#28 Gewaltfreie Kommunikation (GFK) mit Heidi Liebert

Shownotes

Was bedeutet es, gewaltfrei zu kommunizieren? Welche Hürden haben wir allgemein in unserer Kommunikation mit anderen - aber auch mit uns selbst? Und wie hat sich Heidis Leben geändert, seit sie die GFK für sich entdeckt hat?

All das und noch vieles mehr, klären wir in dieser Folge. Ein wahnsinnig spannendes Interview über ein Thema, das viel mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Anhören. Eure Madlena

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Unter folgender E-Mail-Adresse könnt ihr mit Heidi in Kontakt treten: h.liebert@t-online.de


Ihr habt Fragen, wärt gerne selbst mal Gast oder habt Lust auf ein gemeinsames Projekt? Dann freue ich mich auf eure E-Mail an: hey@madmt.de

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Host, Redaktion und Postproduktion: Madlena Tesic Impressum: https://madmt.de/impressum/

Transkript anzeigen

00:00:00: Und die Frage ist, will ich das?

00:00:02: Nützt es dem Leben?

00:00:04: Nutzt es meinem Lebensziel?

00:00:07: Manche Gedanken oder manche Ideen, die des Gehirn produziert sind

00:00:10: wirklich Oscarreif.

00:00:12: Aber die dienen nicht im Leben!

00:00:14: Dann kann man vielleicht Dinge sagen, denen man sich im Nachhinein wieder verzeihen muss und wenn

00:00:19: dir

00:00:20: dieser Zusammenhang mal klar geworden ist dann bist du wirklich der Manager deiner Gefühle.

00:00:28: Herzlich Willkommen bei Madly Inspired Dem Podcast für Menschen mit Vision.

00:00:33: Hier sprechen wir über den Weg zum Erfolg, über persönliches Wachstum und alles was passiert wenn uns erlauben groß zu denken.

00:00:45: Hallo und schön dass ihr wieder eingeschaltet habt.

00:00:47: mein heutiger Gast ist Heidi Liebert.

00:00:50: Heute ging es nicht um Unternehmertum oder eine Selbstständigkeit sondern um das wofür Heidi brennt was ihre große Leidenschaft ist Und zwar ist es die gewaltfreie Kommunikation.

00:01:02: Für mich war es ein super spannendes Gespräch und vor allem auch ein Thema, was viel mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte.

00:01:09: Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Interview mit Heidi!

00:01:30: Also wofür ich brenne, das ist die gewaltfreie Kommunikation.

00:01:33: Da bin ich seit vielen Jahren unterwegs.

00:01:36: Ich habe eine Weiterbildung gemacht zur Mediatorin der Gewaltfreien-Kommunikation und zum Social Coach jeweils immer beim Thomas Jendrich in Freiburg Und ich fühle mich sehr geehrt dass ich heute hier sein darf und darüber sprechen darf.

00:01:50: Vielen Dank!

00:01:51: Ich freue mich auch sehr, dass du heute da bist und ich muss auch sagen, ich bin heute sehr gespannt Weil die eben die Sonja Santa Cruz hat es ja im Interview erwähnt, dass du das machst.

00:02:02: Und ich hatte noch gar keine Berührungspunkte außer ein Unternehmen mit dem ich zusammen arbeite.

00:02:09: Die haben das mal angeboten und das habe ich mitgekriegt für ihre Mitarbeitenden.

00:02:14: Da ging's glaube ich um gewaltfreie Kommunikationen im Zusammenhang mit Kindern also in der Erziehung.

00:02:20: da haben sie einfach Seminar angeboten und da war das tatsächlich auch das erste Mal, wo ich das gehört hab.

00:02:27: Und ich habe mich jetzt bewusst eben nicht quasi vorbereitet oder recherchiert weil ich jetzt einfach total gespannt bin was du erzählt und vielleicht magst du vielleicht erst mal erzählen wie du drauf gekommen bist?

00:02:44: Das liegt Ich glaube, zwanzig Jahre zurück.

00:02:47: da war ich bei einem Arzt.

00:02:49: Der hat traditionelle chinesische Medizin angewendet und in einem der Gespräche hatte dieses Buch erwähnt.

00:02:56: Das ist das Buch der Gewaltfeinkommunikation Eine Sprache des Lebens von Marshall B Rosenberg aus Amerika, der ist ein Psychologe Und er hatte das so angepriesen und dann habe ich es mir gekauft und dann hab ichs innerhalb zweieinhalb Tagen gelesen, weil es mich so gefesselt hat und weil alles was ich an Ideen hatte wie Leben oder Kommunikation oder Verbindung funktionieren kann da auf eine Resonanz getroffen ist.

00:03:31: Ich habe da vieles gefunden wovon ich schon so eine Idee hatte, was wir Leben gemeinsam funktionieren könnte Und deswegen war ich da von Anfang an ziemlich begeistert und es hat mich dann richtig gefesselt.

00:03:49: Ich war auch in München bei Ingrid Holler, das ist die Übersetzerin dieser Lektüre – und beim Andi Schmidtbauer habe ich auch noch Weiterbildungen gemacht.

00:04:01: Das hat mich in eine Tiefe gebracht und ein Verständnis für mein Leben grundlegend einen anderen Point of View entwickelt.

00:04:17: Auf Menschen, auf Beziehungen und auf Aktionen.

00:04:22: Also ich werde nachher noch mal ein bisschen tiefer reingehen.

00:04:26: Da gibt es so Grundannahme in der GFK... Und so war mein Start!

00:04:32: Okay also du bist da drauf gestoßen und das hat dich total gecatcht und du hast dich dann immer mehr damit befasst Und es war dann in dem Moment einfach für dich auch, um eben diese Perspektive auch mal anders einzunehmen und Dinge zu verstehen.

00:04:50: Ja vielleicht gehen wir einfach direkt mal rein, dass du das mal erzählt worum's dabei geht?

00:04:56: Also es gibt so zwei Grundannahme.

00:04:58: mit denen möchte ich auch ganz gerne starten.

00:05:02: Es gibt die Grundannahmen in der GFK, egal was ein Mensch tut er sich immer einen Bedürfnis erfüllt Und wenn wir das für uns akzeptieren, dass jedes Handeln und jedes Tun dazu dient.

00:05:20: Dem Leben des Anderen dient ein Bedürfnis zu erfüllen dann entwickelt ich ein wohlwollendes oder entwickelt die GFK ein wohl wollendes Menschenbild weil was uns alle eint ist, dass wir Bedürffnisse haben.

00:05:38: Also wir alle möchten geliebt werden, wir alle brauchen Wertschätzung, Anerkennung.

00:05:43: Gesehen werden Respekt, Wertschätzungen und wenn man sich auf diesem kleinsten Nenner, wenn ich jetzt mal sage das Bedürfnis wäre der kleinste Nenna in einem Gespräch trifft dann entsteht so eine Verbindung zwischen den Menschen wo sich Lösungen von alleine anbieten.

00:06:07: wenn man das in dieser Tiefe dann umsetzt.

00:06:12: Bei der Gewaltfreien-Kommunikation gibt es so vier Schritte, die uns helfen sich selbst zu regulieren oder Situationen auch besser zu verstehen oder in Lösungen zu kommen.

00:06:29: also einer der Schritte ist... Der erste Schritt des ist beobachten ohne bewerten.

00:06:36: Das ist etwas, was geübt werden muss und was man auch schulen muss für sich selber.

00:06:42: Seine Augen seine Ohrenschulen in Richtung Etwas zu beobachten ohne zu bewerten Ist nicht so ganz einfach weil wir darin Geübt sind Situationen bewertend darzustellen.

00:06:55: das stützt uns auch.

00:06:57: das ist jetzt nichts Vorwurfsvolles Sondern es gibt uns Sicherheit.

00:07:01: Und der zweite punkt ist dann dass Ich in mir wahrnehme, was das in mir auslöst.

00:07:06: Also diese Beobachtung und dann löst ihr in mir ein Gefühl aus.

00:07:11: Und je mehr ich mich selber kenne und je mehr über mich weiß, desto mehr kann ich auch einen Gefühlswortschatz entwickeln der mir die Verbindung zu meinem Bedürfnis erleichtert.

00:07:26: Also ich hoffe dass das jetzt nicht so viel importiert

00:07:29: ist.

00:07:30: Super spannend!

00:07:32: Und es macht dann schon Sinn, sich so einen großen Gefühlswortschatz aufzubauen.

00:07:37: Also nicht nur im Sinne von mir geht's gut oder mir geht schlecht sondern ich bin inspiriert Ich bin aufgeregt, ich bin euphorisiert wie auch immer und das hilft dann zu erkennen okay ist mein Bedürfnis erfüllt?

00:07:54: Oder unerfüllt?

00:07:55: Die Gefühle die wir spüren sind der Kommunikator dafür zu sagen Sind meine Bedürfnisse erfüllt oder nicht erfüllt?

00:08:04: Und mein Bedürftnis nach Liebe, nach Anerkennung, die hatte ich ja eben schon genannt.

00:08:09: Die sind dann so ein bisschen skalierbar zu erkennen.

00:08:13: okay heute geht es mir nicht gut aber was ist denn los?

00:08:16: Welches Bedürfen ist das gerade nicht bei mir erfüllt?

00:08:20: und dadurch ist man schlagkräftig, man wird sehr effizient wenn man einen Beitrag leisten kann dass es einem wieder besser geht oder jemanden bitten kann einen Beitrag zu leisten.

00:08:33: Jetzt möchte ich noch mal ganz kurz auf die vier Schritte zurückkommen, also der erste Schritt ist die Beobachtung ohne Bewertung.

00:08:38: Der zweite Schritt ist zu erkennen was das in mir auslöst welches Gefühl.

00:08:43: Der dritte Schritt ist dann zu erkennen welches Bedürfnis es erfüllt oder unerfüllt und der vierte Schritt wäre dann die Bitte, die ich an jemand richte um ein Beitrag.

00:09:00: Ist das jetzt mal so in der Theorie?

00:09:02: Und oftmals komme ich, wenn ich über die gewaltfreie Kommunikationsspreche, komme ich oftmals in Situationen wo Menschen sich schwer tun es in ihr Leben zu übernehmen weil da so ein Gedanke mitschwingt dass das eine Sprachkosmetik ist.

00:09:23: Wenn nicht diese Vierschritte anwende und weil es manchmal nicht sehr natürlich klingen kann In der Gewaltverein-Kommunikation glaubt er größte Hindernungsgrund, das Intensiver in sein Leben aufzunehmen.

00:09:38: Aber es gibt ganz charmante Möglichkeiten, das trotzdem für sich zu nutzen und für sich daraus einen Mehrwert zu erzählen.

00:09:48: Das gibt ganz charmante Möglichkeiten.

00:09:50: Die habe ich vor allen Dingen bei Thomas Jandrich gelernt.

00:09:52: Und deswegen bin ich da nach wie vor dabei... dass in meinem Leben so gut es geht zu implementieren, sage ich jetzt mal.

00:10:04: In der Gewaltreinkommunikation geht's auch ein bisschen darum, was möchte denn jeder Mensch und abgesehen davon das alle Menschen gerne bedingungslos geliebt werden möchten?

00:10:17: Möchten sie vor allen Dingen ein leichtes Leben?

00:10:21: also egal was sonst ein Mensch möchte er möchte auf jeden Fall ein leichter Leben.

00:10:26: Im Hinblick auf die gewaltfreie Kommunikation ist es etwas, das Leben leichter machen kann in der emotionalen Verarbeitung von Situationen.

00:10:39: Weil wenn ich eine Situation mit Schuld belaste oder mit Bewertungen dann ist die emotionale Verarbeitungs sehr schwer.

00:10:52: Dann komme ich davon nicht so frei.

00:10:53: Wenn ich aber dadurch dass ich sage, ich habe ein wohlwollendes Menschenbild.

00:10:57: Der andere erfüllt sich einen Bedürfnis und es kann auf sehr tragische Art und Weise sein weil ihm vielleicht gerade nichts Besseres einfällt.

00:11:06: Weil

00:11:06: er

00:11:07: so geprägt ist, weil er in alten Mustern, also alte Muster noch lebt die ihn unfrei machen und wo er nicht wählen kann zwischen... Ich möchte das eigentlich anders erleben oder ich gestehe dem anderen zu, dass der auch nur ein Bedürfnis erfüllt.

00:11:30: Dass sich dann in alten Mustern, in kindlich geprägten Mustern reagiere und dann sogar keine Wahl habe über das wie ich fühlen will.

00:11:39: Und wenn ich dem anderen... Also wenn ich glaube, der andere ist der Auslöser für das was ich fühle, dann gebe ich dem Anderen den enorm viel Macht über meine Gefühle!

00:11:51: Und die Frage Will ich das?

00:11:54: Nützt es dem Leben, nützt ist meinem Lebensziel.

00:11:58: Nütze es ein glückliches Leben zu haben?

00:12:01: und nochmal um auf die Leichtigkeit zurückzukommen wenn ich Klarheit habe und Klarheit erreiche ich indem ich empathisch mit dem anderen in Verbindung trete um zu klären was treibt den um?

00:12:17: Wieso macht er das so?

00:12:18: Was erfüllt er sich für einen Bedürfnis?

00:12:21: Und wenn ich diese Klarheit erreicht hab Dann wird es für mich auch leicht, damit umzugehen.

00:12:26: Also so zumindest aus meinen Lebenserfahrungen und aus den Coaching-Gesprächen die ich schon hatte.

00:12:34: Mhm!

00:12:35: Ich find's grad total spannend.

00:12:39: Eine Sache, die du gerade gesagt hast ist dass jeder das Bedürfnis nach einem leichten Leben hat.

00:12:45: Oftmals...ich glaub' auch als Außenstehender oder wenn man dann mal selber so Situationen reflektiert, wo man sich zum Beispiel unnötig irgendeinen Stress macht oder wo man Situationen oder Sachen größer macht als sie eigentlich sind.

00:13:00: Macht man sich ja quasi das Leben schwerer als es sein müsste?

00:13:05: Was würdest du sagen?

00:13:07: Warum machen wir das wenn wir alle eigentlich das Bedürfnis nach einem leichten Leben haben?

00:13:12: Aus einer Prägung heraus.

00:13:14: ganz klar ist so impulsiv gesteuert Das haben wir so gelernt, es gibt uns vielleicht Sicherheit.

00:13:22: Damit erfüllen wir uns vielleicht sicherheit wenn wir Situationen stärker erleben als sie vielleicht sind.

00:13:30: wie interpretieren vielleicht auch vieles also Vieles unseres Leitz?

00:13:35: Also Marsha Rosenberg sagt sogar neunzig Prozent unseres leids entsteht durch Interpretationen.

00:13:42: und Wenn du sagst aus etwas kleinem etwas großes zu machen das ist auch oftmals, wenn wir als Menschen an uns selber zweifeln.

00:13:53: Also wenn ich einen Zweifel an meiner Person habe oder an dem was ich tu und es gibt einen Auslöser im Außen der das womöglich irgendwie bestätigen könnte dann ist das natürlich Drama.

00:14:07: Dann erleben wir das in einer Intensivität die uns... also das ist ganz schrecklich für die Menschen.

00:14:16: Auch nur das kann in uns wirken, wo wir auch selber an uns zweifeln.

00:14:21: Also wenn du jetzt zu mir sagst und du hast aber nicht so schöne lilafarbene Haare, dann denk ich okay, ich hab ja gar keine lilafarbenden Haare.

00:14:33: anscheinend hast du ein Problem mit deinen Augen?

00:14:39: Wenn du aber jetzt zu mehr sagst deine blonden Strähnen sehen jetzt nicht so gut aus Ist es ja so ein bisschen, entspricht der Wahrheit.

00:14:48: Ich habe blonde Strähne.

00:14:48: ob ich jetzt glauben mag dass das nicht gut aussieht sei jetzt dahingestellt aber Es ist so einen Kern der Wahrhalt dabei der mich Wo ich eine Möglichkeit hätte zu zweifeln an dem was meine Haare wie mein haare aussehen.

00:15:02: also worauf ich hinaus will is Mich kann nur etwas wirklich in der Tiefe treffen wo ich in mir einen Zweifel spür

00:15:12: und

00:15:14: ist, glaube ich der wichtigste Teil der gewaltfreien Kommunikation.

00:15:19: Das ist der Teil, der darüber spricht dass man selbst empathisch mit sich umgehen soll also die eigene Entwicklung zu fördern.

00:15:27: im Sinne von.

00:15:29: welche Bedürfnisse sind mir wichtig?

00:15:31: was möchte ich in meinem Leben erfüllen und welche Möglichkeiten gibt es?

00:15:36: Weil bei der Erfüllung der Bedürffnisse hast du wirklich... Also du bist nicht nur auf einen Menschen angewiesen auf einem Ort oder auf eine Aktion.

00:15:48: Wenn du weißt, dass du ein Bedürfnis hast nach Bewegung zum Beispiel dann bist du nicht nur darauf angewesen das du mit dem Fahrrad fährst und du könntest laufen kann schwimmen gehen.

00:15:58: es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten Und sich das offen zu halten ist so eine Möglichkeit von Freiheit und von Lebendigkeit und Das ist auch einer der wichtigsten Beiträge der gewaltfreien Kommunikation dass man lebendig

00:16:13: bleibt.

00:16:14: Also mit allem, was man fühlt, das man im Glück lebendigt ist aber selbstverständlich auch in der Trauer oder in der Wut.

00:16:23: also man darf in einer Gewaltfeinkommunikation alle spüren es wird nichts verharmlost oder in irgendeiner Art verniedlicht oder verkleinert sondern du darfst spülen, was du spürst und du bringst es zum Ausdruck in einer klaren, effizienten Sprache und das ist sehr hilfreich um zu verstehen wie es dem anderen grad geht.

00:16:49: Dann ist es nicht so verwirrend mit Emotion und Handlung da bringen viele Leute was zusammen manchmal so wenig nützt.

00:16:58: ja

00:16:59: ich kann mir vorstellen dass gerade der erste Schritt den du vorhin genannt hast das erst mal wahrzunehmen welches Bedürfnis da grade vielleicht auch nicht befriedigt wird, dass das somit auch für viele das Schwerste ist.

00:17:17: Weil ich musste da direkt dran denken wenn man manchmal gefragt wird wie geht es dir?

00:17:21: Dass man einfach so aus einem Impuls gut sagt und dieses Gut oftmals glaube ich sehr undifferenziert ist und man vielleicht gar nicht so richtig drüber nachgedacht hat.

00:17:31: Wie geht's mir denn jetzt grad?

00:17:34: Und das finde ich glaube ich oftmals auch so ist, dass man gerade im Alltag mit den ganzen Reizen und so, vielleicht gar nicht sehr in Verbindung mit sich steht.

00:17:44: Und fand es dann total spannend was du gesagt hast.

00:17:49: eben das erst mal wahrzunehmen fällt glaube ich vielen schon schwer.

00:17:52: wie geht's mir denn gerade?

00:17:55: Dann auch wenn dann eben sowas kommt wo ich sage okay die Person hat jetzt irgendwas gesagt deshalb mich irgendwie geärgert oder verletzt oder so und ich reagiere dann eben irgendwie Dementsprechend absolut.

00:18:10: Das fand ich aber total spannend, dass dann so in dem Moment zu hinterfragen, warum reagiere ich denn jetzt so?

00:18:19: Und was ist hier gerade eigentlich nicht so wie es mir wünschen würde, was das auslöst?

00:18:24: und ich glaube ... Also ich kann mir vorstellen, dass das für sehr viele auch heilsam sein kann, aber auch eine große Herausforderung weil sich erst mal zu spüren, glaube vielen auch gar nicht so einfach fällt.

00:18:39: Ich denke, dass das wie gesagt etwas wirklich ist...etwas ist was geschult werden will.

00:18:47: also wie geht's mir?

00:18:49: Wie fühle ich mich?

00:18:51: Also auch meine Ohren und meine Augen zu schulen Was löst in mir was aus?

00:18:56: Also belastende Themen.

00:18:59: Ich glaube da macht es am meisten Sinn sich damit zu beschäftigen damit man dann halt eine Wahlmöglichkeit hat, wie möchte ich denn in Zukunft darauf reagieren?

00:19:07: Möchte ich immer die gleiche Situation gleich erleben?

00:19:11: Fünfzigtausendmal.

00:19:12: Entschuldigung, wenn ich das jetzt so ein bisschen übertreibe.

00:19:17: oder möchte vielleicht eine Situation, die sich ähnelt, die Freiheit zu haben und zu sagen nee, die möchte ich mal anders erleben.

00:19:25: Und dann macht es Sinn zu sagen welches Bedürfnis ist ihn da nicht erfüllt und was kann ich ihm dazu selber tun?

00:19:31: Also selbst verantwortlich für meine Gefühle zu werden, das ist auch eine der herausforderndsten Gedanken und Umsetzungsstrategien die die gewaltfreie Kommunikation uns mitgibt.

00:19:46: So diese Freiheit frei zu werden von dem was um uns herum passiert

00:19:51: und

00:19:52: von dem wie wir sonst üblicherweise reagieren so sagen und jetzt möchte ich es mal gerne anders versuchen frei zu werden, zu entscheiden.

00:20:02: Was ist in mir?

00:20:05: Wie möchte ich damit in Zukunft

00:20:07: umgehen?".

00:20:09: Ich kann mir halt vorstellen... Da gibt es ja dieses psychologische Phänomen dass viele Menschen die gerade zum Beispiel in einer unten gesunden Beziehung sind oder die in einem Job feststecken der sie unglücklich macht und sie nehmen das auch so wahr.

00:20:25: also Sie wissen das macht sie nicht glücklich.

00:20:27: Das ist ja trotzdem überlebendstechnisch, natürlich sicherer ist in einer gewohnten Situation zu bleiben die vielleicht einem nicht gut tut als jetzt da rauszugehen quasi weil es einfach für unser Unterbewusstsein quasi eine Gefahr ist in was Ungewohntes zu gehen und ich glaube das ist auch manchmal so ne Sache die sich aber bewusstzumachen die da vielleicht hilft diesen Schritt zu wagen.

00:20:57: Weil wie du gerade gesagt hast Man hat ja die Wahl zu entscheiden, da freier zu sein.

00:21:03: Oder kann ich mir vorstellen, dass es in dieser ersten Instanz vielleicht braucht?

00:21:08: Zu verstehen, okay, ich bleibe vielleicht in meinen Mustern weil's mir eine gewisse Sicherheit gibt.

00:21:13: das heißt aber nicht, dass ist gut für mich is'.

00:21:16: Also wenn ich davon ausgehe, dass jeder Mensch sich ein Bedürfnis erfüllt, indem was er tut und wenn du jetzt diese Situation schilderst dann erfüllt sich der Mensch vielleicht Sicherheit, richtig?

00:21:28: Dann erfüllt er sich das Bedürfnis nach Sicherheit.

00:21:30: Und es scheint sehr stark zu sein, weil der Leidensdruck dann vielleicht schon groß ist aber noch nicht groß genug um mutig zu werden, sich etwas anderes zu erfüllen.

00:21:44: und Sicherheit ist schon ein sehr starkes Bedürftnis.

00:21:47: also ich glaube Menschen erleiden viel leid um sich das bedürfnissicherheit erfüllend zu können oder zu wollen.

00:21:57: Und ich bin auch der Meinung, wenn jetzt nicht jemand wirklich geschult ist in einer GFK oder in anderen psychologischen Techniken.

00:22:07: Dass es immer Sinn macht, wenn's einem nicht gut geht, jemanden aufzusuchen, der mit einem das klärt.

00:22:14: Weil... Auch ich persönlich, also wenn ich selbst reflektiv mit mir umgehe und eine Situation erlebe die mich belastet dann habe ich eine Methode, ich schreib mir das auf und ich wende dann die GFK an, und ich kriege da eine Klarheit.

00:22:30: Und in der Regel löst sich das bei mir sehr gut auf.

00:22:37: Am ganz am Anfang von meiner Ausbildung war ich nicht sehr geschult drin.

00:22:43: Ich hatte so schwarze Flecken ... In meiner Wahrnehmung.

00:22:49: Das heißt, ich wollte es bei mir gar nicht sehen!

00:22:53: Was so wahr ist?

00:22:54: Dann ist es wertvoll wenn ich jemanden gegenüber hab, der mich da durchführt um dann in eine Lösung zu kommen.

00:23:03: Also im Training selber hatte ich die Gelegenheit über solche Themen mal zu sprechen und dann war jemand... hatte ich einen jemand an der Hand, der mir dann auch dadurch eine Situation durch mich durchgeführt hat wo ich gedacht habe ach krass!

00:23:18: Das hätte ich wahrscheinlich alleine gar nicht geschafft.

00:23:22: Und deswegen ist so mein Appell weil das ja manchmal auch so tabuisiert wird, wenn es jemandem nicht gut geht dann ist es berechtigt.

00:23:32: Dann darf der fühlen was er fühlt.

00:23:33: Er hat alles Recht der Welt dazu eine Situation zu erleben wie er sie erlebt.

00:23:38: Das Wichtige ist dass er da wieder rauskommt und wenn ihm das nicht alleine gelingt, dass er dann bitte bitte irgendjemanden findet der mit dem gemeinsam das bearbeitet und in die Lösung geht also in eine Strategie und in eine Therapie.

00:23:54: Ja, für mich ist es die gewaltfreie Kommunikation.

00:23:56: Aber es gibt ja ganz viele wunderbare Ideen und Möglichkeiten emotionale Blockaden oder emotionale Störungen auch aufzulösen oder Gedankenmuster.

00:24:08: also von daher wenn ich ganz kurz darf ich dir ganz kurz, darf ich dich was fragen?

00:24:13: Natürlich!

00:24:15: Also das ging ja darum.

00:24:16: ganz am Anfang schon gesagt Es ist so schwierig etwas zu beobachten ohne zu bewerten.

00:24:21: Und jetzt mag ich Dich ganz gern.

00:24:23: Also ich würde das ganz kurz machen, aber ich möchte dich ganz gern entführen in eine Situation.

00:24:28: In der du mir schilderst wie es dir geht also nichts.

00:24:32: Dramatisch ist.

00:24:32: nur ein bisschen deine Städte vor!

00:24:36: Du lädst zu einem Kaffee ein und an dem Kaffeetisch... also du hast alles wunderbar gedeckt, du hast dir ganz viel Mühe gegeben und an deinem Kaffeetrisch sitzt jetzt deine Familie, deinen Partner, deine Eltern und eine ganz wichtige Person.

00:24:51: Also die Person ist so wichtig, da geht's wirklich um deine Existenz und du willst richtig gut an dem Tag dastehen.

00:25:00: Der Mittag soll perfekt laufen oder schon kuchen gebacken – alles perfekt!

00:25:04: Und alle sitzen am Tisch und jemand nahestehender, ich sag es mal dein Partner, kippt eine Tasse Kaffee über die Hose von dieser wichtigen Person?

00:25:16: Ganz kurz wie gehts dir?

00:25:18: Ich war wahrscheinlich sehr aufgelöst, weil man eben wie du gesagt hast das Gefühl hat da hängt viel dran und man möchte ja dass alles gut läuft.

00:25:26: Und dann kommt was was man nicht vorher gesehen hat und dann bringt es einen wahrscheinlich sehr schnell mal ins Wanken.

00:25:33: Hast du da auch gibt's auch so ein bisschen den Ortteil in deinem Kopf?

00:25:37: Den Partner gegenüber der das... ich glaube eher.

00:25:43: also wenn ich jetzt für mich spreche bei mir wäre klar So, warum musste das passieren?

00:25:49: Aber ich glaube, dass bei mir dann nicht so ist.

00:25:53: Der macht es ja nicht mit Absicht.

00:25:54: Ja, ja schön!

00:25:55: Dann bist du sehr reflektiert und jetzt stell dir die gleiche Situation vor und jetzt tut diese ganz wichtige Person diesen Kaffee umschütten.

00:26:07: Und wie geht's dir jetzt damit?

00:26:09: Ich glaub ähnlich.

00:26:10: aber was mich jetzt gerade wenn ich kurz beim Experiment abwiegen darf, was mir jetzt gerade aufgefallen Ich glaube, wenn ich den Kaffee umgeschüttet hätte, wäre ich nicht so verständnisvoll wie mit dem Partner oder der Person.

00:26:22: Also da würde ich wahrscheinlich ... Ich würde es ja genauso wenig mit Absicht machen.

00:26:26: Aber ich glaube, da würde sich sehr viel härter ins Gericht gehen und denken Mensch, Madlena warum hast du jetzt nicht besser drauf geachtet?

00:26:34: Vielleicht ist das auch eine spannende Einsicht.

00:26:37: Also wieso ich diese Geschichte erzähle?

00:26:39: Ich erzähle dir deswegen weil ich finde die veranschaulich zu sehr.

00:26:44: Es ist ja genau die gleiche Situation passiert.

00:26:46: Aber dein Erleben ist völlig anders, warum?

00:26:51: Also und dann kommen wir zu der Antwort weil die Situation, die du beobachtest, du anders bewertest.

00:27:01: also wie du gesagt hast du würdest mit dir selber sehr hart ins Gericht gehen und du würdest es vielleicht auch sehr schwer nehmen und bei den anderen Personen würdest du vielleicht eher hilfsbereit reagieren und helfen wollen und sagen, oh je.

00:27:15: Das machen wir jetzt schnell sauber oder so.

00:27:17: Also das ist so eines der Beispiele die veranschaulichen kann,

00:27:23: dass

00:27:24: dein Erleben deine Verantwortung ist.

00:27:29: Darf ich das vielleicht gerade mal jetzt versuchen aus dieser Perspektive mit dem Bedürfnis?

00:27:34: Weil da ist mir jetzt grad gekommen... Ich habe vielleicht in diesem Moment dieses Bedürfenes nach Anerkennung zum Beispiel, dass hergerichtet und ich möchte, dass diese Person das anerkennt.

00:27:46: So jetzt ... Jetzt schütte ich den Kaffee um und gehe ja sehr hart mit mir ins Gericht.

00:27:53: Weil ich davon ausgehe, okay, jetzt hab' ich alles versaut und ich bekomme diese Anerkennung nicht.

00:27:58: Bei meinem Partner bin ich jetzt vielleicht total verständnisvoll und sag', hey, das war ja nicht mit Absicht'.

00:28:05: Und kriege ja vielleicht da auch wieder die Anerkannung, dass jemand sagt, finde ich toll, dass du da jetzt nicht irgendwie ein Drama draus gemacht hast.

00:28:13: Würdest du das so bestätigen?

00:28:15: Das würde ich so bestädigen ja.

00:28:17: Find' ich total spannend!

00:28:19: Also ich find', es öffnet grad so eine ganz andere Perspektive.

00:28:22: eben wie du sagst... ...wie man mit gleichen Situationen oder auch mal mit sich oder anderen eigentlich umgeht und warum.

00:28:29: Und vor allen Dingen weil Anerkennung nicht auf einem Weg

00:28:33: nur

00:28:34: funktioniert sondern Anerkennen kann auf ganz viele Art und Weise spürbar werden.

00:28:41: Durch ganz viele Menschen, durch ganz viele Situationen.

00:28:43: und wenn Anerkennung so dein das Thema einer Person ist dann kann man sich überlegen wie kann ich denn dazu kommen dass ich mich anerkennt und geliebt und geschätzt fühle?

00:28:57: oftmals denkt mir das in so einer Abhängigkeit mit anderen Menschen.

00:29:03: also Anerkannung ist für mich nur spürsbar.

00:29:05: es gibt so ein Gedanken oder Ideen, dass ich mich nur anerkannt fühlen kann wenn jemand anders ein Lob ausspricht oder wenn irgendjemand irgendwas Anerkennendes oder Wertschätzendes über mich sagt.

00:29:19: Aber auch davon kann man sich frei machen weil sich selber an zu erkennen ist eigentlich die Königslösung um frei zu werden und sich das, was das Platz haben darf in den Gedanken, dass man selber anerkennt was man schon selber geleistet hat wie viel man an einem Tag, obwohl es einem vielleicht nicht gut gegangen ist.

00:29:42: Wie viel das dazu beigetragen hat, dass du ganz viel geleistisch hast an dem Tag und dass das auch anerkannt wird von dir anerkennen.

00:29:55: Und sich davon freizumachen von den anderen Menschen, dass die einen wertschätzen müssen.

00:30:02: Also das ist so ... Die Königsdisziplin sag ich mal.

00:30:05: Das gelingt uns sicherlich nicht so ganz einfach Aber wenn das ein Thema wäre, dann wäre es auch eine Möglichkeit sich jeden Abend so ein Dankestagebuch

00:30:15: zu schreiben

00:30:16: oder einen Anerkennungstagebuch um in dieses Gefühl hineinzukommen.

00:30:20: Es geht ja darum unser Gehirn produziert bis zu sechzigtausend Gedanken am Tag und ganz viele davon sind nicht so hilfreich.

00:30:28: Manche Gedanken oder manche Ideen die des Gehirns produziert sind wirklich oskareif aber die dienen nicht im Leben zu selektieren und zu sagen, ich mag aber schon sehen was sich alles kann.

00:30:45: Und wie gut ich in dem und den Bereich bin.

00:30:48: Das wertschätze ich bei mir selber.

00:30:52: dann löst es also sind ja Botenstoffe im Kopf.

00:30:55: Also Botenstoffe die lösen dann im Körper Hormone aus und die sorgen dafür dass es dir gut geht.

00:31:02: Wenn dir dieser Zusammenhang mal klar geworden ist Bist du wirklich der Manager deiner Gefühle?

00:31:10: Und die gewaltfreie Kommunikation ist da so ein wichtiges Hilfsmittel dafür.

00:31:14: Ich würde gerne noch mal zu dem Punkt zurückgehen, kurz wo Du vorhin meintest gerade wenn Du zum Beispiel irgendwas belastendes hast wie Du damit umgehst.

00:31:25: und wenn ich das jetzt vorhin richtig verstanden habe dann wendest Du die Gewaltfreien Kommunikations in dem Moment nur für Dich an also gar nicht oder in Verbindung mit jemand anderem in der Kommunikation.

00:31:38: Kannst du vielleicht erklären, wie das in dem Moment dann aussieht?

00:31:43: Wenn du jetzt die gewaltfreie Kommunikationssituation für dich anwendest...

00:31:48: Also ich schreibe es auf und fange an aufzuschreiben, wie geht's mir?

00:31:53: Und dann schreiber ich so ehrlich, wie es geht auf, wie's mir geht.

00:31:57: Dann gehst du in diese Selbstempathie, in der ich dann anerkenne Mein Erleben empathisch anerkenne und sage, okay.

00:32:07: Das klingt so als würde ich das ganz schön mitnehmen oder mich ganz schön Mitnehmen und dich ganz schön belasten Und dich dann auch traurig machen.

00:32:16: also Ich versuche dann auch das Gefühl zu benennen dass ich sag ich bin traurige oder wütend oder unverstanden Oder enttäuscht oder was auch immer ich dann fühlen mag.

00:32:26: und wenn ich dann das gefühl schon benannt habe Dann ist es oftmals schon so dass ich sage ok Tatsächlich, ich fühle das und ich habe jedes Recht dazu, das zuzufühlen.

00:32:37: Weil mein Körper ist einfach so gestrickt.

00:32:40: Und jetzt ist der nächste Step zu sagen okay und welches Bedürfnis es nicht erfüllt?

00:32:46: Dann sage ich ok, es geht mir um Zugehörigkeit, Gemeinschaft gesehen werden Verständnis Wenn ich dann merke da ist eine Resonanz in mir die dann anspringt wo ich dann sag ja genau Darum geht es mir.

00:33:05: Und der nächste Schritt, den ich dann mache ist die Bitte an mich selber.

00:33:09: Also nicht an die andere Person sondern an mich selbst.

00:33:12: Manchmal auch an die anderen Personen also je nachdem in welchem Kontext etwas geschieht aber auch die bitte an mich zu sagen okay und was könnte ich jetzt tun um hier zu helfen?

00:33:26: In diesem Moment der Klarheit die ich erlebe durch die Nennung meines Bedürfnisses fallen mir auch Strategien ein, wie ich eine Situation lösen kann.

00:33:37: Und das ist etwas ganz... Das ist so'n Game-Changer.

00:33:41: in dem Moment weil ich da nicht mehr so festhalten muss an einer Lösungsstrategie sondern in den Moment, in dem ich erkenne um welches Bedürfnis unerfüllt ist fallen meinem Kopf ganz viele Lösungen ein.

00:33:58: also es ist als würde der umschalten Ich mich selber verstehen können und mich dann loslösen könnte von dem Schmerz in die Lösung rein.

00:34:09: So erlebe ich

00:34:10: das.".

00:34:11: Und würdest du sagen, dass es auch so was ist?

00:34:14: Je öfter man das für sich praktiziert oder auch in der Kommunikation mit anderen, dass das wie so trainiert wird... ...und ich vielleicht gar nicht mehr sagen muss okay ich muss jetzt hier erstmal oder ich schreibe das mir auf und dann kommt es irgendwann sondern dass man da für sich auch dann irgendwann Unterbewusster und schneller quasi erkennt.

00:34:33: Okay, da war jetzt dieses Bedürfnis oder dass das sich auch so irgendwann einprägt und manifestiert und dann zu einer normalen Haltung herangehensweise wird?

00:34:46: Das wäre die Königslösung.

00:34:51: So wie ich es vorhin gesagt habe mit diesem ... Wie gehe ich mit mir selber um?

00:34:57: Was denke ich über mich?

00:34:59: Mag ich mich?

00:35:00: Oder bin ich viel im Urteil über mich?

00:35:03: So ist auch das etwas, was trainiert werden will oder Routinen braucht.

00:35:08: Und wenn ich wohlwollend mit mir selber umgehe wie ich es jetzt in so einem Prozess der Selbstempathie mache dann kann sich das schon automatisieren.

00:35:19: Aber das braucht tatsächlich sehr viel Übung würde ich sagen.

00:35:24: und In meinem Leben also wenn's nicht so starke Triggerpunkte sind in denen ich dann in eine emotionale, schwere Situation komme.

00:35:37: Dann gelingt es bei mir schon sehr automatisiert.

00:35:40: also ich lasse das beim anderen.

00:35:42: Ich merke okay dem geht's gerade nicht gut.

00:35:44: Okay der ist gerade in einer emotionalen Ausnahmesituation und es ist sein Erleben Und ich erkenne es an und ich kann mir vorstellen Also das nennt sich ja Empathie Sich vorstellen zu können was der andere gerade erlebt.

00:35:57: Es geht gar nicht darum dass ich das verstehe muss ich ja gar nicht verstehen.

00:36:02: Es geht darum, dass ich akzeptiere und respektiere das es dem anderen mit dem was er gerade erlebt richtig richtig schwergeht.

00:36:11: Und in diesem Empathie-Prozess den ich manchmal auch erlebe also die mich auch erlebt habe in Coachinggesprächen Das dieses sich völlig verstanden zu wissen und sich auch nicht bewertet oder mit irgendwelchen Ratschlägen in irgendeine Richtung zielen zu wollen, sondern dem anderen zugestehen.

00:36:36: So wie du fühlst das darfst du fühlen und es ist natürlich da löst sich ganz viel.

00:36:44: also das habe ich ganz oft erlebt dass Menschen wenn sie so in ihrem gesamten Schmerz verstanden werden oder empathisch ihnen zugestanden wird, dass sie das erleben dürfen.

00:37:00: Wie Sie es erleben?

00:37:01: Dass dann ... Das kann auch so ein Gain-Changer sein.

00:37:06: Dass die in eine Erleichterung kommen und sagen okay, jetzt versuche ich eine andere Lösung oder einen anderen Weg zu gehen ums mir, damit es besser geht.

00:37:19: Und Verantwortung für das übernehmen wie's mehr geht.

00:37:23: Jetzt sind die berührenden verbindenden Momente mit

00:37:26: einem Menschen

00:37:27: die mich auch sehr an der gewaltfreien Kommunikation fesseln, die ich sonst nirgends erlebe.

00:37:35: Was da bei mir jetzt direkt aufgekommen ist... Ich habe das auch schon öfter gesehen und gehört dass wenn man zum Beispiel sich jemandem öffnet oder jemandem irgendwie was erzählt oder so Dass es dann hilfreich sein kann quasi zu fragen Möchtest du von mir, dass ich einfach nur zuhöre?

00:37:57: Oder möchtest du, dass wir quasi eine Lösung finden?

00:38:01: Weil ich glaube manchmal hat man ja vielleicht einfach das Bedürfnis, das mal auszusprechen und loszuwerden.

00:38:06: Man möchte aber vielleicht in dem Moment gar nicht, dass der andere jetzt irgendwie einem einen Rat gibt oder so.

00:38:13: Und es ist jetzt bei mir da direkt aufgeploppt, wo du gesagt hast okay Ich nehme wahr Der anderen Person geht's schlecht!

00:38:20: Und... ...und ich glaub' dass ich da auch so jemand bin der dann so das Bedürfnis hätte, okay ich muss der Person helfen.

00:38:29: Aber ich kann mir vorstellen dass es vielleicht gar nicht immer so der richtige Weg in dem Moment ist.

00:38:36: was würdest du da sagen?

00:38:38: Also dieser Lösungsdruck den sich, der sich in so einem Moment ergibt weil jeder Mensch einen Beitrag leisten möchte, dass es dem anderen besser geht... Der ist auf jeden Fall da

00:38:50: also

00:38:50: auch bei mir!

00:38:51: Auch in einem Coachinggespräch Und es ist schwierig, dem nicht nachzugeben.

00:38:57: Das ist schwierig sondern dem anderen

00:39:00: die

00:39:00: Chance zu geben selber eine Lösung zu finden weil die Lösung die ich anbiete ist ja meine Lösung aber der andere hat vielleicht eine ganz andere Lösungsmöglichkeit und wenn ich dann meine nenne dann ist er schon so ein bisschen in eine Richtung gesteuert da soll frei bleiben.

00:39:19: Aber ich gebe dir völlig recht absolut schwierig das auszuhalten, wenn jemand etwas sehr Schweres erlebt hat da nicht einen Ratschlag geben zu wollen.

00:39:32: Das ist wirklich eine sehr schwierige Situation also auch für mich nach wie vor und ich finde es total hilfreich so wie du das gesagt hast zu fragen Möchtest du das einfach jetzt alles mal erzählen?

00:39:47: Und ich höre dir einfach zu oder möchtest Du dass wir gemeinsam an einer Lösung arbeiten ist ja schon alles geklärt.

00:39:56: Dann ist der andere, dann weiß er ich kann jetzt mal alles erzählen was mir wehtut und schmerzt wo ich mal gehört werden will und am Ende kann er sagen okay und jetzt können wir vielleicht gemeinsam an der Lösung arbeiten.

00:40:11: aber das ist oftmals entscheidend.

00:40:13: also ich erlebte es in so Situationen wenn Frauen Männern etwas erzählen.

00:40:19: also bitte nicht dass sich in so ein Klischee fallen will.

00:40:22: Das ist manchmal in Beziehungen so, dass Männer ganz gerne, ganz schnell eine Lösung wollen.

00:40:30: Und ich glaube das machen die weil sie so eine Wirksamkeit spüren wollen, weil die dann in der Situation nicht wissen was jetzt die richtige Handlung ist oder was jetzt gebraucht wird und dass die dann um sich zu erleichtern, die erfüllen sich ja auch etwas, so eine schnelle Lösung anbieten.

00:40:52: Also je nachdem.

00:40:53: Und Frauen, die bei mir schon waren und das dann manchmal angesprochen haben, dann gesagt haben, ob ich möchte eigentlich nur erzählen?

00:41:01: Ich möchte nur erzählten wie mein Tag war und dass ich mich über den Chef geärgert habe oder meine Kollegin über die Kinder keine Ahnung.

00:41:08: Wenn man voran stellt, dass man sagt okay du ich mag es einfach nur erzäheln und wir brauchen gar keine Lösung, dann kann das so nützlich sein!

00:41:20: damit beide aus dieser Verantwortung rauskommen, auch die zuhörende Person da eine Lösung anzubieten oder für eine Erleichterung zu sorgen.

00:41:28: Sondern einfach das Erzähl zu bekommen ist schon die Erleicherung oder zuzuhören?

00:41:35: Ich glaube auch – weil ich habe jetzt gerade darüber nachgedacht, dass ja eben wenn ich etwas erzähle und die zuhörende Person ... Also ich hab dann das Bedürfnis, das zu teilen Und die zuhörende Person, wie du vorhin gesagt hast, hat ja dann wahrscheinlich das Bedürfnis ... eben wirksam zu sein quasi oder zu helfen.

00:41:57: Mhm.

00:41:58: Dann hab ich jetzt so drüber nachgedacht, dass der beide hier ein Bedürfenes haben und wenn die Person sagt okay, ich höre einfach nur zu, da muss sie ihr Bedürfsniss hinten anstellen?

00:42:09: Mhm.

00:42:11: Da habe ich mich gefragt ob es in so einem ... in so einer Situation in Ordnung ist, dass man sagt okay ich nehme jetzt da meinen Bedürfnis zurück und dann fand ich jetzt was du gesagt hast wenn man als erzählende Person vorher sagt hey ich möchte jetzt gar keine Lösung.

00:42:26: Dann mindert das vielleicht bei der anderen Person auch dieses Bedürfenes weil die weiß ok ich brauche hier jetzt nicht helfen sondern es reicht dass sich einfach da bin

00:42:34: absolut richtig

00:42:36: total schön.

00:42:39: und wenn ich mich habe eine Freundin Mit der habe ich gemeinsam diese Weiterbildung gemacht, die Heike Leichenauer.

00:42:48: Und wenn es etwas gibt wo ich denke das muss sich jetzt besprechen nochmal mit jemandem der so ein bisschen außerhalb steht dann ist sie die Person.

00:42:59: und wenn ich mit ihr spreche und es geschieht im beiderseitigen Einvernehmen Dann heißt es so du ich brauch einfach mal

00:43:05: deinen Ohr

00:43:07: und keine Lösung nur dein Ohr.

00:43:10: Und im Gespräch kann es sein, dass dann sich so eine Lösung anbietet.

00:43:15: Die man dann gemeinsam entwickelt aber nur ein Ohr und das ist so wertvoll zu wissen, dass irgendjemand gibt den man sich anvertrauen kann wo man weiß das bleibt bei der Person und wo man alles erzähle darf was in einem grad so lebendig ist.

00:43:34: Ich finde es gerade auch voll befreiend Weil wenn wir jetzt mal zu dem Beispiel zurückgehen eben mit, ich hatte zum Beispiel einen anstrengenden Tag oder der Chef hat mich geärgert oder irgendwie sowas.

00:43:47: Und ich erzähle das jetzt und die andere Person hat es Bedürfnis und kommt dann mit einer Lösung.

00:43:54: Dann habe ich ja auch wieder das Gefühl okay da gibt sich jetzt Mühe und dann muss man da vielleicht auch drauf eingehen Und dabei bin ich eigentlich so platt von dem Tag.

00:44:03: Ich wollte das jetzt loswerden und möchte mich vielleicht gar nicht damit auseinandersetzen, wie könnte man da eine Lösung finden?

00:44:10: Sondern ich möchte jetzt einfach ... Das erzählen ist loslassen uns gut sein lassen.

00:44:15: Deswegen finde ich es glaube ich so befreiend wenn das einfach so klar kommuniziert ist.

00:44:20: wir brauchen hier keine Lösung finden weil man sich dann auch nicht in so einer Situation begibt wo man's Gefühl hat okay Jetzt bin ich das quasi schuldig, dass sich dann aber auch darauf eingehe.

00:44:29: Obwohl ich vielleicht selber gerade die Kapazität dafür gar nicht habe.

00:44:34: Und es ist so wertvoll wenn man das voran stellt.

00:44:38: Also wenn man sich bewusst ist wie Kommunikation funktioniert und wie Menschen auch verarbeiten müssen.

00:44:46: also über die Sprache verarbeiten wir ja auch Dinge, die wir erleben und sobald wir darüber sprechen externalisieren wir ja das.

00:44:56: Also wir sind nicht mehr das Gefühl, wir haben ein Gefühl.

00:45:00: Und dieses Externalisieren geschieht durch die Sprache und wenn ich jemand habe der mir zuhört dann kann ich mich von dem Gefühl schon befreien also zumindest etwas weicher werden oder es etwas nicht mehr so schwer erleben.

00:45:17: Ich weiß nicht ob du solche Situationen auch kennst und dass ist dann so hilfreich.

00:45:23: und alleine des Zuhören ist dann schon so ein wertvolles Werkzeug, das dem anderen hilft über sich selber zu reflektieren.

00:45:34: Über den Tag zu reflektionen.

00:45:35: Über seine Gefühle zu refleaktieren und es braucht noch gar nicht irgendeine Aktion.

00:45:43: Ja und ich finde auch dieses Voranstellen eben das klar abzustecken schafft ja was du vorhin auch schon angesprochen hast Klarheit Und das finde ich sowas, also ich komme ja aus der Kommunikationswissenschaft.

00:45:56: Das ist jetzt zwar schon ein paar Jahre her mein Studium aber da ist mir auch ganz stark hängen geblieben so dieses Sender-Empfängermodell und wie unwahrscheinlich es eigentlich ist dass Kommunikation so gelingt wie man's vielleicht als Sender halt vorgesehen hat und wie viel auf dem Weg mit sozialen Disposition oder Ebenprägungen beeinflusst.

00:46:21: Und ich musste da vorhin auch... Ich meine, es ist Friedemann Schulz von Thun.

00:46:28: Der diese vier Ebenen des Hörens.

00:46:30: Also höre ich jetzt einfach auf der inhaltlichen Ebene.

00:46:34: Höre ich auf der Beziehungsebene.

00:46:36: Höhe ich auf die Appellebene.

00:46:38: also mir ist da so ein Beispiel hängen geblieben wenn man zum anderen sagt Die Ampel ist grün.

00:46:45: Dann ist das auf der Inhaltliche Ebene einfach mal eine Beobachtung.

00:46:49: Es kann aber auch auf der Beziehungsebene sein, dem anderen geht's jetzt schon wieder nicht schnell genug.

00:46:56: Oder auf der Appellebene fahr doch!

00:46:58: Und ich finde wenn man sich das mal bewusst macht wie... und deswegen sind es ja auch so Sachen zum Beispiel über WhatsApp oder sowieso viel scheitert weil es einfach schon in direkter Kommunikation schwer ist dass das was ich senden möchte beim Empfänger auch so ankommt.

00:47:15: und da würde mich tatsächlich interessieren Dieses Wahrnehmen, wie geht es mir eigentlich?

00:47:22: Welche Bedürfnisse habe ich hier.

00:47:25: Das findet ja einmal bei mir statt als Sender und einmal beim Empfänger.

00:47:30: Würdest

00:47:30: du jetzt sagen das ist da wichtig ist dass sich das wahrnehme in meiner Senderposition und auch in der des Empfängers oder dass es eher halt in erster Instanz wichtig ist, dass das jeder für sich also weiß?

00:47:46: so was ich mein wenn du vorhin gesagt hast Manchmal nehme ich im Gespräch dann wahr, wie es dem anderen geht.

00:47:51: Spielt das auch eine Rolle?

00:47:52: Nicht nur bei sich hinzuhören sondern auch beim Anderen?

00:47:55: Es kommt darauf an was ich jetzt gerade umsetzen möchte.

00:47:59: also wenn ich den Andern verstehe... Also in der GFK und auch Ich bin der Meinung Wenn ich nicht erstmal bei mir selbst empathisch unterwegs bin keine Chance den Anderen zu verstehen Keine Chance glaube ich

00:48:13: nicht

00:48:14: dass das gelingen kann.

00:48:17: Der erste Step ist einfach mir selbst Empathie zu geben, zu verstehen Klarheit zu schaffen und sobald das gelungen ist dann kann ich dem anderen empathisch zuhören.

00:48:30: Und was in der GFK auch immer mal wieder genannt wird oder was auch Sinn macht ist wenn ich merke ich sag etwas und jemand reagiert darauf untypisch dass sich dann Frage Was hast du jetzt grad von mir gehört?

00:48:47: Wie ist das jetzt gerade bei dir angekommen, magst du mir mal grade sagen.

00:48:51: Hast es bei dir ausgelöst hat sich so zurück zu versichern?

00:48:55: Ist das jetzt das was ich wollte oder nicht?

00:48:58: und wenn jetzt jemand sagt Ich habe das so und so verstanden und du merkst oh das war gar nicht meine Absicht.

00:49:03: Es war gar mit meiner Absicht dass das so verstand wird Und ich das klargestellt hab indem ich dem anderen die Möglichkeit gibt zu erklären was er jetzt da gerade versteht oder erlebt Dann hab ich die super Chance, das klarzustellen.

00:49:17: Und so sagen ... Oh!

00:49:19: Da muss ich's anders formulieren, weil die Macht der Worte ist ja in dem Fall enorm und dann das noch mal nachzusteuern und nachzujustieren und zu sagen Ich habe es eigentlich so und so gemeint.

00:49:33: Also da liegt ja da.

00:49:35: Der andere hat auf einem anderen Ohr sag' ich jetzt mal Das gehört als Vorwurf oder als Appell Was auch immer, wenn du das mit der grünen Ampel sagst, dann denkt der andere so wie du es gesagt hast.

00:49:49: Es geht nicht zu schnell.

00:49:50: Dann hört ja sowas wie ein Vorwurf und das da noch mal nachzujustieren... Das ist total erleichtert in der Kommunikation!

00:49:59: Und ich erlebe in der GFK.

00:50:02: also wenn ich dieses wohlwollende Menschenbild habe und wenn ich dann so gezielt Nachfrage und immer mit diesem liebevollen Blick auf die Menschen dass es manche sehr, wie soll ich sagen, leichte Möglichkeiten gibt in die Kommunikation zu gehen.

00:50:18: Also auch etwas Spaßiges – also sage ich jetzt mal das mal einfach so – manche Situationen in dem Moment, indem man etwas klärt, dass das auch einen sehr witzigen Anteil haben kann ohne das nicht ernstzunehmen und zu wollen.

00:50:39: Wenn ich zum Beispiel sage Mein Mann sagt zu mir, er hat jetzt den Geschirrspüler ausgeräumt und ich sage dann, magst du dafür Wertschätzung?

00:50:50: Dann sag' ich super gemacht.

00:50:53: Super gemacht!

00:50:54: Dann kann ich im Nachgang... also wann ist die Situation schon sehr locker?

00:50:58: Und dann kann ich im Nachgang sagen, ich würde in Zukunft auch kommentieren was ich so den ganzen Tag mache.

00:51:03: Ist das für dich?

00:51:04: Wenn ich den Müll rausbringe, wenn ich die Betten mach und wenn es dann und wenn nicht dann Wertschätzung braucht, würd' ich's dir sagen.

00:51:12: Passt es für dich!

00:51:15: Also solche Elemente gibt's relativ häufig.

00:51:18: Und wenn man da geschult ist in diesem Bereich, dann gibts das ganz oft.

00:51:22: also... Es gab schon, wenn Ich irgendwie gekocht habe brauche ich mal eine Runde Anerkennung, dass ich mich hier abgehetzt habe vom Geschäft und eingekauft und noch gekocht.

00:51:36: Und dann kann ich das zum Ausdruck bringen?

00:51:38: Dann kann ich sagen also die Bitte äußern hat euch jetzt geschmeckt?

00:51:42: war es jetzt gut?

00:51:43: seid ihr zufrieden?

00:51:43: ja!

00:51:44: Und dann sage ich ich brauche jetzt echt sowas wie Anerkennen und Wertschätzung.

00:51:49: Also ihr könnt mir gerne auf die Schulter klopfen oder was nettes sagen.

00:51:53: Das brauche Diese Art der Kommunikation kann schon sehr witzig sein, ohne dass es den anderen irgendwie überfordert.

00:52:04: Sondern indem ich sage okay was brauche ich jetzt und wie komme ich zu dem was ich brauch?

00:52:10: Und der andere dann in der Summe wenn ich das so nachfrage wie ich das mache, dann auch gerne erfüllt.

00:52:18: Ich

00:52:20: finde gerade total spannend weil jetzt eine komplett andere Perspektive ist als das Beispiel, vielleicht ist dir das auch schon mal begegnet.

00:52:32: Wenn man so sagt ich hätte gerne zum Beispiel dass mein Partner mir Blumen bringt Ich möchte es aber nicht sagen weil ich will ja dass es von ihm kommt und wenn ich das sage dann ist es ja quasi nicht mehr so Dass er sich da Gedanken gemacht hat und es eine Geste ist sondern Ich habe das ja quasi eben in den Kopf gelegt, aber auf der anderen Seite wäre jetzt ja deine Perspektive.

00:52:54: Wenn ich dieses Bedürfnis hab', dann kann ich das auch äußern.

00:52:58: und würdest du sagen, dass befriedigt das Bedürfen ist?

00:53:02: Dann genauso oder was denkst du warum diese Situation so entsteht, dass man sagt, ich möchte aber nicht das sagen müssen?

00:53:10: Ich denke wenn man in diesen Bereich geht also diese stille Erwartungshaltung Ich glaube, das hindert viel Lebendigkeit in Beziehungen.

00:53:24: Das hindert auch diese Gemeinsamkeit und diesen liebevollen Umgang.

00:53:33: Kann dafür hinderlich sein?

00:53:34: Weil die stille Erwartungshaltung von mir ist, der muss genau wissen was ich brauche damit ich mich geliebt fühle.

00:53:43: Jetzt Frage ich dich... Was brauchst du, um dich geliebt zu fühlen?

00:53:51: Also du musst es jetzt gar nicht so spontan beantworten.

00:53:54: Aber ich frage das oftmals im Coaching was brauchst Du, um Dich gelieb zu füllen?

00:53:59: und oftmals kommt da erst mal nichts Wenn Ich schon selber Nicht Weiß was ich brauche um mich Gelieb Zu Fühlen.

00:54:09: Dann Viel Spaß Lieber Partner Bei der Erfüllung Der Aufgabe etwas zu tun, damit ich mich geliebt fühle.

00:54:18: Das Wichtigste ist, wodurch fühle ich mich gelebt?

00:54:21: oder was macht mich glücklich?

00:54:24: Und wenn ich das für mich erkenne dann kann ich doch also in einer Beziehung so einen Wunsch äußern.

00:54:33: Also ich kann zum Beispiel meinen Mann auch fragen Was kann ich tun damit du dich geliebfühlst?

00:54:38: Das frag' ich habe ich gefragt gutes Essen oder gemeinsam weggehen, was er auch immer sagt.

00:54:46: Und umgekehrt kann ich auch sagen interessiert es dich eigentlich was du tun könntest damit ich mich geliebt fühle?

00:54:52: und in der Regel kommt da immer so ein lächelndes okay ja sag mal und dann sage ich boah ich find's richtig cool wenn du mir keine ahnung alle paar Wochen mal einen Strauß vorbeibringst überraschend das da fühle ich mich richtig gelieb.

00:55:10: Und der andere ist vielleicht sogar dankbar und sagt, endlich habe ich jetzt eine machbare Handlung mit der ich zeigen kann dass mir an dem anderen was liegt.

00:55:20: Also so ist jetzt halt.

00:55:22: mein Ansatz

00:55:23: finde ich total schön.

00:55:25: wenn ich jetzt aber davon ausgehe das der andere wissen muss was ich brauche Ich weiß nicht da hab in meinem Leben nicht viel gute Erfahrungen gemacht.

00:55:34: Ja und ich glaube man hat dann auch so ne Erwartungshaltung die der Andere Meistens wahrscheinlich gar nicht erfüllen kann, weil wie du sagst man weiß das ja selber nicht.

00:55:43: Heißt für den hast du es ja quasi wie ein Sexer im Lotto ist dann rauszufinden und man programmiert sich die Enttäuschungen quasi selber ja vor.

00:55:53: wenn man diese Erwartungshaltung hat ohne dem anderen vielleicht auch so ein bisschen Hilfestellung zu geben.

00:55:59: Wie kannst Du mir denn eine Freude machen?

00:56:01: Und verbürdet dem anderen ja auch was auf.

00:56:03: also finde ich Weil Es geht ja um meine Gefühle Und ich will ja selbst verantwortlich sein für meine Gefühle.

00:56:11: Also der andere hat gar keine Macht, also... Ich möchte frei sein zu fühlen und ich möchte dem anderen jetzt nicht die Macht geben darüber zu entscheiden wie ich fühle.

00:56:21: Das kann ich nicht immer ausschließen weil ich getriggert werde, keine Frage aber trotzdem übernehme mich wieder das Ruder und sag okay wenn ich das brauche dann kann ich doch darum fragen und der Andere kann ja oder nein sagen?

00:56:36: Ich stelle ja keine Forderung auf.

00:56:38: Ich sage, es würde bei mir das Gefühl von Liebe erfüllen.

00:56:42: Und aus meiner Erfahrung ist auch ein ganz wichtiger Aspekt.

00:56:48: Solange das freiwillig geschieht eine Grundannahme der GFK trägt jeder Mensch gerne dazu bei, das Leben eines anderen zu bereichern.

00:57:00: Sobald da aber nur so ein bisschen Druck ist wird das nicht gut funktionieren.

00:57:07: Und dieser Freiwilligkeitsaspekt, also Rosenberg hat mal so eine Umfrage gemacht.

00:57:15: Er war ja in vielen Krisengebieten unterwegs und da hat man eine Umfrage gemacht wie es sich anfühlt wenn man das Leid eines anderen Menschen erleichtert.

00:57:30: Also überall auf der Welt hatte diese Frage gestellt und überall auf die Welt hat er zur Antwort bekommen.

00:57:36: Das ist ein ganz großartiges Gefühl und anscheinend noch großartiger als verliebt zu sein.

00:57:43: Aber nur, wenn man selber entscheiden darf dass man einen Beitrag leistet sobald Druck da ist oder eine Erwartungshaltung ist dieses Gefühl nicht mehr so großartig.

00:57:56: Spannend!

00:57:58: Was bei mir jetzt nämlich auch gerade aufgekommen ist du hast das Wort getriggert verwendet.

00:58:05: Ich muss sagen, ich finde die übermäßige Verwendung gerade auf Social Media und so wo bei allem Triggerwarnungen vorangestellt wird.

00:58:16: Dem stehe ich sehr kritisch gegenüber.

00:58:19: aber in dem Fall ist es ja tatsächlich ein Trigger.

00:58:22: im Endeffekt wenn jetzt gerade in der Kommunikation also ein Tricker ist ja ein Auslöser Wenn das bei mir zum Beispiel ein altes Muster auslöst, oder irgendwelche Glaubenssätze.

00:58:35: Oder wenn ich irgendwelchen Prägungen Traumata irgendwie was habe und was ich mich da jetzt frage.

00:58:41: also ich denke mal jeder der das kennt auch so gerade wenn man solche Träger hat oder prägungen und zb in einer hitzigen Diskussion ist oder einem Streit oder so Und man merkt dann es gab diesen trigger dann ist man ja in einer Erregungslage, aus der man eigentlich gar nicht mehr oftmals wertschätzend kommunizieren kann.

00:59:06: Stelle ich jetzt mal die Behauptung auf!

00:59:08: Deswegen würde mich jetzt mal interessieren das mit der gewaltfreien Kommunikation... Wie siehst du es wenn so ein Trigger stattgefunden hat?

00:59:16: Ist man da in der Lage darauf zugreifen zu können?

00:59:21: Also das Wichtigste ist dass man es erstmal merkt Also dass man irgendwie die körperliche Situation merkt, das es einen eng macht.

00:59:28: Keine Ahnung, ob man schwitzt oder irgendetwas... ...am Körper sich verändert?

00:59:34: Dass man vielleicht die Schultern zusammen nimmt wie auch immer oder der Magen und dieses Erkennen ist schon hilfreich, sich dann aus diesem alten Muster heraus zu bewegen und zu sagen okay, das hat mir zweh getan oder das triggert mich oder wie auch ever Und dann so ein bisschen, so einen SOS-Plan im Kopf zu haben.

00:59:56: Was kann ich denn in solchen Momenten tun?

00:59:59: Und meine Methode oder auch die wo ich gelernt habe um wieder auf meinen Großhirn zugreifen zu können?

01:00:05: also wenn ich getriggert bin und gestresst bin dann hab' ich nur Zugriff auf mein Kleinhirn.

01:00:10: Also davon laufen Todstellen drauf schlagen das sind die einzigsten Handlungsmöglichkeiten die ich hab.

01:00:19: und wenn mich entscheide ich möchte nicht mehr so impulsiv und so unreguliert reagieren, dann muss ich dafür sorgen dass sich aus meinem Kleinhirn rauskommt.

01:00:30: Und wie kann ich das?

01:00:31: Entweder ich gehe aus der Situation raus, ich sage Puh!

01:00:35: Ich brauche jetzt einen Moment für mich.

01:00:36: Verlass den Raum gehen in anderen Räumen.

01:00:39: Ich atme durch, ich geh aufs Klo, zähle auf zehn... Alles was dazu beiträgt, mich wieder in mein Großhirn zu begeben damit ich meine ganzen anderen Strategien abrufen kann, ist dafür hilfreich.

01:00:55: Das wird dir... Also ich glaube vielleicht gelingt es jemanden der sehr meditativ unterwegs ist sich immer so zu kontrollieren aber ich kann das nicht.

01:01:05: Ich kenne jetzt auch niemand der das kann Aber es ist ja gar nicht so schlimm solange ich weiß wie ich mir helfen kann.

01:01:12: und wenn ich das spür dann merke okay was mache ich jetzt?

01:01:16: sage ich okay, ich gehe vielleicht aus der Situation raus oder ich kommuniziere auch.

01:01:20: Es gibt auch Situationen die mich überfordern wo ich dann sag wo ich merke jetzt geht es mir immer so ganz gut und Ich möchte gerne eine Lösung Wo ich in meiner gesamten Kraft bin?

01:01:32: Und in der bin ich jetzt nicht mehr.

01:01:34: wir müssen.

01:01:35: ich bitte dich darum das jetzt zu verschieben weil ich wenn wir Das lösen möcht möchten Möchte ich in meine gesamte kraft sein und ich möchte da auch nicht so angespannt sein und nervös oder aufgeregt, sondern ich möchte das in Ruhe lösen.

01:01:54: Und ich möchte dich bitten, dass wir das am nächsten Donnerstag, vierzehn Uhr verschieben weil die Sache ist mir so wichtig und ich möchte da eine Lösung, die für uns beide tragbar ist.

01:02:08: solche Situationen kann man so in eine Lösung bringen oder zumindest sich darüber zu regulieren, dass man nicht impulsiv steuert sondern Verantwortung für sich und seine Gefühle übernimmt aber auch Verantwortung für das was man sagt.

01:02:24: Also man kennt es ja vielleicht auch und man weiß okay wenn eine oder andere Situation auftaucht dann kann man vielleicht Dinge sagen die man sich im Nachhinein wieder verzeihen muss oder wo man viel Arbeit hat das dem anderen zu erklären weil man sagt, da muss man jetzt ganz viel aufräumen und der andere hat es vielleicht in falschen Hals gekriegt.

01:02:44: Aber das braucht schon auch viel Bewusstsein und diesen bekennenden Willen – ich möchte das anders erleben!

01:02:56: Und ich möchte respektvoll und wertschätzend im Konflikt bleiben Wenn ich das will, also wenn dieser Wunsch da ist oder dieser Gedanke.

01:03:12: Dann habe ich bestimmt auch die Kraft diesem Druck nicht nachzugeben und zu sagen jetzt muss ich da drauf schlage den muss ich erst mal sage dass der völlig im Unrecht ist und ich muss dem jetzt auch wehtun weil ich weiß Da hab' ich nachher richtig viel Arbeit Und es führt nicht Zu dem Ziel das sich eigentlich möchte

01:03:34: finde ich total spannend.

01:03:35: Auch das war mir tatsächlich auch nicht bewusst, dass man dann eben nur Zugriff aus Kleinhirn hat.

01:03:41: und also ich finde man kennt es... Und ich glaube manchmal macht man das auch intuitiv, daß man vielleicht immer sagt Ich muss mal aus der Situation raus oder irgendwie aber sich das glaube ich bewusst zu machen.

01:03:52: Ich habe gar nicht Zugriffs und ich hab gerade gar nicht die Möglichkeiten und die Kapazitäten Oder wir haben die gar nicht, das jetzt auf einer lösungsorientierten und wertschätzenden Ebene zu klären.

01:04:04: Ich glaube wenn man sich das bewusst macht dass es auch sehr viel eben ändert.

01:04:10: was mich interessieren würde ich hatte schon so Diskussionen mit Personen wo es so darum ging dass zum Beispiel die andere Person einen Witz zb über den Körper oder übers Aussehen gemacht hat was ich in dem Moment total unangebracht und verletzend fand.

01:04:29: Und wenn ich darauf hingewiesen habe, hey, ich find das nicht witzig... ...und dann kam so ja hä aber es war doch nur ein Spaß und so.

01:04:37: Man merkt so okay, ich gehe jetzt nicht davon aus dass du das jetzt böswillig gemacht hast.. ..aber da ist auch gar kein Verständnis dafür, dass nur weil du das vielleicht als Spaß gemeint hast, das nicht als Spaß ankommt Und da gar keine Einsicht stattfindet, würde mich interessieren wie du jetzt damit umgehst.

01:04:57: Wenn du mit jemandem kommunizierst wo du merkst diese Reflexion die du ja auch meintest sehr wichtig ist sich auch mal zu reflektieren Die fehlt und da ist auch keine Bereitschaft Wie du dann in der Kommunikation mit so Personen

01:05:13: umgehest.

01:05:15: Das ist die Regel Leider.

01:05:20: Also wenige Menschen interessieren sich für Kommunikation oder auch ... Für Selbstregulierung, also was heißt denn weniger?

01:05:30: Ja.

01:05:32: Die häufigsten Menschen oder die meisten Menschen leben so wie sie leben ohne das zu reflektieren und in der Regel treffe ich auf solche Menschen.

01:05:42: Ob es jetzt in meinem Berufsumfeld ist oder wo auch immer Und ich habe ja immer dieses wohlwollende Menschenbild

01:05:47: im Kopf

01:05:48: Und ich weiß okay, der erfüllt sich im Bedürfnis vielleicht auf tragische Art und Weise zu Lasten einer anderen Person oder was auch immer.

01:05:57: Wenn ich mich entscheide da etwas sagen zu wollen weil ich sage das finde ich jetzt nicht ganz passend oder Ich möchte dafür leicht auch so den Blick weiten dass man wenig sensibler mit manchen Themen umgeht dann ist es oft mal schwierig in dieser Aktion des anzusprechen.

01:06:16: Wenn es häufiger vorkommt, würde ich vielleicht versuchen mit der Person das mal in Ruhe anzusprechen und dann zu sagen ja, ich merke dass du über manche Themen, dass du darüber Witze machst.

01:06:31: Und ich kann verstehen, dass für dich vielleicht so ein leichtes Thema ist um ihnen Spaß zu kommen oder eine Freude.

01:06:41: Gleichzeitig merke ich in mir dass das bei mir auf so einen Wiederwillen stößt und ich möchte einfach gern, dir auch mal spiegeln wie es mir damit geht.

01:06:52: Und dann hörst du ja und dann kann ich fragen magst du das mal hören?

01:06:56: Dann kann der sagen

01:06:57: ja oder nein.

01:06:59: Und wenn er sagt Ja, dann sage ich also mir geht's auch darum, dass man so respektvoll und dass man die Würde des anderen nicht aus dem Blick verliert dass es bestimmt viele Menschen gibt, die gern.

01:07:12: Wenn sie übergewichtig sein sollten, gerne abnehmen.

01:07:15: aber es ist wirklich schwierig und das muss man schon auch wertschätzen, dass ein Thema ist, das irgendwie never endet und dass man sich darüber vielleicht mit passender Weise Urteil erlauben darf weil man ja gar nicht weiß wie geht's denn dem?

01:07:34: was erlebt der grad?

01:07:35: Was hat er für'n Leben?

01:07:37: Ja, und dann wäre es mir ganz recht, dass du vielleicht auf solche Themen oder auf solche Situationen sensibler reagieren würdest.

01:07:43: Und auch dem anderen zugestehst ... Das ist ja seine Würde, die da auch Schaden nehmen könnte.

01:07:53: Also ich glaube, ich würde das so angehen.

01:07:55: Wenn ich in eine Situation komme, wo ich sage, das hat jetzt überhand genommen, das möchte ich mal ansprechen weil ich mich vielleicht auch nicht mehr ganz wohl in dieser Gemeinschaft oder der Gruppe Und dem anderen ist es vielleicht gar nicht klar, vielleicht hilft es dem anderen auch zu sagen okay ja wenn man das natürlich so betrachtet aber das ganz wichtige Matlena ist dass der andere kein Vorwurf hört.

01:08:21: Weil er wird dann in die Rechtfertigungsposition gehen und dann der soll sich nur rechtfertigen.

01:08:27: Das war seine Methode im Moment.

01:08:30: so dafür zur Sorge dass vielleicht wegen Lockerheit und Spaß irgendwie unter die Leute gebracht wird Und dass er dann versteht, aber du findest ihn ja witzig.

01:08:41: Aber er hat vielleicht auch ganz andere tolle Methoden dafür zu sorge, dass die Leute locker drauf sind und dass es spaßig zugeht und dass du das Vertrauen in ihn hast, dass ihm das mit anderen Themen bestimmt super gelingen wird.

01:08:57: Das stelle ich auch oft voraus.

01:08:58: wenn ich so was, wenn ich in so ein Gespräch gehe.

01:09:01: Dann sage ich ganz oft möchte etwas ansprechen Und das ist mir ganz wichtig.

01:09:05: In dem Moment, in dem du einen Vorwurf hörst, hebt die Hand, zeigt rote Flaggen, mach irgendwas weil ich will hier niemanden einen Vorwürf machen.

01:09:18: Ich will hier nur etwas ansprechen was mich betrifft und wie ich etwas erlebe.

01:09:23: und ich möchte da eine Bitte an dich richten.

01:09:27: Ja finde ich total inspirierend aber das glaube ich auch viel... Stärke, unsere Reflexion braucht eben sowohlwollend zu bleiben und dieses Wohlwollen auch immer sich wieder ins Gedächtnis zu rufen.

01:09:43: Auch wenn man irgendwie verletzt ist oder das Verhalten von einer anderen Person nicht gut findet und deswegen also finde ich gerade eine sehr inspirierende Perspektive.

01:09:57: Was mich interessieren würde, jetzt heißt es ja gewaltfreie Kommunikation.

01:10:03: Kannst du erklären, worin sich in der Kommunikations-, die da entgegensteht diese Gewalt zeigt oder ... Ja also verstehst du?

01:10:14: Ich verstehe deine Frage!

01:10:16: Also über diesen Begriff gewaltfrei wird oft diskutiert und erschwert auch den Zugang zu den Menschen weil Die meisten Menschen sagen, sie kommunizieren nicht gewaltvoll.

01:10:31: Weil die Frage ist was ist Gewalt voll und was ist gewaltfrei?

01:10:36: Ich betrachte Gewaltfreiheit indem ich nicht im Urteil bin.

01:10:41: Sobald ich im Urteil bin löse ich in mir ein Gefühl aus und auch in dem anderen das wenig dienlich ist.

01:10:51: Und In der gewaltfreien Kommunikation geht es ja schlussendlich nur darum Wurtheils frei, eine Situation zu beleuchten und neue Ideen oder Strategien zu finden wie das Bedürfnis die sich die Parteien erfüllen auf dem bisherigen Weg anders erfülle können.

01:11:14: Ich verstehe dass es oftmals auf so einen Widerstand stößt mit dem Wort Gewalt.

01:11:20: Es impliziert auch Dass andere Menschen gewaltvoll sprechen würden.

01:11:25: aber In der gewaltfreien Kommunikation geht es ja auch um dieses Bewusstsein, was meine Worte auslösen können.

01:11:33: Und wenn ich spreche dann können die ja oft auch beim anderen etwas auslöschen, womit's ihm sehr schlecht geht und in dieser Verantwortung ist die Gewaltfrei-Kommunikation, dass ich ja auch dafür verantwortlich bin, was ich sage und wie ich etwas sage und das ich mir völlig bewusst bin über die Macht der Worte.

01:11:55: Und das ist vielleicht so.

01:11:57: dieser Unterschied zwischen dem, wenn ich jetzt... Also herkömmlich ist jetzt leider etwas merkwürdig.

01:12:03: Aber wenn ich nicht in der gewaltfreien Kommunikation unterwegs bin und natürlich ... Ich spreche auch völlig wie jeder andere.

01:12:12: Das ist ja jetzt nicht in dem Sinn dass ich jetzt andere Wortmuster nutze oder andere Satzstellungen.

01:12:21: Ich nutze es nur, wenn oder wenn ich in einer Situation bin, die ich denke, die möchte ich ansprechen.

01:12:30: In meinem Tagesalltag bin ich ja so unterwegs wie jede andere Irrenschau.

01:12:36: Aber wenn etwas angesprochen wird wo ich denke okay da müssen wir vielleicht noch mal genauer hingucken dann benutzt sich die Gewalt.

01:12:46: also dann benutze ich die Technik der Gewaltfeinkommunikation weil es ja etwas sehr Effizientes ist und weil mich nicht in den Gefühlen verlieren.

01:12:54: Weil oftmals in einem Konflikt sind, dann sprechen wir ununterwochen über die Gefühle.

01:13:01: Aber das hilft uns nicht.

01:13:03: Das nützt uns nicht!

01:13:04: Wir müssen das Bedürfnis nennen um aus diesem Kreislauf auszusteigen und zu sagen okay geht es dir da darum dass du gesehen wirst?

01:13:15: Geht's dir darum dass mit dem was du hier einbringst wertgeschätzt wirst.

01:13:21: Gehts dir da dass du geliebt werden möchtest?

01:13:25: Und oftmals Ist es dann der Moment, wo man auf sich selber guckt?

01:13:29: Immer auf das was der andere alles falsch gemacht hat.

01:13:31: Sondern okay!

01:13:33: Es geht mir darum dass ich... Was ich gerade erlebe mit dem was ich gerade erlebt habe gesehen werde.

01:13:39: und in dem moment verändert sich die Kommunikation

01:13:43: Und bringt ein Jahr auch irgendwo in die Selbstwirksamkeit Völlig.

01:13:46: Aber das hat's jetzt für mich auch klargemacht Mit dem gewaltfreien weil man fragt sich das ja schon wenn man davor noch nie so im berührung war weil es eben ja irgendwo impliziert, dass dem eine gewaltvolle Kommunikation entgegen steht.

01:14:02: Aber das hat sich für mich wirklich klar gemacht.

01:14:05: was mich noch interessieren würde inwiefern findest du, dass unsere... ich muss kurz ausholen, du hast ja vorhin gesagt, dass man mit sehr vielen Menschen im Berührung kommt die da nicht so ist bewusst sein dafür haben und die nicht gerade in Konfliktsituationen gewaltfrei kommunizieren.

01:14:25: Inwiefern siehst du da, dass unsere Systeme einen Rahmen dafür schaffen?

01:14:31: Heißt Schule heißt Medien heisst auch Unternehmen, Unternehmenskulturen.

01:14:38: was ist da dein Blickwinkel drauf?

01:14:42: Ich würde als sehr sinnvoll erachten wenn Menschen ein Zugang hätten zu dieser Art der Kommunikation Und wenn sie die Chance hätten, das in der Schule bereits zu lernen.

01:14:55: Also auch schon im Kindergarten.

01:14:57: Weil ich erlebte es für mich enorm hilfreich und sich überhaupt mit dem Thema Kommunikation zu beschäftigen als nicht so etwas Selbstverständliches hinzunehmen sondern was passiert in der Kommunikations- alles?

01:15:10: Dass das einen viel größeren Anteil in der Bildung nehmen sollte davon bin ich völlig überzeugt Also auch Bewusstheit schafft, wie ich bei anderen Menschen ankomme.

01:15:29: Wie ich mich spiegeln kann und wie ich mich selbst regulieren kann.

01:15:34: Und es wäre wunderschön wenn's diese Chance gäbe für viele viele viele Menschen auch andere Methoden zu finden die ihnen helfen zum Ausdruck zu bringen was in ihnen lebendig ist ohne auf jetzt vielleicht nicht Gewalt oder oder andere Mittel zugreifen zu müssen, sondern wirklich zu sagen und deswegen geht es mir nicht gut.

01:15:59: Und deswegen diesen Wortschatz auch zu bilden und zu schulen damit man die Möglichkeit hat was möchte ich denn?

01:16:09: Ich möchte mit jemand anderem in einen Austausch kommen und einer der Wege ist zu sprechen.

01:16:16: Wie gelingt das jetzt?

01:16:19: gut verstanden werde, mit dem was in mir los ist.

01:16:22: und ich habe erlebt je weniger Verständnis ein Mensch bekommt umso mehr muss er das eskalieren lassen.

01:16:34: Also im Sinne von um so dramatisch muss jemand das darstellen.

01:16:40: Wenn jetzt jemand wenn ich jetzt in der Situation bin und ich erzähle etwas und der andere verharmlost ist dann muss sich das immer gewaltvolle oder noch kräftiger beschreiben, dass der andere endlich versteht was hier los ist.

01:16:58: Also dieses Verständnis für einander diese Empathie Schulung das würde ich als sehr sehr sehr sinnvoll erachten die Möglichkeiten.

01:17:07: wie kann ich mich ausdrücken ohne den anderen in irgendeiner Form verletzen zu müssen und auch mich selber nicht?

01:17:15: Und natürlich Welche innere Haltung habe ich zu mir, zum Leben?

01:17:21: Zu anderen Menschen?

01:17:23: und welche Gedanken sind in meinem Kopf die ich dann so ein bisschen filter?

01:17:27: was nützt mir damit ich meine Ziele erreiche.

01:17:31: Und was nützen wir eigentlich nicht?

01:17:33: also das zu schulen das finde ich völlig sinnvoll und In dem Moment indem es von so einer Gesellschaft auch getragen wird Also wenn das so breit aufgestellt ist in den Schulen und in den Kindergärten vielleicht schon, dann wird es ja auch sehr kritisch in den Medien gesehen.

01:17:50: Ich sehe das oft bei meiner Tochter die dann wirklich auch schon durchschaut also die Methoden der Medien und dieses polarisierende Und wenn man da jetzt keine Wissen hat Dann kann man das gar nicht durchschauen sich davon auch beeinflussen lassen.

01:18:14: Das ist natürlich das, wo wir dann vielleicht auch vorführbar sind.

01:18:20: und wenn wir das alles so ein bisschen offenlegen und sagen guck mal wir sind Menschen und wir haben Gefühle und auf Gefühlen kann man so und zu einwirken Und es ist ein Mittel der Manipulation oder der Bedürfniswirkung.

01:18:31: also wenn's da um Wettbewerb geht Wenn man irgendetwas besonders machen möchte oder haben möchte, dass man sagt okay ich brauche jetzt unbedingt ein neues Auto.

01:18:43: Oder ich brauch jetzt das Kleidungsstück... Dass man dann sagt ok und ich kann jetzt immer noch entscheiden.

01:18:48: Ich habe das gehört und finde es ja auch gut.

01:18:50: Ich wertschätze das auch.

01:18:52: Das Engagement, das da dahinter steht.

01:18:54: aber ich möchte selber entscheiden, dass ich sage ok, da bin ich nicht mehr so verführbar wie es vielleicht früher war um das jetzt so ein bisschen klar in der Politik wenn wir uns in der politik widmen wollen ist es natürlich Also es gibt keine perfekten Menschen auf dieser Welt.

01:19:10: Und wenn in der Politik ein Kommunikationsweg genutzt werden würde, der nicht polarisiert dann würde das für mehr Klarheit dienen und auch dafür dass vielleicht vielmehr mitgetragen wird von einer Gesellschaft.

01:19:34: Deswegen würde ich das völlig sinnvoll erachten, dass auch die Politik sich mit Kommunikation auseinandersetzt und mit dem wie komme ich an?

01:19:43: Und wie transportiere ich das also nicht.

01:19:45: Es geht nicht um Sprachkosmetik es geht darum was möchte Ich erreichen und was macht da am meisten Sinn?

01:19:55: Wie kann ich kommunizieren Dass das was ich sagen will auch so verstanden wird dass wir ich Verstanden haben möchte.

01:20:02: Also von daher denke ich, solange wir das nicht akzeptieren.

01:20:07: Das Gefühle und Bedürfnisse des dahinterstehenden Motivationen ist um etwas zu sagen oder auszusprechen.

01:20:17: Solang werden wir vermutlich keinen Frieden auf dieser Welt haben?

01:20:22: Und dieses Bewusstsein zur Schule – also das würde ich auf jeden Fall unterstützen wollen im kleinen Frieden, aber auch in großen Frieden.

01:20:37: Aber wie siehst du da die Chancen für eine zukünftige Entwicklung?

01:20:43: Weil ohne da jetzt irgendwie pessimistisch sein zu wollen... ...aber was ich jetzt so beobachte eben gerade wenn wir uns Medienagenda anschauen wie viele positive Nachrichten sieht man also?

01:20:53: da gibt es ja dieses Phänomen bad news is good news.

01:20:57: und was mir jetzt auch in Sinn gekommen ist zum Beispiel Social Media.

01:21:01: Wenn man sich da die Kommentarspalten anguckt, also zum einen lebt der Algorithmus auf Social Media davon, dass Leute interagieren und das machen sie halt sehr viel wenn etwas polarisiert, wenn Sie sich darüber aufregen, wenn es irgendwie... Und es treibt dann natürlich auch die Kommentare an, was den Algorithmos noch mehr pusht heißt diese Beiträge dir eigentlich das total antreiben, dass Leute sich auch in den Kommentaren austauschen?

01:21:29: und ich finde gerade jetzt zum Beispiel wenn man Instagram betrachtet dann ist es total anonymisiert.

01:21:35: Man hat nicht so die direkte Verantwortung für das was man sagt weil die andere Person ist vielleicht einfach nur im Bild und ein Name und das verleitet ja schon sehr dazu zum einen wie die Beiträge gestaltet sind plus diese Anonymität da ja alles andere als gewaltfreie Kommunikation stattfindet.

01:21:56: Und ich gehe da komplett mit dir mit, dass sich das total sinnvoll fängt in der Schule schon am besten schon in den Kindergärten, in der Politik und in den Medien sowieso.

01:22:07: Aber eben würde mich mal interessieren weil ich da finde, dass die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen da nicht so das Gefühl erwecken wie wenn das das Ziel wäre von... vielen großen Akteuren sage ich jetzt mal.

01:22:24: Also auch da, die erfüllen sich in Bedürfnis vielleicht nach Umsatz.

01:22:28: Die wollen vielleicht mehr gewinnen.

01:22:31: Die erfülen sicher in irgendeiner Form durch diese Strategie, die sie wählen, die Erfüllung eines Bedürfs ist für mich auf sehr tragische Art und Weise.

01:22:42: also das heißt nicht wenn jemand sich ein Bedürfenes erfüllt auf eine Art und Weise macht, die ich nicht für gut heiße.

01:22:51: Dann nutzt es ihm in der Regel – also das kann natürlich.

01:22:55: in dem Moment ist es für ihn ein Mehrwert, er nutzt dadurch.

01:22:59: Und er hat vielleicht auch mehr Umsatz oder mehr Aufmerksamkeit?

01:23:02: Ich glaube, dass jetzt eher so ... Das Mittel... Die Währung, die wir jetzt bei uns haben, das ist eher so dieses Aufmerksam-Wer….

01:23:13: Wer ist am Bau?

01:23:14: Auf wen wird am meisten Aufmerksamkeit gerichtet und ob es jetzt positiv oder negativ ist.

01:23:19: Und die erfüllen sich in dem Moment ja ein Bedürfnis.

01:23:24: Die Frage ist, wie kann man dagegen steuern?

01:23:28: Rosenberg hat da auch so eine Methode oder hat gesagt Wie kann man mit großen Gesellschaften oder mit politischen Vereinigungen oder mit verschiedenen Akteuren in Kontakt kommen um auch ne Wende herbeizuführen?

01:23:46: Das einzigste Mittel, das da nützt ist wenn man die handelnde Person in Verantwortung bringt.

01:23:56: Also nicht dieses große... Ich weiß jetzt nicht wie ich dich möchte, ich möchte auch gar niemanden nennen aber so dieses Bild zu malen und zu sagen okay der ist jetzt oder dieses Unternehmen ist jetzt schlecht oder so dieses vorallgemeinende dahinter stecken handelne Personen.

01:24:14: Und wenn diese handelnden Personen nicht in Verantwortung gebracht werden, dann machen die weil sie vielleicht selber Geld verdienen wollen.

01:24:21: Also die erfüllen sich auch ein Bedürfnis.

01:24:23: also Wenn man da wirklich eine Veränderung herbeiführen möchte Dann wird es nur gelingen indem man Personen Die dafür verantwortlich sind Auch In dem Kontext anspricht und sagt okay und was?

01:24:39: Also entspricht es ihren Werten dem tun, dass sie da umsetzen.

01:24:49: und er hat es gab da so eine Geschichte.

01:24:52: Da ging's darum das irgendwie eine Schule nicht eröffnet werden sollte.

01:24:56: und dann hat man immer gesagt die ganze Kommission ist schlecht und alle sind schlecht.

01:25:01: und man hat sich dieses dieses Narrativ gebildet was man sagt okay die ist einfach schlecht.

01:25:07: und dann ist er als Vermittler dahin gekommen hat dann gesagt Okay, und dann ist er zu einer Person.

01:25:12: Und die hat sich auch immer darauf berufen, dass sie halt nur Anweisungen kriegt.

01:25:17: Und sie als ausführende Kraft immer nur das tut was der andere sagt.

01:25:21: Die Veränderung kam in dem Moment, in dem er gesagt hat okay... Inwiefern stehen Sie da hinter diesen?

01:25:28: Also Sie sind ja die handelnde Person!

01:25:32: Das hat dann diese Veränderungen auch in diesem kleinen Beispiel der Schule gebracht.

01:25:38: die Person sich dann mal gefragt hat, okay ist es mit meinen Werten noch vereinbar?

01:25:44: Oder also wenn man das tatsächlich anstrebt.

01:25:49: Dann geht es nur, wenn man die einzelnen Personen in irgendeiner Form in die Verantwortung bringt

01:25:55: und ich denke auch mehr Aufklärung

01:25:59: auf jeden

01:25:59: Fall.

01:26:01: Also ich kann jetzt zum Beispiel von mir sprechen.

01:26:02: Ich bin sehr kommunikationsbegeistert.

01:26:07: Sie mich reflektiert, ich kondiziere auch sehr gerne und selbst mir ist das ja noch nicht wirklich über den Weg gelaufen.

01:26:14: Und ich denke, dass Kommunikation für viele gerade für die, die nicht in die Richtung einen Weg eingeschlagen haben oder da ein großes Interesse haben was ist, was einfach mitläuft?

01:26:24: Was man oftmals jetzt auch nicht hinterfragt außer man wird zum Beispiel eben mal darauf angesprochen hey weißt du eigentlich, was das vielleicht gerade beim anderen auslöst?

01:26:34: Und dass es für viele etwas ist, was einfach auf dem Lebensweg durch unterschiedliche Umstände geprägt wurde.

01:26:40: Sei es Elternhaus sei es Schule sei es umfeld und gar nicht hinterfragt wird.

01:26:46: und deswegen finde ich's auch so schön, dass du heute da bist und man da auch ein bisschen Aufklärung leistet.

01:26:53: und ich glaube, dass das auch für die breite Masse wichtig ist Weil ich glaube, es gibt immer Menschen die auch sagen mir ist der Profit jetzt halt trotzdem wichtiger.

01:27:02: Ist für mich trotzdem ein größeres Bedürfnis oder die aufgrund unterschiedlicher Prägungen oder was auch immer nicht bereit sind sich zu reflektieren.

01:27:11: aber ich denke dass es auch ganz viele gibt die da wahrscheinlich schon bereit wären das auch mal zu hinterfragen und vielleicht auch mal draufzuschauen aber vielleicht gar nicht so das Wissen haben.

01:27:23: Deswegen vielleicht auch so ein bisschen der Appell an alle Hörer, die das jetzt hören.

01:27:28: Die sich da irgendwie auch bewegt davon fühlen oder sagen sie finden es was Gutes?

01:27:34: Dass man das auch einfach im Umfeld oder so vielleicht auch mal anspricht oder auch mal sagt hey hast du davon schon gehört.

01:27:41: ich finde ist eine total gute Sache da einmal den Blick drauf zu richten.

01:27:45: und ja ich glaube einfach mehr Aufklärung weil's ja einfach wie Du sagst is ja was Total Wohlwollendes, was uns voranbringt.

01:27:54: Was in der Kommunikation total effektiv ist und deswegen finde ich es umso mehr Schade dass das eigentlich so wenig Gehör auch bekommt oder Ich bin halt einfach nicht In dieser Bubble unterwegs.

01:28:06: aber eben ich würde sagen Dass sich ja im kommunikationsumfeld schon Eigentlich angesiedelt Bin.

01:28:13: Deswegen Ja Einfach Da Vielleicht Auch Mehr Aufklärung.

01:28:18: Ja ich glaube Es gab Mal So ein So ein Hype, sag ich mal.

01:28:21: Das war vor vielleicht zwanzig Jahren relativ gehypt der Marscha Rosenberg und auch seine Theorien.

01:28:32: Und was sich ja schon gesagt hatte ist oftmals dass viele Menschen es leicht haben wollen.

01:28:39: und wenn sie sich jetzt damit beschäftigen dann ist es am Anfang nicht unbedingt leicht Weil man neue Denkprozesse auslöst, man muss neue Synapsen verknüpfen im Gehirn.

01:28:51: Das braucht Übung, das braucht Routinen.

01:28:54: und so wie wir die Sprachen gelernt haben – das ging ja auch nicht von heute auf morgen.

01:29:00: So ist auch die Gewaltfall-Kommunikation eine Kommunikation, die anders vernetzt ist im Gehören und es braucht Zeit, es braucht Routine.

01:29:10: Und wie gesagt also dieser Wunsch, dass man es leicht hat und das man schnell hat vor allen Dingen schnelle Lösungen.

01:29:18: Also ich finde wenn man wirklich geschult ist in der gewaltfreien Kommunikation dann findet man schnell zu Lösungen viel effizienter als ich's sonst kenne weil ich ja gleich anspreche wo das Problem liegt.

01:29:33: In meinem beruflichen Umfeld.

01:29:37: Mietingzeiten verkürzen sich dadurch enorm, weil man ja dann konkret in das Problem geht und in das Bedürfnis und was man braucht.

01:29:47: Aber bis man soweit ist es schon auch ein Weg.

01:29:53: Man muss das auch wollen und deswegen ist es vielleicht so ein bisschen nicht mehr so gehypt, weil es aus meiner Sicht auch nicht so nebenherläuft.

01:30:04: Es ist nichts, was man so neben

01:30:05: her lernen kann.

01:30:07: Ich glaube, sich selbst auch mal so ehrlich entgegenzutreten und zu reflektieren ist manchmal auch einfach unangenehm oder nicht so einfach.

01:30:16: Also ich finde es...ich find' sich selbst zu reflektionen mit das Wichtigste was man machen kann Auch um seiner Selbstwillen.

01:30:23: aber einfach ist es mit Sicherheit nicht.

01:30:27: Was ich noch fragen wollte du hast jetzt kurz angerissen weil ja viele meiner Hörer auch Unternehmer sind.

01:30:34: Du hast jetzt schon einen Punkt genannt Was vielleicht auch im Hinblick auf Unternehmertum, Geschäftsführung oder auch für Firmen was das einfach auch für Vorteile haben kann zu sagen okay das macht wirklich Sinn da mal hinzuschauen und da vielleicht auch eben ein Seminar oder sich damit auseinanderzusetzen.

01:30:53: Was würdest du sagen?

01:30:54: Was die Vorteile sind oder die Effekte davon?

01:30:59: Also aus meiner Erfahrung also ich bin ja auch in der Organarbeit also Vorstand Aufsichtsamtmitgliederversammlung Und dann meine Mitarbeiter verkürzt enorm die Besprechungszeiten.

01:31:12: Also das habe ich schon festgestellt und es ist so sehr effizient, also auch im direkten Gespräch mit einer Person weil ich ja dann auch sehr konkret frage uns sehr in die Verantwortung Frage oder auch Frage was brauchst du denn um das erfüllen zu können?

01:31:33: Wenn jetzt eine Person sagt Das ist jetzt etwas, was sie nicht kann.

01:31:38: Und dann sag ich... das ist die Chance in eine neue Kompetenz zu lernen.

01:31:43: Was bräuchte Studenten?

01:31:45: Dass es gelingen kann?

01:31:47: und dann kann die sagen ja, ich bräuche noch ne Schulung oder ich bräusche nochmal da so ein Händling oder ne Erklärung.

01:31:55: also Ich gehe immer in die Lösung.

01:31:58: Immer in die Lösungen nie!

01:31:59: Ich sage nie, ahja, der Bild ist jetzt nicht Da suche ich mir jemand anderen oder so, sondern nee.

01:32:05: Ich gehe davon aus wenn jemand Interesse hat und wenn jemand etwas lernen will dann wird er einen Weg finden das für sich zu erarbeiten.

01:32:18: Und für mich ist also außerhalb von dem was jetzt Wenn ich jetzt bei einem Vorspannungsgespräch bin oder so Außerhalb von den Bewertungen in einem Zeugnis die für mich nicht unbedingt von hoher Relevanz sind Das sage ich ganz ehrlich da stehe ich auch dazu Für mich viel entscheidender ist das Engagement, dass ein

01:32:36: Mensch

01:32:37: mitbringt.

01:32:38: Weil Fachwissen kann ich mir so einkaufen.

01:32:41: Aber Engagement kann ich mehr bei einem Mitarbeiter nicht einkauen.

01:32:46: Entweder jemand ist engagiert, Volltreffer oder auch nicht und Fachwissens kann ich mich bei Fachberatern, bei Ingenieuren, bei Anwälten einkaufen aber Engagement und dieses Feuer im anderen zu entzünden und zu sagen okay das interessiert mich zu motivieren, zu sagen ich glaub an dich du traust du kannst es was brauchst du damit das gelingen kann?

01:33:09: Ich glaube so verstehe ich meine Aufgabe auch.

01:33:13: Und was würdest du sagen aus deiner Erfahrung heraus gerade auch mit Mitarbeitenden wie da die Bereitschaft ist sich mit sowas wie gewaltfreie Kommunikation auseinanderzusetzen oder sich darauf einzulassen?

01:33:27: Ich finde ganz wichtig dass Führungskräfte die Chance haben sich damit mal zu beschäftigen und dann entscheiden können, ist das etwas mit dem sie arbeiten wollen

01:33:38: oder nicht?

01:33:40: Die Mitarbeitenden... Also natürlich ist es etwas was jede Menschen helfen kann.

01:33:46: Jede Menschen aus meiner Perspektive!

01:33:49: Und ich würde auf jeden Fall auch damit das Miteinander gut gelingen kann, dass als Seminar- oder als Schulung auch anbieten.

01:34:01: Ich kann mir vorstellen, dass das auch nützen kann.

01:34:04: Aber ich hatte es ja schon gesagt Wenn man nicht in der Übung bleibt dann nutzt man so leicht wieder in diese alten Muster.

01:34:12: Also wenn man sowas aufsetzen möchte in einem Unternehmen Dann braucht es diese turnusmäßige Nachschulungen immer wieder Ich glaube halbjährlich vermutlich Und das ist die Frage, ob ein Unternehmen da so viel Geld einsetzen möchte.

01:34:28: Ich glaube im Gesundheitswesen ist es bestimmt von großem großen Vorteil in der Pädagogik – von ganz, ganz großem Vorteil.

01:34:35: und ich sage jetzt mal im verarbeiteten Gewerbe oder in anderen Unternehmen ist es natürlich auch von Vorteilen.

01:34:43: aber ich finde den größten Vorteil entsteht wenn sich die Führungskräfte das zu eigen machen können um die Mitarbeiter zu motivieren Weil da wird nicht mehr beurteilt.

01:34:55: Da wird auch keine Urteile mehr, keine Bewertungen mehr... Da geht es darum wie schaffe ich den Mitarbeiter so zu motivieren dass er das nächste Level schafft?

01:35:06: und es gelingt auch sehr gut mit der gewaltfreien Kommunikation.

01:35:10: weil ich ja immer in dem Bild bin ich denke nie der ist faul oder der ist dumm oder so.

01:35:16: Ich denke immer okay Der nutzt alle seine Fähigkeiten Und vielleicht muss man die eine oder andere Fähigkeit noch ein bisschen ausbauen Und vielleicht braucht er nochmal dieses oder dieses Input, oder diese oder diese Schulung.

01:35:30: Damit er sein ganzes Potenzial entwickeln kann.

01:35:33: Schön!

01:35:34: Auch dieses Lösungsorientierte.

01:35:36: ich musste da direkt dran denken wo ich mir auch immer versuche gerade wenn man in irgendeiner Form von Commut flickt mit jemandem steht zu sagen, es ist nicht du gegen mich sondern wir gegen das Problem.

01:35:48: Und ich denke wenn man so und das ist ja irgendwo das erklärt es jetzt quasi auch dieses Wohlwollen den nicht davon auszugehen und die andere macht es jetzt um mich zu ärgern oder keine Ahnung sondern das sind die Möglichkeiten die er für sich gerade hat und eben zu sagen welche Lösung können wir finden?

01:36:06: welches Bedürfnis hast du welches bedürfnisse habe ich?

01:36:09: also total schön

01:36:13: Meine Idee.

01:36:15: Magst du vielleicht nochmal kurz Richtung Ende vielleicht zusammenfassen?

01:36:22: Du bist ja schon vor langer Zeit drauf gestoßen, was sich für dich einfach in deinem Leben dadurch geändert hat.

01:36:31: Ich bin aus meinen aus meinen antrainierten Handlungsmechanismen also völlig entwachsen sag ich mal Weil ich manche Situationen nicht mehr so leidvoll erleben wollte, wie ich das vielleicht zu mir antrainiert habe.

01:36:51: Und weil ich Verantwortung für mich übernehmen will und weil ich selbstwirksam sein will.

01:37:02: Ich bleibe immer in der Handlung.

01:37:03: also das heißt es kann eine Situation kommen die mich vielleicht schmerzt aber ich bin der steht ja nicht hilflos gegenüber.

01:37:12: Und ich glaube, das ist der größte Mehrwert, den ich durch die Gewaltfeinkommunikation gefunden habe.

01:37:17: Dass Situationen wie sie auch sein mögen mich nicht handlungs- und fähig machen sondern mir die Möglichkeit geben in eine Klarheit zu kommen, in eine Reflektiertheit und in eine Wirksamkeit und eine Selbstverantwortung und vor allen Dingen in eine Lebendigkeit weil... Ich hatte es ja schon gesagt also mit der Gewaltfangkommunikation hab' ich auch sehr viel Freude.

01:37:42: Also sie hat auch sehr viel Freude in mein Leben gebracht.

01:37:45: Im Zusammenhang mit, also im Beziehungen mit anderen Menschen.

01:37:49: Also gerade in meiner Familie, mit meinem Mann und meiner Tochter... Da gibt es viele Situationen, in denen wir sehr deutlich ansprechen was wir brauchen aber was dann so einen netten Nebeneffekt hat dass wir dann auch darüber lachen können was wir sagen ja nett gut da setzt du dich wieder für dich ein finde ich gut Macht es.

01:38:13: Klopft ihr auf die Schultern?

01:38:14: Super gemacht!

01:38:16: Also solche Dinge geschehen dann in dem Moment, in dem man das auch wirklich mit Leben füllt und also ich bin so dankbar dass mir das über den Weg gelaufen ist.

01:38:28: Ich hätte vieles in meinem Leben wahrscheinlich nicht so gut gemeistert wie ich sie jetzt gemeisterte Und das ist mein Anker.

01:38:39: Die Gewaltfallkommunikation ist beim Anker und immer wieder eines der belastbarsten Werkzeuge, die ich kenne um ein Leben zu führen das voller Lebendigkeit ist, voller Wirksamkeit und voller Schönheit.

01:38:57: Wahnsinnig inspirierend also wirklich so schön.

01:39:01: vielleicht noch eine letzte Sache zum Abschluss Für die Leute, die das jetzt hören und sich inspiriert fühlen.

01:39:09: Und ich bin mir sicher, dass werden einige sein.

01:39:12: Hast du vielleicht Tipps?

01:39:14: Wie ... Du hast es schon öfter gesagt da muss man auch dran arbeiten und so wie man da vielleicht quasi den Einstieg findet.

01:39:23: also ist das jetzt ... Man hat ja jetzt zugehört und nimmt ein paar Sachen für sich raus und versucht einfach mal sich zu reflektieren.

01:39:31: oder würdest du sagen keine Ahnung Seid's durch hin und beschäftigt euch mal aktiv mit dem Thema.

01:39:36: Also vielleicht einfach so ein Rat an diejenigen, die sagen ich möchte es für mich für mein Leben mitnehmen wie man das angehen kann?

01:39:45: Ich finde es ganz gut wenn wir so in Gruppen also wenn jetzt jemand für sich sagt oh das möchte ich gerne erkennen lernen dass man so Schulungsgruppen findet die gibt auf jeden Fall und dass man dann in der Gruppe gemeinsam lernt.

01:40:01: Weil, dann merkt man ja auch okay, der andere hat ja auch so seine Muster Und es ist nicht so einfach für den auch aus diesen Gedankenmustern rauszugehen und jetzt neu zu denken.

01:40:11: Das hilft einem auch motiviert zu bleiben und dran zu bleiben Also Schulungen zu besuchen.

01:40:19: Ich war mit meiner Freundin In Schulen unterwegs.

01:40:23: wir haben Weiterbildungen für Eltern gemacht, also gerade im Umgang mit Kindern.

01:40:31: Und vielleicht machen wir dieses Jahr noch mal was.

01:40:34: aber es ist noch nicht ganz klar... Ich habe jetzt keine Homepage die das jetzt irgendwie anpreist.

01:40:42: Natürlich kann man auch immer mit mir in Kontakt kommen.

01:40:45: Also da gibt's ja auch Möglichkeiten und auch mit meiner Freundin.

01:40:51: Es war auch immer mal so der Plan dass man tatsächlich So ein Stammtischrundeschaft in der diese Themen da sein dürfen und dem man sich auch vergewissern kann.

01:41:04: Habe ich das richtig verstanden, wie sie studen ist?

01:41:06: Was gibt es dafür Möglichkeiten?

01:41:09: an der Umsetzung noch nicht geglückt?

01:41:13: Vielleicht glückt uns noch – wir hoffen es!

01:41:18: Also wenn ich jetzt mich dem Thema nähern möchte, würde ich versuchen, mich Schulen zu lassen.

01:41:22: Okay bei

01:41:23: einem angesehenen... also es gibt die Akademie Blickwinkel in München oder den Herrn Thomas Jensrich, die wirklich sehr, sehr gute Schulungen anbieten.

01:41:33: Ich habe am meisten vom Thomas Jensen gelernt weil der diese charmanten Formulierungen auch nutzt um die Gewaltfallkommunikation ins Leben zu bringen.

01:41:49: Also das hat mir enorm geholfen.

01:41:51: Vielleicht können wir es ja so machen, dass wir gleich nochmal quatschen und du mir vielleicht irgendetwas da löscht in eine E-Mail Adresse oder irgendwas was ich dann einfach in die Show Notes von der Folge packen kann wo jetzt wenn jemand wirklich mit dir in Kontakt treten möchte sich bei dir melden darf?

01:42:08: Sehr gerne

01:42:09: sehr gut.

01:42:10: Also mich hast du wahnsinnig inspiriert wirklich.

01:42:14: Ich bin sehr, sehr dankbar dass du heute da warst und ich finde es einfach als das erfüllt mich jetzt tatsächlich auch schon wieder, dass sich das teilen darf.

01:42:24: Das habe ich jetzt auch schon öfter gesagt, dass ich grad bei den Gastfolgen dann immer so ein bisschen wie auf heißen Kohlen sitze bis ich das endlich veröffentliche weil ich das einfach so schön find wenn man jetzt auch mal denkt Du bist hier auch aus der Region, ich wusste das jetzt gar nicht zum Beispiel und da gibt es Menschen die so einen Beitrag leisten eigentlich.

01:42:47: Und mich erfüllt das Wahnsinnig da auch irgendwo eine Plattform zu bieten wo man vielleicht ein bisschen Aufmerksamkeit für schaffen kann.

01:42:55: und deswegen ganz herzlichen Dank für deine Zeit und für deine Worte und für die wahnsinnige Expertise und die Perspektiven die du aufgezeigt hast.

01:43:05: Und ich bin mir sicher, dass es für die Hörer auch einen riesigen Mehrwert da bietet.

01:43:10: Deswegen vielen Dank!

01:43:11: Ich sag Dankeschön, Madeleina, dass ich das hier teilen durfte und was sich brenne.

01:43:17: Dass ich das jetzt erzählen durfte.

01:43:19: Dafür bin ich von ganzem Herzen dankbar.

01:43:23: Wenn sich jemand interessiert bei mir rennt offene Türen ein selbstverständlich.

01:43:29: Je mehr sich dafür begeistern umso leichter kann das Leben werden Für uns alle.

01:43:35: Total.

01:43:37: Ansonsten hören wir uns in der nächsten Folge und bis dann!

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