedeutet hat ein sicherer Arbeitsplatz.

00:15:02: aber Das ist heute nicht mehr so.

00:15:05: das wichtige Da sind all andere Dinge natürlich wichtig Kommunikation gut.

00:15:10: man versucht sich dann natürlich auch Anzupassen und ich glaube Ich bin da auch ab zumindest das Bewusstsein dafür wenn ich jetzt natürlich einen Vorarbeiter oder ein Meister habe, wie das bei uns so heißt.

00:15:24: Der eine Schichtleiter, der sich mit diesem Thema noch nie beschäftigt hat und sagt macht eine Arbeit!

00:15:31: Das ist das Wichtigste und ich will jetzt nicht groß diskutieren.

00:15:35: Es ist schwierig natürlich auch den jungen Leuten zu vermitteln, dass die damit dabei bleiben.

00:15:40: Die Anforderungen sind schon anders geworden.

00:15:42: Ich glaube aber, dass junge Führungsverantwortliche damit zu Recht kommen, wie das was in der Vergangenheit war.

00:15:54: Wie wir das letztendlich nicht gemacht haben.

00:15:57: Ich kann mir auch vorstellen dass da schon ein Faktor ist und es jetzt natürlich meine Wahrnehmung aber die Unzufriedenheit in der Gesellschaft tendenziell eher steigt.

00:16:09: also ich habe ja schon viel Kontakt zu Unternehmern Und da kriegt man auch manchmal mit das in Unternehmen, die machen da wirklich viel.

00:16:18: Die gestalten da auch viel für die Zukunft.

00:16:20: Sie versuchen jetzt auch wie du gesagt hast, da die Entwicklung auch mitzumachen.

00:16:25: und dann gibt es halt Leute, die gehen und die schreiben eine negative Bewertung weil's Wasser vom Teekocher war nicht warm genug.

00:16:31: Ich glaube dass ist auch so eine Herausforderung für Unternehmern, weil je unzufriedener man selbst natürlich ist, desto mehr findet man natürlich auch Probleme bei anderen, die es vielleicht sogar nicht gibt.

00:16:44: Also kann ich mir vorstellen, dass das eine Herausforderung sein kann?

00:16:46: Das

00:16:46: ist eine Herausforderungen.

00:16:48: Wenn ich jetzt unser Haus anschaue und da habe ich immer Wert darauf gelegt... Ich habe immer gesagt so ein Unternehmen kann nur funktionieren wenn ich auf so drei Säulen stehe.

00:16:59: Eines sind natürlich ordentliche Arbeitsplätze, Gebäudlichkeiten usw.

00:17:08: Es ist eines dann baue ich Maschinen, die in Ordnung sind.

00:17:12: Die technisch hervorragend sind ist die zweite Säule.

00:17:15: und am Schluss ist es der Mensch, der motiviert letztendlich mit dabei ist, die Maschine bedient und damit auch die Gebäude und die ganzen Strukturen erfüllt.

00:17:26: Auf diesen drei Säulen kannst du ein Unternehmen, glaube ich schon ... Wenn das passt, kannst du einen Unternehmen vorausgesetzt auslauchen dem Speichelsprodukt.

00:17:34: Kannst du ganz positiv leiten?

00:17:39: Ich habe immer Wert darauf gelegt auf den Faktor Mensch, auf die Kommunikation mit dem Menschen.

00:17:45: Auf eine Führung – bei uns ist es natürlich schwierig, da kam vieles von früher her.

00:17:51: Es ist ein Prozess, es ist ein langsamer Prozess.

00:17:53: Da braucht manche Führungspersönlichkeit auch etwas länger bis das alles letztendlich am Schluss dann auch verstanden ist.

00:18:00: aber wie gesagt haben wir immer Wert draufgelegt.

00:18:03: Wir haben Dinge wo ich immer sage, das ist eigentlich unglaublich.

00:18:07: Wir haben so einen richtigen Blumenstrauß an add-ons, an zusätzlichen Dingen.

00:18:15: also zum ein glaube ich dass wir natürlich nicht die höchsten aller Löhne bezahlen, wir können uns nicht mit Daimler oder sonst irgendwas vergleichen.

00:18:24: aber ich glaube dass für die Region eine ganz ordentliche Entlohnung für die entsprechende Arbeit dann auch bieten muss so sein, weil sonst hätten wir ja auch nicht Jubiläen zwanzig, fünfundzwanzig oder noch mehr sogar vierzigjährige.

00:18:39: Die logischen Weise aber all das Bedingte immer weniger werden.

00:18:41: also ist die Entlohnung ein Faktor den man zumindest mal wie immer besser machen könnte aber am Schluss zumindest einmal vergleichbar ist in der Region.

00:18:52: dann haben wir aber schon frühzeitig begonnen mit unserer Straubakademie zusätzliche Dinge anzubieten.

00:18:59: Die Kollegen, das ist heute noch so.

00:19:01: Also kannst du zum einen natürlich Office-Kurse belegen.

00:19:04: Du kannst also Excel, Word und PowerPoint bieten wir an.

00:19:10: Wir haben aber auch Freizeitaktivitäten immer schon angeboten.

00:19:13: Also da waren jetzt erst kürzlich wieder irgendwo bei einem Winzer Besuch gemacht.

00:19:18: Wir hatten Schnupper geholfen, haben Öschberg draußen gemacht.

00:19:23: seit Jahren konstant Yoga-Kurse, Gymnastikkurse und Sportkurse an.

00:19:29: Die regelmäßigen Würchner, die stattfinden, die unentgeltlich sind im Großen und Ganzen.

00:19:34: Außer es gibt jetzt irgendwie einen Variabenkostenanteil, wo man sagt, da müssen wir halt dann was zahlen.

00:19:40: Aber dann übernimmt die Firma meistens auch den größten Teil.

00:19:45: Im Winter haben wir Bastelkurse auf Weihnachten angeboten Und eine ganze Latte an unterschiedlichen zusätzlichen Themen.

00:19:56: Mit dem Gedanken, dass wir natürlich alle zusammenbringen von den Interessen her.

00:20:01: Also die Kollegen aus den Betrieben mit denen aus den Verwaltungen, aus Bräunlingen und aus Blumberg, das die alle miteinander so ein Backkurs machen oder einen Kochkurs macht usw.. Das ist relativ gut besucht, relativ gut angenommen.

00:20:15: leider immer wieder anderen oder von einem bestimmten Kreis, die das machen und dann gibt es welche, die eigentlich da keine Interesse dran haben.

00:20:24: Was eine Schade ist, weil die erreiche ich ja damit letztendlich nicht.

00:20:27: Die sagen sich wahrscheinlich, sag mir lieber ein Euro mehr und dann habe ich mehr davon als wir haben.

00:20:32: So, da kommt jetzt genau diese Unzufriedenheit raus wo ich mir sage woraus begründet sich so eine Unzufredenheit?

00:20:41: Warum bin ich unzufriedene Wenn ich einen Arbeitsplatz habe, der mir eine gewisse Sicherheit bietet.

00:20:49: Der mir mein Auskommen ermöglicht.

00:20:52: Der mich zusätzlich zur Pflege von Kollegenbeziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften noch zusätzliche Plattformen bietet... ...der irgendwo ja auch wenn ich ihn positiv sehe, meinen Tag positiv erfüllt.

00:21:08: Warum?

00:21:09: habe ich da noch unzufriedenheiten.

00:21:10: Warum bekommen wir einen Kununu Eintrag, weil zum Beispiel unser Gärtner längere Zeit krank war und vorm Verwaltungsgebäude der Rasen und die Heckenik geschnitten waren?

00:21:22: Und wie er dann lesen müssen was ist los in dieser Firma?

00:21:25: Strahlemann?

00:21:26: jetzt auf einmal alles pfui nicht mehr hui das hat so Sachen.

00:21:30: warum macht man sowas?

00:21:32: Warum ist man unzufreden?

00:21:33: Ich meine wir versuchen heute ja schon auch der jungen Generation alles entsprechend natürlich auch entgegenzukommen.

00:21:44: Wir haben kein Homeoffice, das machen wir nicht, wenn dann bieten sei mal als Ausweichmöglichkeit, wenn notwendig vielleicht mobiles Arbeiten an.

00:21:53: Das bieten wir hauptsächlich letztendlich auch den jungen Familien an, wenn sie mehr oder weniger mit Kindern ein Thema haben und so weiter.

00:22:02: Wir versuchen dann auch – das ist aktuell auch ein Thema – dass wir Kindergartenplätze bereitstellen mit der Kooperation im Kindergärten in Bräunlingen.

00:22:12: Wir versuchen, alles Mögliche um dem Allem gerecht zu werden.

00:22:15: Und trotzdem du sagst es selber sind so Unzufriedenheiten zu verspüren.

00:22:20: Ja wären alle zufrieden wenn's alles Millionäre wären?

00:22:23: und wenn kann er mehr arbeiten müssen?

00:22:25: Wären dann alle zu frieden?

00:22:27: ich glaube nicht.

00:22:28: Ich

00:22:28: glaube das auch nicht!

00:22:29: Und wir müssen uns doch immer mal im Vergleich mit anderen Ländern ja auch mal sehen wir waren Wir sind es leider nicht mehr und die Gefahr, dass wir da unglaublich absacken, das kommt.

00:22:39: Aber wir waren gesellschaftlich, wir waren wirtschaftlich und damit letztendlich auch sozial gesichert, waren wir bis heute noch.

00:22:51: wie gesagt aber ist die Gefahren, dass es nicht mehr so ist sehr groß.

00:22:56: eines der führenden Ländern zumindest in Europa aber auch letztendlicher weltweit Irgendwo anders zum Arzt, im Ausland zum Arz.

00:23:05: Dann siehst du mal was den Deutschland natürlich alles bekommst.

00:23:08: und warum ist man dann trotzdem unzufrieden?

00:23:10: Oder reden wir uns jetzt noch ein?

00:23:12: Ich glaube kann ich mir vorstellen einem Problem das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite die Leute schauen zu viel auf andere und zu wenig auf sich.

00:23:22: Wir haben glaube ich Zum Glück eine Leistungsgesellschaft.

00:23:26: ich denke es hat Deutschland weit gebracht.

00:23:28: Mal.

00:23:29: aber ich habe wir haben auch eine sehr große Neid Gesellschaft Wahrscheinlich auch aufgrund dieser Unzufriedenheit.

00:23:36: Und ich glaube, das sind großen Teil dazu die Medien beitragen.

00:23:39: Weil wenn man mal einen Blick in die Medien wirft... Ich denke gerade junge Leute hat man manchmal das Gefühl was habe ich noch für eine Perspektive?

00:23:47: Wenn alles nur negativ ist.

00:23:51: Davon leben die Medien nun mal.

00:23:52: Medienagenda Bad News is Good news und was sich auch als ein ganz ganz großen Negativ-Faktor sehe, auch wenn es sehr viele positive Seiten hat gerade für Unternehmen.

00:24:04: Social Media!

00:24:05: Ich hatte noch nie so viel Möglichkeiten mich zu vergleichen, mich in einem sehr jungen Alter zu vergreichen wo ich vielleicht emotional noch gar nicht reif genug bin.

00:24:14: Ich sehe die ganze Zeit andere Leben die aber immer nur Ausschnitte teilen wie schön alles ist.

00:24:20: Influencer?

00:24:21: Ja und jetzt habe ich vielleicht ein tolles Arbeitsplatz einen tollen Arbeitgeber die alles machen.

00:24:27: Ich habe eine Sicherheit, aber Person X Y ist halt fünfmal im Jahr auf Mallorca.

00:24:33: Auf Bali und hat so ein tolles Leben Und die Leute hinterfragen das glaube ich zu wenig und die leute sind zu wenig meiner Meinung nach in der Selbstverantwortung Zu sagen man darf ja auch mal unzufrieden sein.

00:24:48: es kann auch sein dass jemand hier arbeitet er kriegt ihr alles Aber der möchte was eigenes erschaffen aber dann tust

00:24:54: Das glaube ich schon.

00:24:58: Auf der einen Seite will jeder sich selbst entfalten, will seine Freiheiten ausleben auf der anderen Seite erwartet man dass das Staat, der Arbeitgeber oder auch die Familie, die Eltern und wie immer viel für einem übernehmen.

00:25:20: Eigentlich ist es sehr widersprüchlich.

00:25:22: im Endeffekt Und ich glaube schon auch, da bin ich absolut, also da bin definitiv gleicher Meinung und dahingehend haben sich die Zeiten geändert.

00:25:32: Im Endeffekt dass die Medien, das ist keine Medienschelte aber die Schnelligkeit der Informationen wie sie fließen und dann in der Tat auch die Art und Weise was fließt dass das heute schon viel, viel ausmacht.

00:25:48: Und dann sehe ich schon wie andere leben und vergleiche mit mir selber.

00:25:52: Das war früher war es anders.

00:25:53: Früher hat die Mutter zu Hause gesagt jetzt gehst du mal zum Straub oder zum Rekoster oder zum Frei und mach schnell Lehre ja?

00:26:00: Und dann hast ein Job und dann bist du zufrieden!

00:26:03: Ja, das fängt heute schonmal... glaube ich schon mal ganz, ganz anders an im Endeffekt.

00:26:07: Also es hatte begonnen das war ja euer eure Phase damals wo dann die verbindlichen Grundschulempfehlungen weggefallen sind und auf einmal die Gymnasien geflutet wurden mit Grundschulabgänger nach der vierten Klasse, wo die Lehrer am Gymnasium gesagt haben naja die Hälfte die geht zum Weihnachten sind wieder weg des seins was sicher ist da weil sie natürlich hoch selektiert haben.

00:26:33: Aber da haben alle Eltern gemeint, mein Kind muss natürlich aufs Gymnasium, das muss besser werden und muss toll und

00:26:37: klasse.".

00:26:38: Das heißt man hat ja irgendwo gewisse natürliche Prozesse und jeder hat seine Berechtigung mit dem was er tut.

00:26:45: Und jeder hat heute alle Möglichkeiten aus sich zu tun.

00:26:48: Hat man da einfach unterbrochen indem man gewisse Dinge letztendlich anders gesteuert hat?

00:26:53: Wir sind Leistungsgesellschaft.

00:26:55: Ich bin immer noch der Meinung, da stimme ich dir auf.

00:26:58: Wir sind immer noch eine Leistungs- gesellschaft.

00:27:01: Wir wären nicht da wo wir heute sind.

00:27:03: aber das ist verpönt.

00:27:04: Leistung ist zwischenzeitlich nicht mehr was man erbringen möchte und was man auch vorne anstellt.

00:27:14: Also ich glaube wir Deutschen haben gerade explizit nach dem Krieg gezeigt was es heißt nach einem verlorenen Krieg eine der stärksten Wirtschafts-Nationen zu bilden.

00:27:30: Wir haben das nur durch Leistung geschafft, ich vergleichse euch.

00:27:33: Ich zitiere immer diese Trümmerfrauen die mit drei Kindern am Schutz, mit ihren Händen jeden Backstein in die Hand genommen haben und das mit siebzig Stunden in der Woche hier Tag und Nacht gearbeitet haben.

00:27:45: Da waren nicht im Krieg geblieben oder in Gefangenschafts.

00:27:48: Und die haben guckt, dass jetzt auch aus dem Land wieder aufbauen.

00:27:51: und dann kam ja die Wirtschaftswunderjahre und da war Leistung, weil jeder wollte das im Endeffekt.

00:27:56: Heute ist es so, dass man einfach viele es einfach fordern, weil es ja da ist im Endefekt und es nicht mehr vorne angestellt wird.

00:28:04: Fängt an!

00:28:06: Das Bundesjugendspiele jetzt wieder mit Leistung letztendlich honoriert wird.

00:28:12: Man hat sich hier überlegt in den kleinen Fußballklassen, dass es da keine Fliere und Gewinner mehr gibt, dass man keine Tore mehr zählt.

00:28:21: Meine zur Freude aller sechsjährigen Jungs, achtjährige Jungs die alle natürlich gewinnen wollen war das eine Katastrophe, sage ich mal ganz ehrlich.

00:28:30: Das war aber so ein Trend, der immer noch anhält.

00:28:33: Aber der offensichtlich jetzt zu bröckeln beginnt... ...der ganz klar belegt das Leistung nicht mehr honoriert wird.

00:28:40: Aber wir können nur mit Leistungen nach vorne kommen!

00:28:43: Wenn du sagst ich bin... Ich bin den Mensch, der möglicherweise keinen Abitur machen möchte.

00:28:50: Der macht Realschulle oder Werke-Realschule.

00:28:52: Er macht zehn Jahre Hauptschule Grund und Hauptschulle, Werke Realschulle Abschluss.

00:28:57: Ich mache eine Lehre Und wenn dann aber irgendwann mal der Knoten fällt, kann er weiter machen.

00:29:02: Dann kannst du bis zu einer Promotion am Schluss ja noch letztendlich nicht mehr machen.

00:29:05: Der kann nach der Lehre sein Gesell machen, der kann nach dem Gesell meistermachen und seinen Techniker machen.

00:29:11: Er kann ihn in Fortwang an der HFU, kann seine Bachelor sein Master machen und kann dann aufgrund der Kooperation mit Freiburg auch eine Promotion machen.

00:29:20: Das ist jetzt nicht mit einem Hauptschulabschluss im Endeffekt.

00:29:23: Das isst, wenn einer will heute alles durchlässig und vor allen Dingen möglich!

00:29:28: Aber es geht noch mit Leistung im Endeffekt.

00:29:29: Das war schon immer so, arbeitest du gut?

00:29:31: Bekommst du gutes Geld?

00:29:33: Leistest du Gut?

00:29:34: Bekomst du ein ordentliches Ding zurück?

00:29:39: Also von dem her... Ich glaube ohne Leistungen werden wir auch nicht mehr weiterkommen ist leider ein bisschen ins Hintertreffen geraten aber dadurch entsteht sicherlich auch Unzufriedenheit.

00:29:51: Ja das glaube ich auch!

00:29:54: Es bleibt auch spannend und eine Herausforderung weiter mit umzugehen.

00:30:00: Aber wie du ja zu Beginn schon gesagt hast, das wird es immer geben und vielleicht ist das mal der gesellschaftliche Teil dann ist der wirtschaftliche Teil der Herausforderung schafft.

00:30:09: aber ich denke dass dran bleiben und nach vorne schauen ist da die einzige Haltung die man einnehmen kann.

00:30:15: alles andere hat man wahrscheinlich wenig in der Hand.

00:30:17: Ich glaube auch noch einen Punkt oder so, ich glaube es sind nicht die jungen Menschen die per se so sind Also die jungen Leute, die haben zwar ihre Gen Sie und Gen Schlamm nicht tot.

00:30:31: Die haben da ihre Anforderung.

00:30:32: Und die haben vielleicht auch zu Recht ihren Anspruch an sich selber.

00:30:37: Wenn sie meinen dass sie mit einer Work-Life Balance mit einem ausgeglichenen Freizeit zum Arbeitsverhältnis das muss ausgeglichen sein um mit dem dementsprechend daraus resultierenden Einkommen wenn sie damit zufrieden sind und Lebensqualität schaffen dann ist es alles zu respektieren.

00:30:52: Das ist so und ich weiß es, wir haben auch genügend junge Leute die einfach cool sind, die einfach gut drauf sind, genau wissen wo raus drauf am kommt.

00:31:03: das ist ja nicht so dass die heute alle schlecht sind um Gottes Willen aber ich sage eines es sind oft vielleicht ist es des Elternhaus was da einen entsprechenden sagen mal Richtungsweisung reingibt nach dem Motto du solltest mal besser haben wie wir und ihr sollst mal besser gehen wie wir diese alten Themen dieses Helikopter der Elternthema, was ja dann schon im Kindergarten beginnt.

00:31:25: So eine Selbstständigkeit erziehen, dass die immer noch bei einem dabei sind.

00:31:31: Ich glaube das Elternhaus da schon ein Thema ist wo diese Dinge eingeschlagen werden?

00:31:36: Dann haben wir vielleicht auch ne Politik die da sag ich mal in die Richtung geht, die vielleicht nicht immer diesen Leistungsaspekt im Vordergrund stellt und vielleicht auch Dinge ermöglicht die sozialen Systematik und so weiter.

00:31:52: Man kann ja auch mit wenig noch was erreichen.

00:31:55: in dem Fall, all diese Themen ich glaube das ist gesellschaftliche vielleicht auch das familiäre und vielleicht auch das politische Umwelt schon auch prägend ist für die jungen Leute.

00:32:07: Und nicht jeder sich diesen süßen Früchten, sag ich mal so widersetzen kann wie ein anderer.

00:32:14: aber ich möchte schon sagen dass letztendlich auf den jungen Leuten die Zukunft unseres Landes unsere Gesellschaft ruht und sie sind schon gut drauf.

00:32:24: Manchmal braucht es ein bisschen länger, um zu verstehen in welche Richtung es geht.

00:32:27: Aber ich möchte da sicherlich keinen Jugendbashing oder so was stehen lassen.

00:32:32: Nein, nein!

00:32:32: Ich glaube auch dass die jüngeren Generationen mehr anfangen.

00:32:36: zur Hinterfragen und was du jetzt gerade gesagt hast...ich bin auch der Meinung das sehr viel des Elternhaus, die umständigen alles für unterschiedliche Startbedingungen sorgen mit Sicherheit.

00:32:48: aber ich glaube oder ich finde irgendwann ist man an einem Punkt Egal wie die Bedingungen davor waren, wo man sagen kann okay und jetzt hab ich's halt selber in der Hand.

00:32:59: In welche Richtung ich gehen möchte?

00:33:01: Absolut!

00:33:03: Ja es ist so dass vielleicht das Elternhaus nicht immer... tollen, positiv zukunftsfördernden Aspekte mit reinbringt.

00:33:17: Aber wenn natürlich mal ein Elternhaus dementsprechend strukturiert ist und materiell entsprechend dann fällt vieles leichter.

00:33:27: aber ich möchte eines sagen Ich habe es gerade vorher erwähnt Wenn jemand will kann er egal mit welchen Startmöglichkeiten schon das bestmögliche raus holen.

00:33:39: in aktuellen Spiegel zum Beispiel diese Woche Es ist ein interessanter Bericht drin, und zwar junge Leute die Migrationshintergrund haben.

00:33:54: Offensichtlich gibt es noch Postings, eine Geschichte in den Vorworten ihrer Bachelor und Masterarbeiten.

00:34:00: Sich bei ihren Eltern und Großeltern bedanken die dann aus Albanien oder aus keine Ahnung irgendwo hergekommen sind und den Grundstein für das gelegt haben in Deutschland dass die jungen Leute jetzt hier studieren konnten usw.

00:34:14: Es ist interessant muss man sich einmal zu Gemüte führen.

00:34:20: Das heißt ja Es fällt leichter, wenn du gut situiert, sag ich mal groß wirst.

00:34:27: Fällt leichter kein Thema.

00:34:29: aber wenn das nicht der Fall ist es andere nicht unmöglich weil unses System das her gibt.

00:34:35: Ist nur der falsche Ansatz.

00:34:37: zu sagen Man muss alles umvorteilen, dass alle die gleichen Chancen haben.

00:34:40: Weil das wirst du nicht hinbekommen und mit Umverteilung wirst Du auch nicht das Ergebnis erreichen was man letztens nicht ideologisch erreichen möchte.

00:34:48: Deswegen denke ich, das System bietet heute schon alle Chancene.

00:34:53: Man muss nur wollen!

00:34:54: Und da sind wir wieder beim Punktleistungen.

00:34:56: Ja, da gehe ich komplett mit.

00:35:00: Ich würde gerne noch ein bisschen mehr zu dir und deiner Person gehen.

00:35:04: Ich habe das Gefühl, da ist auch sehr viel stolz dabei auf so eine lange Tradition zu blicken und auf so ne Familiengeschichte auch.

00:35:12: Und so ne Leistung in der Familie.

00:35:15: Hattest du jedes Gefühl dadurch dass halt so ein Familienunternehmen da war?

00:35:20: Dass der Weg irgendwie vorbestimmt war?

00:35:27: Da muss ich jetzt wieder an die Chronik denken.

00:35:31: Da ist ne Passage drin, ein Interview von Alexander und von mir ... wo wir unsere Kindheitserinnerung schildern.

00:35:41: Ja, wir sind... Nein nicht ja!

00:35:43: Also wir sind mit der Firma groß geworden aber wir sind eher spielend mit einer Firma großgeworden.

00:35:49: das heißt ich habe mir zwar immer gewünscht dass mein Papa vielleicht ein Spielwaren-Spieldzeugfabrikette weil da hätte man natürlich viel mehr anfangen können Aber wir haben aus dem Werkstoff Wellpappe das bestmögliche gemacht.

00:36:04: Also ich hatte so einen Kettkart, mit dem Kettkar habe ich dann immer so eine Schachtel drauf mir gemacht oder machen lassen und hab mir meine Tür reingeschnitten.

00:36:14: Meine Fenster reingeschüttet.

00:36:15: Das war mein Auto, das war natürlich eine tolle Geschichte.

00:36:17: da hat man gesagt wir haben gespielt, wir haben mit dem Produkt gespielt Wir haben in der Firma gespielt zum Leitwesen unserer Väter und vom Großvater weil es ja ein Firma ist kein Fabrik ist keinen Spielplatz.

00:36:28: aber wir sind schon spielerisch groß geworden mit der Tatsache, dass da eine Unternehmung ist.

00:36:34: Trotzdem habe ich von meinem Elternhaus her eigentlich nie den Druck gehabt das es geheißen hat, das musst du mal alles machen.

00:36:45: Also mein Vater hat mir alle Freiheiten gelassen und das hab' ich dann bei meinen Kindern auch eigentlich fortgesetzt weil ich fand es bei mir gut und meine Kinder haben mir das dann glaube ich auch gotiert.

00:36:54: Das sie es gut fanden was ich in die Freiheit gelassen.

00:36:59: Ich hab was völlig anderes studiert, wie das, was man eigentlich erwartet hat.

00:37:02: Und für mich war ich nie klar, dass ich hier in die Firma gehe.

00:37:05: Ich wollte eigentlich irgendwas anders machen.

00:37:06: Ich war auch mehrere Jahre in Amerika drüben und ich bin da auch in andere Bereiche dann auch vorgestoßen.

00:37:14: Und ich hatte dort Arbeitsangebote, die hätte jederzeit letztendlich in Amerika auch bleiben können, sodass ich eigentlich nie den Druck hatte, ah, ich muss in der Firma oder wir haben meinen Vater kamen ein paar Mal zu mir rüber Wollte sich nur erkundigen, wie es bei mir so läuft oder ob er damit rechnen darf.

00:37:29: Oder kann oder soll oder muss weil jetzt kommt da langsam die Zeit dass er mal irgendwas regeln sollte oder wie auch immer und so weiter.

00:37:35: Wie's mit entgeht?

00:37:36: Und wir haben gesagt ja so und so und aber hat mich nie Druck ausgeübt.

00:37:41: Irgendwann kam das bei mir dann selber dann.

00:37:42: Das war dann aber schon in den neunziger Jahren Anfang Neunzigjahre, wo ich gesagt habe na ne also ist alles gut im Endeffekt.

00:37:51: und ja nee ich möchte schon eigentlich wieder nach Haus.

00:37:55: Also, nach Haus hat dann nicht Hüfinge Browning, erhüfige Donations und nach Haus war Browning für mich im Endeffekt.

00:38:01: Und wenn ich natürlich schon in Browning bin, dann gehe ich ja logischerweise in die Firma und habe meinen Vater dann letztendlich auch mit ihm gesprochen, hab das dann geklärt mit ihm... ...und da hatte er nur gesagt naja wusste ich es doch, die Kreise schließen sich und mit der langen Leine konnten solche Entscheidungen natürlich viel leichter.

00:38:18: Insofern hatte ich nie den Druck oder nie das Gefühl zu müssen sondern ich hatte dann ganz einfach an der langen Leine, hatte ich die Möglichkeit mich selber letztendlich zu verwirklichen oder die Dinge, die mich meinen mein eigenes Interesse betrafen.

00:38:33: Aber am Schluss hat sich der Kreis geschlossen und das ist eigentlich bei meiner Tochter zum Beispiel ähnlich wie Lisa.

00:38:40: Ich habe gesagt zu beiden zur Förderung Lisa ihr dürft studieren was ihr wollt ihr müsst nur irgendwann mal ernsthaften Abschlusswillen zeigen also keinen ewigen Studenten zum einen Und ihr müsst irgendwann mal in der Lage sein für den Rest eurer Lebens.

00:38:55: Wir hatten sehr froh davon, dass man mit der Berufswahl am Schluss sich dann auch da vorstellen kann bis zur Rente damit zu beschäftigen.

00:39:05: Lisa wollte unbedingt Archäologie studieren und hat den Tübing dann ja eine Archäologie studiert.

00:39:10: Dann hat er irgendwie nach.

00:39:11: Ist vielleicht doch nicht.

00:39:13: Da habe ich gesagt das wird fertig gemacht.

00:39:15: Hat dann ihren Bachelor in Archeologie in Tübbing gemacht hat dann eine Hundert- und Achtzig Gradkehre gemacht.

00:39:20: Er hat von sich aus ein Wirtschaftsmaßner an der ZU in Friedrichshaven gemacht, ist jetzt noch extern und wird aber nächstes Jahr ins Haus kommen.

00:39:27: Das heißt auch da habe ich keinen Druck ausgeübt und irgendwo kommt diese Erkenntnis von ihr selber.

00:39:33: während der Frederik, der ist in der Wissenschaft.

00:39:37: Der ist einfach Naturwissenschaftler und ob er die ehemals in einer Firma sich wohlfühlen würde weiß ich nicht.

00:39:42: Der fühlt sich eher so als Labormaus grad wohl.

00:39:45: Aber mal gucken was da noch draus wird!

00:39:47: Aber sie sind druckfrei und das durfte ich erleben, durfte von meinem Vater damals so erleben.

00:39:54: Und ich glaube es hat sich dann ganz gut ausgewirkt.

00:39:58: Das hört sich auch sehr schön an!

00:40:00: Ich glaube nämlich auch ist ja eigentlich ein Naturprinzip.

00:40:04: Je mehr man herziehen will desto mehr kommt wahrscheinlich Gegendruck und deswegen ist ja auch... Also ich meine es bringt ja auch niemandem was wenn man jemanden in eine Position zwängt wo er sich nicht wohlfühlt.

00:40:15: Es wird der Firma ja auch nichts bringen.

00:40:16: Nochmal, du musst dir am Schluss eine Berufswahl finden mit der du dich ein ganzes Leben lang arrangieren könntest.

00:40:24: Ja?

00:40:24: Also es war früher... Ich habe hier einen Kollegen in Bräunlingen lang pensioniert.

00:40:29: Zudem kamen wir mit... Mit fünfzehn, das schon hundertfünfunddreißig tausend Jahre her, kam sein Vater.

00:40:35: Du... ich hab deine Lehre da beim... bei dem und dem.

00:40:39: Da fangen schon Montag an.

00:40:41: So, dann hat er mit fünfzehnen ne Malerlehre angefangen und war sein Leben lang Mahler!

00:40:46: hat es nie bereut, aber am Ende natürlich aus einer Zeit geboren die du heute nie mehr so letztendlich unterbringen könntest.

00:40:59: Heute ist das anders.

00:41:00: Heute haben wir so viele Möglichkeiten und Variationen um irgendwas zu erlernen ob dass sie die verschiedenen Institutionen sind, aber auch die verschiedenen Fachbereiche, die ja noch mal tausendfach untergliedert sind mit entsprechenden Fachrichtungen.

00:41:14: Da muss schon gut nachgedacht und ausgewogen werden in welche Richtung man sich entwickeln will und ob man sich dann auch noch zwanzig-dreißig Jahre danach mit der Entscheidung noch zurecht findet.

00:41:25: Das ist schon schwierig!

00:41:27: Aber ich denke...

00:41:31: Ja bleibt einem glaube auch nichts anderes übrig?

00:41:36: Was mich interessieren würde das ist ja jetzt sehr viel Verantwortung, wo du auch trägst.

00:41:41: Also das kann man ja glaube ich nicht leugnen egal ob es die Menschen sind für die man Verantwortung trägt oder auch Familien dran sind.

00:41:49: Die Summen, die da auch fließen und auch eine Unternehmensgeschichte auf die man zurückblickt.

00:41:54: Du hast jetzt vorhin gesagt, du bist da sehr spielerisch auch drin groß geworden.

00:41:58: hat sich dadurch das auch entwickelt und gar nie so schwer angeführt?

00:42:02: Oder wie trägste du das alles quasi?

00:42:09: Zum Einen gibt es einen schönen Spruch, man wächst mit seinen Aufgaben.

00:42:14: Das war bei mir dann sicherlich auch so.

00:42:19: Ich kam zwar von extern und ich war auch extern.

00:42:22: Ich habe in Amerika drüben Betriebe gesehen, hab da ja zum Teil praktisch mich betätigt.

00:42:31: Ich war dann hier in Europa nochmal in einem Zuliefer-Unternehmen für unsere Branche.

00:42:38: Das heißt, ich habe dann schon auch externe Dinge gesehen aber jeweils letztendlich auch sage mal im Rahmen der mir letztendig obliegenden Verantwortlichkeiten und Aufgaben.

00:42:54: Und irgendwann natürlich dann Geschäftsführer einer von zwei Geschäftsfühler bei der Firma Straub zu werden.

00:42:59: als Nachfolger meines Vaters war natürlich dann schon eine Aufgabe Sagen wir mal spannend.

00:43:09: Aber ich habe jetzt nie irgendwie schlaflose Nächte deswegen gehabt, ob ich dieser Aufgabe standhalten könnte oder diese Verantwortung standhalten konnte weil ich glaube schon Schritt für Schritt da reingewachsen bin und ich hatte ja dann auch zwei wirklich tolle Jahre.

00:43:27: Ich durfte zusammen mit meinem Onkel zusammen ein Geschäftsführer sein also ich hab meinen Vater Habe ich ihn abgelöst, er ist in den Ruhestand gegangen und war dann mit meinem Onkel Fritz Friedrich wird.

00:43:43: Noch zwei Jahre und hatte natürlich da einen erfahrenen Geschäftsführer meiner Seite was natürlich mir in diesen wachsenden Aufgabenschritten natürlich auch geholfen hat.

00:43:57: Und dann ist es letztendlich so, dass du wie gesagt mit den Aufgaben, mit den Größen und mit den Verantwortlichkeiten wächst man einfach rein.

00:44:07: Es ist ja nicht so, das du jetzt da brus allmächtig bist und auf einem ganz obersten Stuhl sitzt und sagst, das machen wir so oder das machen mal so oder so.

00:44:21: So führen wir zumindest!

00:44:24: Heute noch nicht unser Geschäft.

00:44:27: Wir machen das schon im Team, wir haben schon ein heute mehr denn je ganz tolles junges leistungsfähiges Team wo auch die Zukunft tragen wird.

00:44:39: Haben wir natürlich miteinander, wo wir natürlich Entscheidungsfindungsprozesse miteinander betreiben und wo wir auch die einzelnen Fachmeinungen definitiv diskutieren mit reinnehmen.

00:44:49: Am Schluss muss einer natürlich die Verantwortung tragen.

00:44:51: Das tut er!

00:44:52: Aber das tut er dann letztendlich nach guter Abwägung und vor allen Dingen nach gutter Beratung mit den eigenen Leuten.

00:45:00: Und ich glaube, das ist was wo wir eigentlich die letzten dreißig Jahre gut draufzählen konnten und wo ich auch denke dass man in Zukunft auch gut darauf zählen kann.

00:45:08: Das sind alle jungen Leute, die uns nachfolgen.

00:45:13: wenn sie dieses Teamprinzip irgendwo beibehalten dann glaube ich, ist es das Beste was man tun kann in der Unternehmung wie bei uns.

00:45:20: Und wir haben ja überall unsere Fachleute ob das im Finanzbereich, im Verkauf oder in der Technik und so.

00:45:26: Ich maße mir nicht an ein allwissender Wellpappenhersteller zu sein, ich maße mich nicht an einen allwissener Bilanzbuchhalter zu sein ,einen allwisser Personalwirtschaftler zu sein.

00:45:41: Das ist nicht der Fall!

00:45:44: generalistisch geprägt, dass ich glaube ich mal in der Abwägung aller entsprechenden Faktoren für die einzelnen Bereiche mit den Fachleuten zusammen dann auch die richtigen Entscheidungen fällen kann.

00:45:55: Also ich denke das ist schon... hat sich so im Laufe der Jahre dann auch ganz gut entwickelt.

00:46:02: Ich bin nicht wahnsinnig bewundernswert was da?

00:46:06: also?

00:46:06: ich denke es ist mit Sicherheit auch irgendwo Typ Sache mit Sicherheit nicht jeder dafür gemacht und vor allem nicht ohne schlaflose Nächte aber es ja auch mal Spannend zu sehen, dass das mit Sicherheit auch ein Faktor war.

00:46:18: Dass man da halt reingewachsen ist und es nicht jetzt von heute auf morgen so.

00:46:21: Und jetzt mach mal.

00:46:23: Muss einmal sehen wie wir gewachsen sind?

00:46:26: Ich meine Wir haben das was wir von unseren Vätern übernommen haben in den neunziger Jahren Haben wir ja weit mehr als verdoppelt Auf der Grundlage dessen was sie uns natürlich damals auch geschaffen haben.

00:46:40: Aber wir haben das nach vorne getrieben und was wir immer gemacht haben und es ist aber auch irgendwo sei immer schon bezeichnend für uns, für die Art und Weise wie wir arbeiten und wie wir letztendlich auch denken.

00:46:52: Wir haben das immer im Rahmen des Möglichen gemacht.

00:46:57: also wir waren nie harakirimäßig unterwegs in allen Entscheidungen!

00:47:03: Wir haben immer gut abgewogen, gut überlegt.

00:47:07: können wir uns es leisten?

00:47:09: gibt es eine Exit-Strategie, wenn morgen die Konjunktur zusammenbricht oder all diese Themen.

00:47:14: Man hat das schon immer sehr gut durchdacht und wir haben uns auch nie irgendwie Hals über Kopf in irgendwelche riesigen Begeben, sondern eigentlich immer PÖAPÖ mit den Dingen nach vorne gegangen.

00:47:24: Und dann wächst du natürlich in einer Art und Weise, dreißig Jahre sind eine lange Zeit.

00:47:27: da wird natürlich schon viel geschaffen, aber da kommt ein Schritt auf den anderen immer gut abgewogen, immer gut überlegt, gut entschieden.

00:47:37: nie dass man sagt wir wollen jetzt unbedingt dreifach wachsen, Koste ist was es wolle.

00:47:42: nein so waren wir nie!

00:47:44: Wir sind immer sagen mal natürlich machbar nach vorne gegangen.

00:47:49: Wenn die Gesellschaft heute Investitionen beschließen, dann wäre die Grundsätzlich immer so beschlossen, sofern wirtschaftlich und konjunkturell machbar.

00:48:02: Das heißt du kannst jetzt was beschließen dass wir Ende des Jahres nächstes Jahr die und die Investition tätigen.

00:48:10: wenn aber bis dahin weiß der Teufel was passiert damit ist ja fatal an solchen Beschlüssen festzuhalten.

00:48:14: also haben wir beschlossen müssen machen nein müssen wir nicht.

00:48:17: Wenn es jetzt gerade nicht opportun ist, weil sich irgendwelche Bedingungen verändert haben.

00:48:22: Dann muss man halt einfach auf die Seite schieben und sagen Jetzt gucken wir das uns konsolidieren wieder Und dann holen wir das dann zum späteren Zeitpunkt wieder raus und setzen's fort.

00:48:31: Das ist glaube ich ganz wichtig.

00:48:32: Wir haben uns nie in so Harakiri Risikothemen Begeben und das war vielleicht eine der schon auch typischen Methoden, wie wir das explizit wir wird miteinander immer gemacht haben.

00:48:50: Und was würdest du sagen?

00:48:51: Was waren so Schritte oder Entscheidungen oder Meilensteine die auch maßgeblich zu diesem Erfolg und diesen Wachstum dann beigetragen haben?

00:49:01: Also grundlegend war das, was unsere Väter, two ninety-two gemacht haben mit dem Ausbau vom Bräuniger Werk.

00:49:10: damit war aber auch klar Man wird nie, was auch mal schon überlegt wurde in den Achtzigerjahren.

00:49:16: Damit war klar, dass man nie beide Werke in eines zusammenfasst auf einer schön und großen grünen Wiese.

00:49:24: Das war klar!

00:49:25: Im Ausbau des Werks Bräunlingen war klar wir werden Blumberg behalten.

00:49:31: Da konnten wir da aber dann eine ordentliche Steigerung in den neunzigen Jahren hinbringen, die uns natürlich schon die Grundlage für ein Wachstum mehr oder weniger ergeben hat.

00:49:38: Daraufhin kamen in den Nullerjahren der Ausbau des Werks im Blumenberg.

00:49:48: Weil wir dann gesagt haben, wenn man hier in Brunning A sagen, da müssen wir in Blumberg B sagen.

00:49:53: Um das Werkplatz auszuband.

00:49:54: Das war ganz wichtig!

00:49:55: Da sind allein zehn Tausend Quadratmeter Lagerflächen hinzugekommen und wir haben entsprechende weitere Flächen geschaffen.

00:50:03: Wir haben das Werk dort modernisiert, wir haben das Layout geändert usw.

00:50:07: auf ein für damals modernes ordentliches Wellparkenwerk.

00:50:11: Klar, wenn du heute auf die Grüne Wiese baust, ist wieder alles anders wie jetzt zum Beispiel Werk drei da unten.

00:50:16: Aber das war entscheidend, dass Blumberg letztendlich dann auch manifestiert richtig war und so weiter, dass wir es gerichtet

00:50:22: haben.".

00:50:23: Und dann kam eigentlich eine Glück... Das war schon Ende.

00:50:26: In der Ninzeund Achtund Neunzig war schon ne glückliche Fügung als mich der Kollege von der CoatsMets damals angesprochen hatte.

00:50:36: Der damalige Geschäftsführer, der Herr Mann Meier, der sagt Steffen Wir müssen den Standort hier verkleinern hättet ihr Interesse an einem Teil unserer Gebäudlichkeiten, wo auch wenn ich sofort gesagt habe ja machen wir jederzeit und haben dann diesen einen Teil, diesen älteren Teil der heute noch steht kaufen dürfen.

00:50:56: Wir hatten dazu eine Ex-Lager drinnen gehabt, konnten dann später dann auch in der Tat da noch Produktion reinmachen das war auch mithin ein entscheidender Punkt und im Jahr anderen Teil kaufen, wo jetzt das neue Werk drauf entstanden ist.

00:51:10: Das heißt der Kauf dieser Zukunftsflächen, der Mets, Coats Mets in Bräunlingen war schon markant für uns aber auch richtungsweisend dass wir zum Beispiel uns nicht irgendwie nach außen irgendwo andere Regionen und andere Gebiete aus Deutschland oder Osteuropa expansiv bewegen werden sondern dass wir unsere Standorte natürlich dann aufbauen also beginnen da auf zwei neunzig hier im Bräuning nuller Jahre in in Blumberg weitergehen, kauf das Metzgeländes und Entwicklung des Metz-Geländes dann letztendlich das Hochregalager was wir da ja vor fünf sechs Jahren die ganze Logistik im Betrieb genommen haben.

00:51:48: Vor zwanzig Jahren mit der Welt da angefangen aus der Schweiz rüber geholt und hier in Bräunlingen aufgebaut.

00:51:54: all diese Themen das waren schon diese Meilensteine auf denen wir ein Fuß nach dem anderen jetzt endlich auch aufsetzen konnten.

00:52:02: bis heute natürlich dieses Werk drei Was jetzt ja entsteht an der Hüffinger Straße mit zwanzigtausend Quadratmeter, Niegelnagel-Neues Verarbeitungswerk.

00:52:10: Da sind wir natürlich ganz stolz drauf.

00:52:12: Das ist für meine Generation das letzte große Projekt aber auch das größte Einzelprojekt was das Unternehmen und die Familie in den vergangenen Fünfzig Sechzig Siebzig Jahren gestemmt hat.

00:52:25: Anfangs!

00:52:27: Da hat man gesagt, man macht es um den Leuten zu zeigen.

00:52:29: Es gibt ein bisschen Entlastung da entstehen neue Kapazitäten.

00:52:32: dann kam die ganze Wirtschaftsproblematik mit Corona nach Corona Krieg Ugreine wo natürlich alles wieder danach unten gegangen ist Wo die Energiepreise gestiegen sind wo die Wirtschaft angefangen hat zu lahmen.

00:52:45: Dann haben wir schon gesagt haben wir da die richtige Entscheidung gefällt?

00:52:48: ich weiß es netter.

00:52:49: Heute vertrete ich ganz klar die Meinung das ist die Basis der nächsten Generation.

00:52:54: Darauf wird die nächste Generation letztendlich sich dann auch entwickeln können, was dringend notwendig ist.

00:52:59: Und hätten wir das jetzt nicht gemacht?

00:53:01: Dann wäre Zukunft schon schwieriger gewesen zu gestalten.

00:53:05: also ich glaube dass es jetzt auch wieder einer der Meilensteine sein wird, die in der Geschichte und zumindest ein Unternehmen wieder nach vorne bringen wird.

00:53:13: Ist immer ein bisschen die Frage ob das sinnvoll ist sich das zu fragen weil man's nicht ändern kann.

00:53:19: aber gibt's auch etwas wo du gesagt hast Das würdest du im Nachhinein anders machen?

00:53:25: Es gibt schon gewisse Dinge.

00:53:29: Als Nächstes mal in der Rückbetrachtung glaube ich schon, dass wir für uns entsprechend – es fängt beim Typus an wie wir sind, wie ich bin, wie meine Cousins, wie wir haben das gemacht, was wir richtig gemacht haben.

00:53:50: So, als ich von der Uni kam und als ich dann hier ungestürmt dann auch angefangen habe.

00:53:57: Habe ich meinen Vater zuerst mal gesagt naja das ist alles Kacke was ihr hermacht.

00:54:04: Jetzt kommt er zuerst einmal an und schaltet es erstmal an und zwar ist er dort.

00:54:08: Jahre später muss ich sagen wir haben einen gewissen Stil, gewisse grundlegende Dinge fortgeführt haben sie natürlich dann modernisiert, weiterentwickelt im Endeffekt.

00:54:20: Aber ich glaube es war richtig so zu tun wie wir's gemacht

00:54:24: haben

00:54:26: weil wir das sind.

00:54:28: Wir sind keine Harakiri Menschen die jetzt da voll ins Risiko gehen sondern wir wollen schon auch eine gewisse Sicherheit unter den Füßen haben Weil da hängt ja, wie du vorher auch richtig gesagt hast, da hängen natürlich Verantwortlichkeiten nicht nur unsere Familie und unserem Unternehmen gegenüber sondern jedem einzelnen Mitarbeiter und dessen Familie natürlich gegenüber auch dran.

00:54:50: Insofern muss man dann schon sehr gewissenhaft umgehen.

00:54:55: Das haben wir glaube ich gemacht so wie wir als Typen dann auch ticken.

00:55:00: Es gibt auf ein langes Wege über drei Dekaden hinweg immer Dinge, die man anders hätte machen

00:55:10: können.

00:55:13: Es gibt auch sei mal Entscheidungen wo nicht so erfolgreich waren aber keine.

00:55:21: diese Entscheidung, keine dieser Themen war so dass sie uns jemals in der Existenz erschüttert hätten oder auch dass das Risiko nicht irgendwo kalkulierbar gewesen ist, gewesen wäre.

00:55:42: So dass man sich es nicht hätte leisten können.

00:55:46: Mein Vater hatte in den Achtzigerjahren in Drossingen die F-Ratuk damals gekauft.

00:55:53: Das war ein Unternehmen mit dreiundzwanzig Mitarbeitern.

00:55:57: Das waren, ich glaube, dreißig Millionen D-Mark Umsatz damals.

00:56:03: Die wurden von einem Konzern verkauft und die Angst... Der Väter war dann so, also es war nach dem Motto Wenn wir das nicht kaufen Dann kommt vielleicht ein Wettbewerber in der Region und setzt sich da genau in dieser Fabrik natürlich dann nieder Und macht uns direkt hier vor Ort Entspreinkonkurrenz.

00:56:23: Es waren anderes Produkt, die haben Falschachteln gemacht mehr im Kartonbereich, also nicht unser Weltpappen-Bereich auch Verpackungen.

00:56:32: Aber so wie früher die Zambascher Schachtel und solche Sachen haben wir wieder gemacht war aber nicht unseren Metier und die waren höchst defizitär.

00:56:40: Die sind dann in den Inselvenz gegangen.

00:56:45: Wir haben da nichts gemacht, wir haben ein Geschäftsführer drauf.

00:56:50: Das sind Dinge, wo man sagt hätte man das wirklich unbedingt kaufen müssen.

00:56:53: Damals hätte man es wirklich machen müssen.

00:56:56: aber gut das ist dann passiert und das war dann weg ohne dass jetzt endlich hier bei Straub irgendwas passiert wäre solche Sachen im Endeffekt oder wir haben auch mein Produkte investiert die sich einfach nacheinander rausgestellt haben dass sie ganz einfach nicht profitabel sind oder für uns auch nicht realisieren lassen.

00:57:14: Aber wie gesagt, wenn du da einige Dekaden schon wegenlang gehst dann sind oft mal solche Dinge die natürlich links und rechts mal passieren.

00:57:22: Aber per se zu sagen das war ein katastrophaler Fehler den hätten wir definitiv anders machen müssen fällt mir jetzt nicht sein.

00:57:31: Ich denke auch als ich glaube es gibt fast kein Unternehmen was nicht auch meine Entscheidung getroffen hat die dann halt Profitabel war oder nicht in die richtige Richtung geführt hat.

00:57:42: Und ich denke, solange man das reflektiert für sich da trotzdem was Positives draus sieht und wenn es nur eine Erfahrung ist oder zu wissen okay die Richtungen fahren wir in Zukunft nicht mehr dann gehört das ja genau so dazu.

00:57:54: Also Unternehmer kommt von Unternehmen und das heißt er muss tatsächlich aktiv etwas unternehmen und dass man wenn man ein Produkt macht sich schon Gedanken macht Wo ist dieses Produkt in seinem Life-Seikel, in seiner Entwicklungsweg?

00:58:16: Wo ist ein Reifegrad erreicht?

00:58:18: oder wie auch immer.

00:58:18: Jetzt haben wir wirklich das Glück dass wir mit unserer Wellpappe einen Produkt haben die Volkswirtschaft erst möglich macht weil ich kann mir nicht vorstellen dass die ganze Logistik wie wir sie heute ja auch kennen Amazon Zalando und Schlammig Tod diese ganzen Logistik-Themen, dass man die mit anderen Produkten als mit unserem Produkt macht.

00:58:40: Also das sind Milliarden von Paketen, die da ja in Deutschland ja auch alle in Deutschland letztendlich ausgetragen und ausgeteilt werden im Jahr

00:58:50: usw.,

00:58:51: wenn man sich vorstellt, dass diese Milliarden von Parketen, dass sie alle zurückgeführt werden müssten weil man unbedingt meinen muss jetzt ein Kunststoffmehrwegsystem oder sowas.

00:58:58: Das funktioniert nicht!

00:58:58: Ich würde niemals funktionieren logistisch schwer, das ist das absolute Chaos.

00:59:02: Das heißt unser Produkt ist ein wesentlicher Teil zum Gelingen einer Volkswirtschaft.

00:59:07: Das ist das eine, aber Volkswirtschaften wachsen ja nicht immer unsere in Deutschland auch nicht gerade,

00:59:12: d.h.,

00:59:12: wir haben so einen bestimmten Sockel.

00:59:15: D.h.

00:59:16: du musst natürlich immer die Augen offen haben nach links und rechts deines Weges.

00:59:21: wo ist etwas was ich möglicherweise hinzunehmen kann, kombinieren kann.

00:59:26: Was ich möglicherweise auch machen kann, produzieren kann und so weiter und so fort um hier ganz einfach möglicherweise Cash House mir ins Boot zu holen oder vielleicht auch irgendwo ein Fuß irgendwo anders rein zu machen.

00:59:39: das haben ja unsere Vorfahren ja auch gemacht als sie dann gemerkt haben dass sie vom normalen Müller Betrieb als es dann unwirtschaftlich geworden ist als man angefangen hat Holzwolle zu machen und aus der Holzwolle den Gedanken in eine Verpackung mitgenommen hat.

00:59:55: Und dann, da waren wir mit Weltpappe angefangen.

00:59:58: Das haben unsere Vorfahren ja auch gemacht.

01:00:00: Ich meine Erfolg fällt ja nicht vom Himmel!

01:00:01: Der musste ja auch sich dir ständig ertragen durch Leistungen immer drum bemühen... ...und ich denke das ist auch die Aufgabe der Zukunft ist.

01:00:10: Ich sage es nur zu unseren Jungen auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern.

01:00:12: Schaut mal links und rechts der Straße vielleicht liegt da irgendwo was oder ist da irgendwas wo interessant ist?

01:00:17: Und siehe da, es ist ab und zu etwas dazugekommen.

01:00:20: Wir haben ja eine ganz ordentliche Produktpalette zwischenseitig, die ja weit weg von der Brown Box einer braunen Weltpapschachtel uns doch ne ganz ordentliche Produktpalett auch dann letztendlich bietet.

01:00:32: Also man muss trial and error versuchen und irrtum wer nichts unternehmt ist auch kein Unternehmer

01:00:43: das stimmt.

01:00:44: was mich interessieren würde also ich glaube es gibt ganz ganz wenige Bräunlinge oder Leute in der Region, die dich nicht kennen.

01:00:51: Das ist die Frage an dich!

01:00:56: Ob das was ist, wo du sagst, du findest es schön?

01:00:58: Du genießtest da auch so einen gewissen Status zu haben und auch eine Bekanntheit?

01:01:03: Oder ob damit auch Dinge einhergehen, wo sie sagen, da könnte ich jetzt auch darauf verzichten?

01:01:07: Ja also... Auch das ist eigentlich eine Entwicklung, die jetzt nie sei mal Teil einer persönlichen Entwicklungsstrategie war.

01:01:19: Wenn du in die Verantwortung eines Unternehmens bei uns im Haus reinkommst, dann habe ich es vorher schon gesagt.

01:01:26: Dann wächst man mit seinen Aufgaben!

01:01:28: Ich bin immer schon Mensch gewesen der aber auch sage mal sagt so ein Unternehmen funktioniert nicht als Stand-alone Lösung losgelöst von Politikgesellschaft Wirtschaft und den dazu gehörenden Netzwerken ist nicht so.

01:01:44: deswegen bin ich eigentlich schon frühzeitig dann auch immer sag ich mal, engagiert gewesen.

01:01:50: Ich bin jetzt bald dreißig Jahre in der IHK.

01:01:54: Da hat von zwanzig Jahren im Präsidium... ...ich bin glaube ich jetzt auch schon eine ganze Reihe seit den... ...jahr wahrscheinlich beim Verband in Freiburg unten aktiv!

01:02:05: Ich bin ja jetzt seit über zehn Jahren Vorsitzender des deutschen Mailpappenverbandes was ich mit einer wirklichen Freude mache.

01:02:16: eine ganz klare Auffassung darüber.

01:02:21: Wenn du wirtschaftlich unterwegs bist, dann hast du natürlich auch soziale Verantwortung – das ist ganz einfach so.

01:02:27: mit einem Unternehmen wie den unseren kann man nicht nur seinem Geschäft fröhnen, man muss auch gewissen sozialen gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten gerecht werden und es ist nicht nur Arbeitsplätze schaffen anbieten oder Steuer zu zahlen sondern es tatsächlich auch ein gewisses Engagement.

01:02:42: Das habe ich eigentlich auch immer für mich als Selbstverständlichkeit angenommen, sodass ich mich auch da engagiert habe.

01:02:49: Ob das die Bürgerschriftung war, wo ich dann im Beuning gerne seit über zwanzig Jahren als Gründungsmitglied mit dabei bin oder Stiftungsvorstand und ob das helfen hilft?

01:03:01: Auch inzwischen, im Kuratorium zwischen Ehrenkurator war das was ehrennisch heißt.

01:03:06: Das ist aber alt bislang seitlich.

01:03:08: Aber bei den Fähigkeiten kann man sich das immer noch relativieren.

01:03:13: Da kam natürlich einiges dazu weil es einfach mal einer Grundüberzeugung entspricht.

01:03:16: Man kann nicht solitär sich losgelöst im Universum irgendwo manifestieren.

01:03:23: Man ist einfach Teil einer großen sozialen wirtschaftlichen gesellschaftlichen Struktur.

01:03:30: bis zum einen.

01:03:31: Daraus entsteht natürlich ein Gesicht nach außen.

01:03:36: Es ist so, ob das über die Medien ist, wenn halt berichtet wird dass da wieder was war, dass dann natürlich irgendwo eine Aktion ist oder dass ich irgendwo wieder irgendwas begleitet habe aber irgendwo mit dabei war, das entsteht.

01:03:50: Da wirst du natürlich irgendwie langsam zum regionalen Z-Promi... War nie Ziel meiner Persönlichkeitsstrategie, ist aber sage ich mal das logische Ergebnis von den Aktivitäten.

01:04:10: Das heißt natürlich am Ende die Menschen haben eine gewisse Erwartung an dich und deinen Auftreten auf deine Erscheinungen, auf deine Gegenwart Und das ist natürlich immer wieder spannend.

01:04:33: Man versucht dann auch immer gewisse Erwartungen, nicht mehr ganz so, aber früher noch mehr, dass man da nicht gerade wieder größte Bauer herkommt und nicht gerade den Größen Mist erzählt wenn man irgendwo beim Ambiertisch sitzt oder so, wobei ich schon eigentlich relativ normal bin und geblieben bin im Endeffekt sogar so normal, dass meine Tochter sich am Wochenende immer einig schämt für mich.

01:04:55: Wenn ich mit den abgefragtesten Jeans und T-Shirts mich dann bewege, seid ihr immer dabei, weil da kommst du her wie der letzte Bauer.

01:05:02: Sei gut das ist halt im Endeffekt so... Aber klar, noblesse oblige.

01:05:06: in einem gewissen Art und Weise ist es natürlich schon eine Aufgabe, dass man sich irgendwo auch in einer gewissen Art und Weise bewegt.

01:05:19: Und es kann auch zur Last sein!

01:05:20: Also ich brauche die Öffentlichkeit nicht zwingend, ich trage gerne dazu bei wenn ich irgendwo durch eine entsprechende Aufgabe was mit gestalten kann.

01:05:32: ob das Zwingen letztendlich nachher für meinen Seelenfrieden etwas ist wo ich für immer ein ewig haben muss möchte bezweifeln.

01:05:40: Ich habe die Dinge gern gemacht und wie gesagt sie kam eigentlich notgedrungen ein Herr aber am Ende Am Ende geht's auch ohne.

01:05:51: Das habe ich mich nämlich gefragt, weil ich dachte so Freitagabend noch kurz in Jogginghose was im Netto holen ist wahrscheinlich in der Position.

01:05:59: Ja?

01:05:59: Mach ich sogar einen Flip-Flop und den, keine Ahnung, selber abgeschnittenen Jeans oder sowas.

01:06:04: Ich hab ja auch kein Thema mit.

01:06:05: Na ja

01:06:06: aber eben dann ist es ja... Also ich verstehe was du meinst.

01:06:08: man repräsentiert ja irgendwo in dieser Position ja schon auch was Aber man is halt auch noch der Mensch dahinter.

01:06:14: Ist

01:06:14: ja immer die Frage.

01:06:16: Lässt du die...?

01:06:17: Also ich hatte Zeiten, wo mir das dann wichtig war.

01:06:21: Vielleicht auch irgendwo zu entsprechen?

01:06:22: Weil die Leute vielleicht ... ein gewissen Anspruch oder eine gewisse Erwartung an dich haben.

01:06:32: Heute und das hat sich natürlich über die Jahre hinweg so entwickelt muss ich ganz ehrlich sagen.

01:06:36: Ja, Erwartungen ist schön aber ich kann definitiv nicht allen Erwartungen gerecht werden.

01:06:41: Ich bin wie ich bin!

01:06:43: Und man mag mich so wie ich Bin oder man mag.

01:06:48: Das ist mir aber zwischenzeitlich jetzt, muss ich ganz ehrlich sagen auch nicht mehr so wichtig.

01:06:53: Und deswegen ist es auch nicht so wichtig dass sich vielleicht mal völlig abgefragt Geleitete herkommen.

01:07:00: Ich kann genauso wunderbar im Smoking ausschauen mit Fliege Aber das ist nicht mein täglich Thema.

01:07:07: Also insofern Ja und ich lege mehr denn jedes hat ja auch etwas mit Lebensqualität zu tun.

01:07:17: Ich bin froh, dass ich heute auch mal die Teilnahme an einer Veranstaltung absage.

01:07:26: Weil ich vielleicht in der Gesamtheit eine Woche schon zu viel habe und sage ne da möchte ich jetzt nicht hin.

01:07:34: Da hab' ich einfach keine Lust.

01:07:36: und das Gute ist es findet ja alles ohne mich statt.

01:07:40: Wenn am nächsten Tag Lese und Zeitung hat's stattgefunden.

01:07:42: Ja toll!

01:07:43: Obwohl ich dort nicht dort war... Ist doch klasse, ist doch schön.

01:07:48: Ich denke, das ist was nachher ausmacht.

01:07:50: Umso überzeugter kannst du die Dinge letztendlich auch machen, die du auch wieder wahrnimmst.

01:07:57: Ja umso mehr freut es mich dass wir jetzt hier sitzen.

01:08:00: und woran ich jetzt gerade denken musste wenn man sich das vielleicht ab und zu selber ins Gedächtnis rufen kann diese Erwartungshaltungen von außen.

01:08:09: Ich habe schon öfter auch Podcasts und Interviews vom Psychiater.

01:08:15: Ich meine, Dr.

01:08:16: Michael Brunner heißt er und er sagt ganz gerne immer überall wo er auftritt die Summe der Menschen, die die Scheiße finden bleibt immer gleich Und ich glaub dem es nichts hinzuzufügen und ich glaube da... Ich glaube das ist auch manchmal beruhigend für sich selber zu sein.

01:08:31: okay egal Auch wenn ich jetzt so auftrete auch wenn ich alles zusage auch wenn Ich versuche alle Erwartungen zu erfüllen irgendjemand wird's trotzdem kacke finden.

01:08:39: Am Ende bist du wie Du bist.

01:08:40: Ja

01:08:41: Ich mein wie viele Menschen sagen mir nach, dass ich arrogant und hochnäsig ein Arschloch bin.

01:08:48: Ja?

01:08:49: Aber weißt du mal, das ist so!

01:08:52: Ich kann noch so nett und freundlich und höflich sein.

01:08:55: wenn jemand der Meinung ist dann ist es.

01:08:58: Wenn er allerdings sich für mich interessiert, dann habe vielleicht auch eine Freude ihm zu zeigen, dass es vielleicht nicht so ist.

01:09:09: Wobei ist immer die Frage, ist mir es wichtig, dass sich jemand von mir überzeugt?

01:09:12: oder ist mir das nicht wichtig?

01:09:13: Und da muss ich sagen, das hat sich im Laufe der Jahre ... Als junger Mensch war mir das vielleicht noch wichtig.

01:09:18: Ja?

01:09:19: Heute muss ich es sagen ja, ich bin so wie ich bin.

01:09:21: Warum soll ich mich dann eigentlich irgendwie verqueren und warum soll ich nicht verbiegen nur dass die Leute mich nett finden?

01:09:29: Das ist schwierig!

01:09:30: Du hast jetzt vorhin gesagt, dass dieses auch bekannt sein quasi nie Ziel deiner Persönlichkeitsstrategie war.

01:09:38: Was waren denn Ziele in Deine Persönlichkeit Strategie?

01:09:43: Was war denn?

01:09:46: Hat man als junger Mensch, hat man in der Tat eine Strategie, dass man seine Persönlichkeit in die Richtung entwickeln möchte.

01:09:55: Weiß ich jetzt gar nicht ob ich das jemals hatte.

01:09:57: Ich weiß nur bis zum sieben, zwanzig, achtundzwanzigsten Lebensjahr deine Persönlichkeit glaube ich zum dritten oder vierten Mal noch mal verändert und am Schluss.

01:10:07: Und das was bis dahin endlich dann aus natürlicher Veränderung so manifestiert hat.

01:10:14: Das ist das, worauf dann deine kommende, dein kommendes Leben, deine kommenden Persönlichkeit sich auch letztendlich basiert und dann auch manifestiert.

01:10:24: Und gewisse Eigenheiten kommen über die Jahre brexamer oder geprägt heraus oder manche verschwinden.

01:10:33: So was war meine Persönlichkeitsstrategie?

01:10:36: Ich wollte eigentlich Ich persönlich wollte eigentlich in der Tat im Beruf erfolgreich sein und ich glaube, das sind wir miteinander auch alle geworden.

01:10:47: In dem Fall mit dem was wir bis heute geschaffen haben.

01:10:52: Ich wollte eigentlich dafür vielleicht ein bisschen Respekt für schon eine gewisse Anerkennung dass es einfach nicht ignoriert wird, was man getan hat sondern das ist vielleicht dann irgendwo schon auch gesehen wird.

01:11:13: Was wir getan haben.

01:11:14: Ich glaube das gehört aber ganz normal, wenn du etwas tust möchtest du einen Feedback haben und natürlich kriegst ein gutes wie schlechtes also dass das gesehen wird was man tut Was man leistet.

01:11:28: Wobei ich nie letztendlich war, der gesagt hat, das erfordert unglaubliche Dankbarkeit oder unglaublichen roten Teppich-Respekt.

01:11:43: Es ist ja auch so... Dass du dich unbewusst auf der Basis dessen, wie sich deine Persönlichkeit so manifestiert, entwickelst du dich jetzt ohne Strategie am Schluss.

01:11:53: Und im Laufe der Jahre findest du dich irgendwann mal wieder wo du in die Phase kommst, wo du Seniorität ausstrahlst und mit der Seniorität dann auch eine gewisse Autorität ausstrahlst.

01:12:06: Da möchte ich sagen ja klar, Seniorität ist logischerweise Zeitablauf.

01:12:10: Irgendwann bist du halt ein bisschen älter bist du dann der grauhaarige oder bist halt derjenige, der halt schon länger mit dabei ist, den man dann auch zuhört.

01:12:21: Autorität wollte ich eigentlich nie sein.

01:12:24: Ich wollte immer derjenig sein, dessen Wort man hört aber der jetzt nie autoritär auf dem Tisch haut und sagt so machen muss und so habe ich es auch nie gemacht.

01:12:34: im Endeffekt.

01:12:35: Das heißt haben die Dinge entwickeln sich dann schon auf der Basis dessen was du am Schluss natürlich von Grund auf manifestiert.

01:12:43: Das ist auch eine Typengeschichte, da ein ist zurückhaltend und der andere nicht.

01:12:48: Ich bin dann eher der Nicht-Zurückhaltende, kann auch wahrscheinlich auch meinen Mund halten in Diskussionen wo ich keine Ahnung habe.

01:12:57: Zumindest irgendwelche Fragen stellen die dann meine Frau sagt, jetzt musst du wieder was sagen, den muss ich jetzt wieder melden, sei das interessiert mich jetzt ganz einfach so.

01:13:06: also von dem her Ja, ich bin dann wahrscheinlich doch eher extrovertiert als introvertiert.

01:13:14: Aber daraus hat sie wie gesagt über die Jahrzehnte es entwickelt.

01:13:16: Ich würde mich freuen wenn man heute noch immer noch anerkennt dass da eine gewisse Lebens-Erfahrung vorhanden ist, die auch sei mal mit einer gewissen Lebensleistung sich widerspiegelt und wenn man heute vielleicht noch gern meinen Wort oder mein Rat von mir etwas hören möchte, stellen was meins du dazu.

01:13:44: Oder wie siehst du das?

01:13:45: Oder wir haben momentan was zu sagen.

01:13:47: Das wäre jetzt meine finale Persönlichkeitsstrategie.

01:13:54: Schön!

01:13:56: Ich glaube Teil deiner Entwicklung so wie ich das gelesen habe war ja auch die Musikalische Seite.

01:14:04: Ich habe ein Bild gesehen am Schlagzeug und früher ja im Proling hat man das ja auch mitgekriegt, mit der Bregee Houseband.

01:14:11: ich glaube mittlerweile heißt es sehr anders.

01:14:13: Ja da ist immer noch dabei, kann ich gleich was so zu sagen?

01:14:15: Ja

01:14:16: eben, erzähl gerne mal!

01:14:18: Ja klar, es ist die Bregee Hausband und eigentlich ist auch noch landläufig die Brege Houseband und in des BHB führen wir also Brege Hausband-Firma doch im Namenszug mit.

01:14:26: Wir nennen uns seit... Das ist eigentlich dem geschuldet, dass wir ja fast ein Vierteljahrhundert gibt es uns.

01:14:49: Also uns gibt's jetzt schon sechsundzwanzig Jahre aber ein Viertheljahundert waren wir ja unter anderem mit Menschen zusammen die uns verlassen haben.

01:14:59: Das war unser Bernd Schaub, der Jäger.

01:15:02: Unser Sänger, der im November den Überraschung gestorben ist und es war dann Januar, das war unsere Nobby-Kamera-Gitarist.

01:15:20: Ich hoffe, ich werde die Haarsagen... Nein, er war Januar, das schuldig war's.

01:15:26: Und dann waren wir.

01:15:26: natürlich sind wir gestrauchelt als Band, als Gruppe weil wir gesagt haben naja jetzt also so jetzt einfach mal weiter wie bisher ist schon eine schwierige Geschichte.

01:15:37: Also wenn du zwei aktiv verlierst die natürlich markant mitgeprägt haben da geht es kein weiter so.

01:15:48: dann haben wir mal ein halbes Jahr eine Auszeit genommen und haben uns ein bisschen reorientiert.

01:15:54: Können wir noch weiter diese Partymusik, wie sie letztendlich gemacht wurde?

01:16:00: Wo der Jäger dann ja auch seine ganzen Lieder gesungen hat.

01:16:03: Können wollen wir das noch?

01:16:04: Erwarten die Leute das von uns?

01:16:06: oder wollen wir vielleicht uns da sage ich mal ein bisschen anders orientieren weil es eben nicht mehr duplizierbar ist, weil die hier nicht mehr da sind einfach einen neuen Sänger einzustellen und er dann weiter singt.

01:16:21: Das wäre dem Jäger, den Bernd nicht gerecht geworden und einfach in Gitaristen hinzusetzen der einfach die Gitarre spielt wie der Nobby das gemacht hat wär auch nicht richtig.

01:16:31: also haben wir gesagt gut dann versuchen mal ein bisschen musikrichtungsmäßig was zu ändern haben uns dann auch experimentell mal so Richtung Chairs oder so und Standards begeben aber immer noch immer wieder so am alten repertoire geblieben, weil das ist ja schon tolle Musik.

01:16:53: Aber bis Zappa das hat uns ja geprägt über die Jahrzehnte hinweg auch vorher schon jugendlich und so.

01:16:58: So ganz weg sind wir nicht davon gekommen.

01:17:01: Ja heute ist es jetzt endlich so dass wir in der Tat schon mal zwei Drittel dieser alten Songs haben, weil sie uns einfach Spaß machen.

01:17:12: die zu spielen.

01:17:13: Wir haben die gesanglichen Parts ein bisschen umgestellt, ich habe einiges übernommen, die Heike hat einiges aber auch einige Stücke dazu, die jetzt nicht so typisch aus der alten Zeit herkommen, die vielleicht auch ein bisschen softer sind, aber für uns auch ziemlich viel Spaß machen zum Spielen und das war immer so.

01:17:34: die Maxime dass wir diese Musik machen Gerne spielen, die wir gerne hören.

01:17:42: Und deswegen sind wir seit dem Jahr zwölf Jahre natürlich auf ein anderes Level gekommen von einem alten Braggie House Band Party größte Coverband und Party-Bands Südwestdeutschlands was man mit achtzehnzwanzig Mann ja mal waren.

01:17:59: Sehen wir jetzt eigentlich seit den Jahren zwölfe Jahr zwanzig.

01:18:01: weil diese markanten Einschnitte uns jedoch geprägt haben, haben wir uns auch ein anderes level begeben Und das war in den Jahren und deswegen stehen wir auf dem Level Vierundzwanzig.

01:18:14: Und da wir aber immer noch von Herzen her natürlich BHB-Breaky Housebands sind, ist tatsächlich das immer noch auch die Breaky Houseband am Ende.

01:18:23: Und das seit sechsten zwanzig Jahren.

01:18:24: und ja ... Das hat jetzt natürlich unser Leben geprägt!

01:18:27: Ich meine wenn ich so überlege... Ich bin jetzt wie gesagt über dreißig Jahre Geschäftsführer im Hause Straub.

01:18:33: Und da du von sechsundzwanzig Jahren ein Schlagzeug bei der Brady House Band, dann sind es schon prägende Tätigkeiten.

01:18:41: Was gibt dir das denn persönlich?

01:18:43: Das Musik machen auch in der Gruppe?

01:18:45: Also man könnte es eigentlich reininterpretieren.

01:18:46: Klar, er ist Schlagzeuge und will immer den Ton einen Takt angeben.

01:18:50: In der Tat ist das nie meine Intention gewesen.

01:18:53: Es macht mir einfach Riesenspaß!

01:18:58: Immer schon.

01:18:58: Ich habe zu Gymnasiumzeiten damals mit Kirschen, Knertrio, Boogie Woogie und Bluesmusik gemacht damals.

01:19:04: Zwei Glaviere ein Schlagzeug.

01:19:05: da gibt es heute noch eine LP die alle älteren von uns haben die noch.

01:19:09: Schlagzeuge war immer so meine Leidenschaft wenn gleich das nie bis zur größten Exzellenz betrieben hab.

01:19:16: aber Es ist einfach das was mir Spaß macht weil ich die Musik die wir spielen am Schlag Zeug richtig hautnah erleben kann.

01:19:26: Für mich ist dann der Rhythmus, ich meine schau Leute an wenn sie ein tolles Lied meistens machen sie ja irgendwie einen Schlagzeug dazu oder irgendwie so.

01:19:35: das ist jetzt was den Leuten Spaß macht und ich kann es umsetzen tatsächlich als Ton oder als Rhythmuss.

01:19:45: Ich finde das einfach eine absolut geile Geschichte und ich bin Teil einer ganzen Gruppe fehlt, aber der jetzt nicht zwingend die führende Rolle hat.

01:19:57: Da!

01:19:57: Wenn ich im Tempo oder wenn ich mir nicht verhau dann fällt es auf, aber im Normalfall versucht man da noch richtig zu spielen... Aber ich bin es nicht derjenige, der das Ganze führt und lidet.

01:20:10: und was ich weiß.

01:20:12: Und das gefällt mir, dass ich da einer von vielen bin.

01:20:15: Schön.

01:20:16: Ich weiss nicht ob du die Videos kennst.

01:20:18: auf YouTube gibt's vom Schlagzeuger von den Red Hot Chili Peppers?

01:20:23: Gibt Aber Rattatouille-Pepers.

01:20:25: Die kenn ich, die Videos kennen Sie?

01:20:28: Da gibt's eben Videos wo er Songs hört von anderen Bands zum ersten Mal und die haben aber Schlagzeug entfernt Und er spielt es dazu, wie er denkt und das ist wahnsinnig beeindruckend.

01:20:40: Wie ähnlich das ist?

01:20:43: Ich bin da überhaupt nicht im Thema aber wir müssen mal angucken dass das Wahnsinnig Beeindruckend ist.

01:20:48: Aber ich glaube das ihr das was sie ausmacht.

01:20:51: Wenn du Gitarre spielst dann kannst du irgendeinen Riff drauflegen oder irgendwie eine Tonfolge Harmonie die ja passt aber nicht zwingend einer gewissen Natürlichkeit des Songs entspricht.

01:21:04: Der Rhythmus, da gehen wir jetzt zurück in die Naturvölker.

01:21:08: Die haben nicht Trompete gespielt im Dschungel und in den Schwarzafrika, die haben gedrommelt.

01:21:13: Weil drommeln dann auch was mit Herzschlag und mit diesen ganzen Themen geht natürlich schon ins Innere des Menschen.

01:21:19: deswegen glaube ich dass man da schon wenn man eine gewisse Ambition hat und so ein Profi wie der Drama von Red Hot Chili Peppers ist ja gut weil er verdient auch sein Geld damit Das tun wir ja nicht.

01:21:37: Das ist authentisch, das ist authentischer.

01:21:39: Aber das glaube ich auch des was mir dann auch körperlich glaube ich aber das so ein richtig geilen Groove am Schlagzeug selber produzieren zu können als Teil von einem ganzen Song... Das ist schon etwas Geiles, gell?

01:21:55: Ja hört sich schön an!

01:21:57: Deswegen machen die es auch noch sehr gut.

01:21:58: Also sagen wir mal wie lange machen wir das eigentlich noch?

01:22:02: Ich meine, fahr mal mit dem Rolato zu der Probe.

01:22:05: Mit, wo haben wir da was?

01:22:07: So lang es halt irgendwie geht!

01:22:09: Wie war das dann?

01:22:12: Ich finde ich habe das auch selbst schon gemerkt bei uns in einer Generation waren es tatsächlich Leute die von uns gegangen sind selbstbestimmt.

01:22:25: Wenn man irgendwann einmal in einem gewissen Alter ist und gleichaltige Menschen sterben Reist es einen schon auch mal so ein bisschen raus, dass man so ein bissel mehr sich seiner eigenen Endlichkeit bewusst wird?

01:22:38: War das bei euch auch so'n bisschen oder...

01:22:40: Also wie's für die anderen war weiß ich nicht.

01:22:42: Ich meine solche Themen verarbeitet jeder für sich selbst.

01:22:47: aber ja gut, das ist für mich jetzt selbstredend, dass ich eigentlich im Grund genommen... im Grundgenommen ist es für mich logisch, dass ab sechzig Also ich sag mal, der größte Teil eines Ländens ist vorbei.

01:23:01: Zum einen und man sich über die eigene Endlichkeit natürlich im Klaren sein muss.

01:23:07: also da bauen wir jetzt gar nicht darüber hin.

01:23:08: das ist so.

01:23:11: Ich habe es aber auch schon frühzeitig relativ pragmatisch eigentlich auch gelöst als meine Tochter auf die Welt kamen.

01:23:17: Ich hab mein erstes Testament geschrieben weil ich mir gesagt na gut okay jetzt gibt's ja was zum regeln.

01:23:22: also muss geregelt werden Alles was geregelt ist und in der Schublade liegt, da lässt sich dann noch wieder unbesorgt leben.

01:23:31: Ja klar das ist so!

01:23:33: Der Tod gehört zum Leben und im Grunde genommen beginnt genau der Prozess bis dahin mit der Geburt, wenn gleich wir alle am Leben hängen.

01:23:43: Ich glaube schon dass auch im Laufe des Alterns ein Verhältnis zu der eigenen Endlichkeit fast schon logisch, aber auf jeden Fall so aus einem natürlichen inneren Prozess heraus eigentlich

01:24:05: ja schon

01:24:06: beginnt.

01:24:07: Also man macht sich dann schon ab und zu mal Gedanken, aber man wünscht sich noch viele Jahre und jetzt beim Jäger war es halt einfach Pech.

01:24:18: Dann sagt man sich okay was ist da passiert?

01:24:21: Okay, wir müssen gucken dass das nicht passiert.

01:24:24: Wenn du morgen eine scheiß Krankheit an die Backe kriegst, dann ist es blöd.

01:24:28: Kann als Gefeite vor.

01:24:30: Da muss man auch mit diesen Dingen zurechtkommen.

01:24:33: Aber Säuglinge können Schlaganfälle bekommen.

01:24:38: Jugendliche können an Krebs erkranken und sterben.

01:24:42: Sie nennen nicht immer dazwingend die alten Menschen, die sterben.

01:24:44: also der Todkürz im Leben Und ich denke mal Mit einem gesunden Verhältnis einfach auf einer geistigen Ebene hin glaube ich schon, dass man damit auch zurechtkommen kann.

01:25:02: Es macht was mit einem, das man vielleicht auch die Dinge bewusster angeht – vielleicht gerade auch in der Anbetracht der Tatsache, dass eigentlich alle Zeit der Welt begeben ist?

01:25:13: Also ja, tap mich manchmal dabei!

01:25:15: Das muss ja fast wieder schmunzeln im Ende weg, weil wenn wir so mit meiner Frau anjahen und reden haben oder jenes sagen….

01:25:24: Ach, das rentiert sich eigentlich nicht mehr.

01:25:26: Ich überlege mal jetzt nach zwanzig Jahren noch bis Mitte der Achtzig oder sowas... Na also kann's

01:25:33: ja nicht mehr!

01:25:35: Ja aber da gibt es leist ich mir jetzt noch so was?

01:25:39: Oder investiere ich jetzt noch sowas?

01:25:41: Oder wie auch immer?

01:25:43: Das hat man halt oft mal.

01:25:44: Gut okay.

01:25:46: Naja lass gut sein.

01:25:47: Man hat ja auch vieles gehabt im Leben.

01:25:48: Mein Gott uns ging's doch gigantisch gut und irgendwann endet alles.

01:25:56: Das bringt mich jetzt tatsächlich auch zu meiner Abschlussfrage.

01:26:00: Du hast ja jetzt schon sehr viel erreicht im Leben, kann man ja auch sagen und mit Sicherheit auch sehr viel erlebt.

01:26:07: Gibt es was für die Jahre auf die du jetzt blickst?

01:26:11: Was du sagst, das wäre noch irgendwie ... Jetzt möchte ich noch erleben!

01:26:15: Das ist irgendwie ein Ziel, das sind noch Visionen von mir.

01:26:18: Gib's da

01:26:18: was?!

01:26:19: Also, ich mache kein Geheimnis draus.

01:26:20: Es ist ja auch glaube ich ziemlich innerbetrieblich durch.

01:26:25: Zum Ende des Jahres werde ich operativ mich zurückziehen aus dem Haus des Straubs.

01:26:29: Dann werde ich nach ein dreißig Jahren Geschäftsführung in jüngere Hände geben, in wirkliche junge Hände und werde mich dann zurückziehen zumindest operativ bei Straubverpackungen.

01:26:42: Ich werde bei Josef Straub, das ist unsere Besitz- und Vermögensgesellschaft, da werde ich natürlich noch mit in der Geschäftsziehung bleiben aber es bringt mich aus der vorderen Front.

01:26:54: Nimmt es mich mal ein bisschen zurück in die hinteren Ränge, weil ich habe es erworgesagt.

01:26:58: Vielleicht kommen junge Menschen mit den heutigen Begebenheiten besser zurecht wie wir es letztendlich tun.

01:27:07: Insofern ist das das eine.

01:27:09: Ich werde dann – ich hab relativ viele Dinge, die mich heute schon beschäftigen für die ich aber definitiv mehr Zeit habe ob das tauchen ist was ich leidenschaftlich tue oder ob das fliegen ist was sich leidenschaftlich tut.

01:27:24: Ich werde definitiv versuchen noch eine ganze Reihe an Reisen zu tätigen, weil ich habe schon viel gesehen von der Welt.

01:27:33: Ich war an vielen Flecken in der Welt aber je mehr ich gereist bin muss ich feststellen dass die Welt ja viel größer ist wie das was ich vermeintlich gesehen hab.

01:27:41: im Endeffekt und da gibt es schon ein paar Flecken die möchte ich dann auch einfach mal zumindest besucht haben, mal erlebt haben, Mal noch mitnehmen im Gedächtnis Weil, wir wissen ja nicht.

01:27:52: Wie gesagt in den zwanzig Jahren geht's nur noch mit Rollator oder geht es um trotzdem neuen Talk-Inju und ich hab keine Ahnung.

01:27:59: Wir wissen ja alle nicht was kommt.

01:28:01: also ich möchte schon ein bisschen von der Welt noch mehr erleben.

01:28:04: Schön!

01:28:06: Ja danke für deine Offenheit das ist heute auch geklappt hat.

01:28:10: Viel Freude bei allen Sachen die du dir noch vornimmst.

01:28:12: Danke Und ähm...ja ich denke so ganz viel auch für die jungen Menschen.

01:28:18: dabei mal auch andere Perspektiven Ja, also ich fand es sehr inspirierend.

01:28:22: Dank dir auf jeden Fall dass du bei all dem Trouble dir die Zeit genommen hast.

01:28:26: und ja...

01:28:28: Alena vielen Dank da sich die Zeit und die Möglichkeit habe bekommen habt von dir darüber zu unterhalten.

01:28:33: Es ist ja oft so das man im Sprech denken ja viele Dinge entwickelt.

01:28:38: insofern nehme mich doch auch das eine oder andere wieder mit und reflekt hier selber ein bisschen nach.

01:28:46: Manch Junge vielleicht sagt, der Gedanke ist gar nicht so schlecht oder da hat er auch was Gutes gesagt.

01:28:52: Dann würde mich das freuen.

01:28:53: Ansonsten war es eine sehr angenehme schöne Unterhaltung mit dir.

01:28:57: Danke für die Zeit!

01:28:58: Das freut mich sehr!

01:29:00: Ansonst hören wir uns in der nächsten Folge und bis dann!

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